geräusche nicht als kulisse, nicht als illustrierendes beiwerk, sondern: als spuren, als pfade, denen es sich hörend schreibend nachgehen lässt. 23 geräusche, 23 wiener bezirke, 23 texte. erster teil einer akustischen kartographie wiens > Eva Schörkhuber
Es ist so gut wie eine Österreicherin. So gut wie bestens integriert in unseren schönen Gesellschaftszusammenhang, so gut wie bestens aufgehoben dort, wo wir es ausweisen wollen als Paradebeispiel. Mit dem Ausweisen aber sind wir im Verzug. > Eva Schörkhuber
Ein angehender Querlenker auf seinen Kugellagern, denke ich, bestelle Kaffee und Kuchen – mit Sahne – und werde von dem Kellner mit einem Sahnehäubchen versehen, als er mir eine Extraportion „Schlag“ auf den Kuchenteller verpassen möchte. > Eva Schörkhuber
Ja, sie ist eine kleine Frau. Eine kleine Frau mit einem überschaubaren Leben. Das Leben selbst übersieht sie oft. > Eva Schörkhuber
II. Leserlust. In meinen Schatten gestellt kann er, mein ideal lesender Intellektueller, glänzen, ein glänzendes Beispiel geben. Er ist es, der mein Begehren begehrt, mein Begehren nach seinem reizenden, aufreizenden Text-Korpus. > Eva Schörkhuber
I. Titelreigen ... so bin ich also eingereist als Überträgerin österreichischer Titelwut, für welche eine Inkubationszeit von 90 Jahren anzunehmen ist. > Eva Schörkhuber
Ein schwarzer Himmel, die Kulisse für das Feuer, das am Werk ist. Für das Werk, das Feuer gefangen hat, auflodert. Wechsel. Voll. Wechsel. Haft. Wer zählt? Was zählt? Noch? > Eva Schörkhuber
Zum Wähler gestempelt, habe ich mein Los angenommen, mein 33mal24 cm großes Los: ortsungebunden kann ich meine Stimme abgeben, kann ich meine Stimme jener Urne hinzufügen, in welcher sich das Echo der Zukunft dieses Landes ununterbrochen bricht. > Eva Schörkhuber
Noch nicht von der Welt literarischer Betriebsamkeiten ist es schwierig festzustellen, was einem als junge Autorin, als junger Autor abverlangt werden kann und darf. Eine Reportage über Veröffentlichungsmöglichkeiten. Und ihre Bedingungen. > Eva Schörkhuber
Hiermit stelle ich meinen Asylantrag in Zwischen, hier, dort, wo wir ohne Angst verschieden sein können, wo sich kein Wort mehr dem anderen zu ergeben hat, wo uns kein Buchstabe mehr drängt zu einem 'Wir sind'; hier, dort suche ich das Weite > Eva Schörkhuber
Ich verrate mich hier in Marseille mit jedem Wort: jedes Wort, zumindest jedes zweites, das ich verliere, sagt aus, dass ich nicht von ‚hier’, von ‚dort’, bin. > Eva Schörkhuber
... kann nicht befriedigt werden" Robert Menasses neuer Roman "Don Juan de la Mancha oder Die Erziehung der Lust" > Eva Schörkhuber
Krumme Zeit. Gekrümmter Raum. Gekrümmt in Zeit und Raum. Sie war unterwegs. > Eva Schörkhuber
Was „A Sakkala“ wörtlich übersetzt bedeutete, wussten wir nicht. Da die Bedeutung dieser Grußformel aber ganz offensichtlich in ihrem Gebrauch lag, zerbrachen wir uns zunächst auch nicht die Köpfe darüber. > Eva Schörkhuber
FM5 lädt am Samstag, den 1. Juli um 21 Uhr zur zweiten Diskussionsrunde. Thema: Auschwitz. > Eva Schörkhuber
Am Anfang war...das unbeschrieben Blatt, eine Idee, die es ins Werk zu setzen und ein Name, den es sich zu machen galt. Am Ende...ja, man Ende war die Geschichte, die sich verkaufte und in die man eingegangen war. Menschen, die ihr erstes Buch veröffentlicht haben, erzählen von ihren Erstlingswerken, ihrer Autorschaft und den Möglichkeiten, doch einen Verlag zu finden. > Eva Schörkhuber
„Also, ich kenne da ein Land, das heißt Österreich. Wenn du dort hingehst und im Lande bist, fragst du nach der Stadt Traiskirchen. Dort gibt es ein Riesenlager, wo man dir helfen kann. Und du fragst nach Hausnummer 1. Dort gehst du hin und sie werden dir helfen.“ > Eva Schörkhuber
In knapp drei Wochen werden wir vor die Wahl gestellt. Wir dürfen unser Kreuz machen und unserer Stimme damit demokratisch Gewicht verleihen. Noch allerdings steht uns der Kreuzweg einer Entscheidungsfindung bevor. > Eva Schörkhuber
Ja, die Kunst - das ist nicht nur ein weites, sondern auch und vor allem ein umkämpftes Feld. Wie es möglich sein kann, öffentlichen Raum für Kunst und Kunst für öffentlichen Raum zu gewinnen, möchte das ÖH-Kulturreferat in Linz zeigen: mit dem Projekt "Kunst am Campus", dessen Realisierung diese Woche in Linz zu sehen ist. > Eva Schörkhuber
"Haut und Himmel" von Dimitré Dinev ist im Dezember und Jänner im Rabenhof Theater zu sehen. > Eva Schörkhuber
...wir sind befangen im Gebrauch unserer Worte, die sich unsere Befangenheit zunutze machen, um uns übers Ohr zu hauen - auf dass uns Hören uns Sehen vergehe und wir blindlings und ihnen hörig unseren Frondienst ableisten. Start einer Versuchsreihe, die schließlich aus der gebräuchlichen Hörigkeit führen und verantwortungsvoll machen soll. > Eva Schörkhuber
Vom 19. bis zum 23. Januar hat in Bamako, der Hauptstadt Malis, eines der drei Sozialen Weltfora stattgefunden. Das in Bamako veranstaltete Forum wird vom malischen und afrikanischen Organisationskomitee in Kooperation mit dem Internationalen Rat für das Soziale Weltforum organisiert. Caracas (Venezuela) und Karachi (Pakistan) werden in weiterer Folge die Hauptstädte der Altermondialisten sein. > Eva Schörkhuber
Abrupt reißen seine Gedanken. Ab. Triften. Entgleisen. Sein Blick fängt sich. Gedankenverloren. Klebt an der Scheibe. Er sieht sich in die Scheibe. Er in der Scheibe sieht sich. Vor Jahren. > Eva Schörkhuber
Im Bambara wird es sehr oft gesagt: „ Saya be mogo dun, a te i togo dun“ (Menschen verschwinden, nicht ihre Namen und Taten). Ali Farka Toure, der ganz Große des Blues, ist am 07.03.2006 verstorben. Der 67 Jahre alte Mann hat vieles für seine Heimat gemacht und seine Spuren werden bleiben. > Eva Schörkhuber
... und an dieser Stelle gar nicht wortkarg. Ein Worterap. > Eva Schörkhuber
Die "Afghanische Reise" Roger Willemsens (S. Fischer 2006) führt heraus aus der Erinnerung, hinein in das Weite, das gesucht wurde. Der Ort, den man aufsucht, ist nicht der Ort, den man auffinden wollte. > Eva Schörkhuber
... über Algerien, Österreich und jene Zeichen der Zeit, in denen Ver- und Übergangenes seinen Ausdruck findet und mit denen wir, heute, scheinbar wenig anzufangen wissen. > Eva Schörkhuber
die ordnungsbedingte Rückkehr ins normale Leben. Die Liebesgeschichte zwischen Miranda und Caliban, die in Shakespeare's "The Tempest" nie statt- in der Inszenierung von Volker Schmidt jedoch ihren hörens- und sehenswerten Platz gefunden hat, ist in Wien noch am 02.06. im Schauspielhaus und am 19.06. im Dschungel zu sehen. Weitere Termine sowie Anmerkungen zum Stoff, aus dem Träume gemacht sind... > Eva Schörkhuber
„Pardon me?“ Das war er nicht gewohnt. Er war gewohnt, dass man ihn respektvoll ansah (zumindest) und ihn dann reumütig mit Herr Inspektor (sprich: Hear Inschpeka) grüßte. Aber nicht Pardon Me. „No English. Österreich.“ > Eva Schörkhuber
... und wir können es nicht lassen: gefesselt von den erwartungsgemäß überraschend über eine Weltöffentlichkeit hereinbrechenden Phänomene aus einer, so scheint es, für uns anderen Welt verfolgen wir die ‚Ereignisse’ in Frankreich anhand jener medialen Darstellungen, die uns unser Recht lassen, Recht behalten zu haben. > Eva Schörkhuber
Der 2004 verliehene Nobelpreis für Literatur setzte die ausgezeichnete Autorin weltweit medial in Szene, gab der "Nestbeschmutzerin" als "unserer Elfi" gleichsam die verlorene Unschuld wieder und veranlasste Elfriede Jelinek dazu, sich zu zieren... Inwieweit sich allerdings die symbolische Wertschätzung der Autorin tatsächlich geändert hat, lässt sich, auch mehr als ein Jahr nach der Verleihung des Nobelpreises an Elfriede Jelinek, nicht genau feststellen. Pia Janke von der Universität Wien und Initiatorin des Elfriede Jelinek Forschungszentrums im Gespräch über den Nobelpreis als Medienphänomen und seine symbolische Bedeutung für Elfriede Jelinek > Eva Schörkhuber
Wenn es die sinn-haft nicht gäbe, … …müsste man sie erfinden: Eine vierteljährlich erscheinende "Zeitschrift zwischen Kulturwissenschaften", die sich dem "Wissenschaftsentertainment" verschrieben hat. > Eva Schörkhuber
FM5 sucht: Deine erlesenen Eindrücke jener allseits bekannten, in den meisten Bücherregalen beheimateten, jedoch kaum gelesenen Bücher, deren Vielseitigkeit sie einerseits sprichwörtlich macht, aufgrund derer sie andererseits selten tatsächlich beim Wort genommen werden. Auch gute Gründe, warum Vorsätze, Seiten eines bestimmten Buches aufzuschlagen, den Sätzen (bislang) verwaister Seiten lediglich vorangegangen sind und (noch) zu nichts geführt haben, interessieren uns an dieser Stelle. > Eva Schörkhuber
Kalt und berechnet in die Ausstellungshalle des MAK platziert: „Der Disziplinator“ und „Der Technokrat“. (Jeden Samstag freier Eintritt) > Eva Schörkhuber
Eigenwillig wendet sich eine Verstorbene an die Trauergemeinde, um noch einmal Aspekte ihres Lebens, die durch andere - hinterbliebene - Menschen verkörpert wurden, zu resümieren. Reden und Schweigen sind stockend, dann wieder ironisch, aber auch ehrlich und hilflos – Zweck des Hörspiels ist nicht Elemente der Lebensgeschichte der Verstorbenen zu entlarven, sondern zu enthüllen. Die Autorin scheint Facetten ihres eigenen Lebens durch die körperlose Stimme einer Verstorbenen verkörpern zu wollen. An dieser Stelle spricht Helga Schubert selbst: für sich und für ihren Text. > Eva Schörkhuber
„Was sagst du Nemeth? Die ZiB habe nicht mehr die gewohnte Qualität? Nemeth trink weniger Tee. Trinke Wodka. Wodka ist klar, befreit den Kopf von den Nebensächlichkeiten. Ein wahres, revolutionäres Getränk, es hilft dir in den Hintergrund zu treten. Berichten sie von einem Kalb, welches zweiköpfig geboren wurde, denke dir derweilen, was im Büro des Kanzlers abläuft. Zeigen sie Bilder von brennenden Wäldern, dann überlege was der Oppositionsführer noch sagen wollte, bevor er aus dem vorherigen Bericht herausgeschnitten worden ist. Trinke Wodka, Nemeth, nur der Wodka ist bereit dich immer wieder zu unterstützen!“ > Eva Schörkhuber
Niemand wagt den Sprung ins Leben. In die Unordnung des Lebens wird man geworfen, um sich so schnell wie möglich wieder daraus zurückzuziehen. Sich selbst in die Schranken weisen, um auf Erprobtes, Bewährtes zurückgreifen zu können. In die Fußstapfen Anderer hat sie zu treten, doch zu ausgetreten erscheint ihr der Weg. > Eva Schörkhuber
Blickt man aus gewisser zeitlicher und räumlicher Distanz auf die Geschichte der Zweiten Republik zurück, vermeint man jenes Schauspiel als Farce wieder zu erkennen, das man zuvor, bei näherer und weniger entrückter Betrachtung, als Tragödie aufgefasst hat. Als Beiträge eines engagierten Zeitgenossen nahmen Robert Menasses Österreich-Essays an der jüngeren Geschichte der Zweiten Republik teil, indem sie mit aufwühlendem Tiefblick jene Relikte aus rabenschwarzer und rostbrauner Vorzeit ans Tageslicht zerrten, derer sich von offizieller Seite her niemand annehmen wollte. Das Kapitel "Zweite Republik" ist, Robert Menasse zufolge, abgeschlossen, dem Weltgeist wurde die Tür gleichsam vor der Nase zugeknallt. Entgeistert kann man nun die Geschichte der Zweiten Republik anhand Menasses Gesammelter Essays - in ihrer komischen Tragik oder tragischen Komik - nachvollziehen. Aus wahrlich entrückter Position durfte ich dieses Drama inszenieren... > Eva Schörkhuber
Den Umständen entsprechend ist „richtiges“ Studieren an österreichischen Universitäten kaum mehr möglich. Doch statt auf gute Umstände zu warten, bin ich der Meinung, die Einstellung der Studenten sollte hinterfragt werden und sich ändern. Aber nicht anpassen. > Eva Schörkhuber
Fall für Fall führt Kirsten Küppers in ihren Gerichtsreportagen die jeweiligen Tat-Umstände vor Augen. Wie umständlich Rechtssprechung trotz eines vermeintlich eindeutigen Sachverhalts ist, erfährt der Leser, wenn er selbst - als Beobachter eines ihm unbeteiligt vorgeführten Szenarios - sich dabei ertappt, geneigt zu sein, dem einen oder anderen mutmaßlichen Täter Recht zu geben. Der plötzlich Einfall kleiner Beile, die tagtäglich auf Biegen und Brechen das Gute vom Bösen, das Richtige vom Falschen oder die Wahrheit von der Lüge trennen sollen, kann in diesem Sinne lediglich durch den einsichtigen Einfall verhindert werden, dass man sich selbst gerade jener kleinen Beile bedient, die man zumeist als die maßgebliche Ursache der Ungerechtigkeit der Welt betrachtet. > Eva Schörkhuber
Einsteigen in diese kleine, manchmal polemische und möglicher Weise nur lose Architekturrubrik aus der un-heimlichen Architekturhauptstadt Österreichs (Graz) möchte ich aus gegebenen Anlass mit einer Sache, die für die Architekten und vor allem für Städteplaner nicht unrelevant ist: die Sich-bemerkbar-Machung der nicht original französisch stämmigen Jugendlichen in den Banlieus, jenen „Vorstadt“ genannten Wohnmolochen, die eigentlich besser Nachstadt genannt werden sollten. > Eva Schörkhuber
Die durch den Terror der 90er Jahre bedingte Isolation Algeriens beschränkte den algerischen Kulturraum in zweierlei Hinsicht: kulturelle Kontakte zu anderen Ländern wurden abgebrochen, während algerische Künstler und Intellektuelle ins Exil gehen oder ihr Engagement mit ihrem Leben bezahlen mussten. Die Bemühungen der letzten Jahre, sich dieser Islolation zu entziehen, um den eigenen Kulturraum zu reaktivieren bzw. neu zu gestalten manifestieren sich u.a. in wieder häufiger auf dem Programm stehenden Theatervorstellungen. Auch Religion wird nun als konstitutiver Aspekt dieses Kulturraumes verstanden - und dient nicht mehr ausschließlich als ideologischer Vorwand, ein repressives System zu initiieren bzw. aufrechtzuerhalten. > Eva Schörkhuber
Einer Reise oder einer Rück-Reise entgegen zu fiebern ist für manche reizvoll und aufregend, für manch andere hingegen bedrückend und mit Stress verbunden. Mein Heimkehr-Fieber erweist sich als besonders heimtückisch und langwierig: trat es doch just in jenem Moment auf, in dem ich im Begriff war, Österreich wieder zu betreten. Vor meiner Abreise stimulierten viele mehr oder weniger Wohlmeinende mein Reisefieber, indem sie mir prophezeiten, dass ich bestimmt wieder froh sein werde, "zivilisiertes" Gebiet (damit meinten sie Österreich) zu betreten. Nun bin ich also wieder zurückgekehrt und anstatt Frohsinn über die wiedergewonnene "zivilisierte" Umgebung stellte sich eine Art Delirium ein, das mich an der Zuverlässigkeit meiner Sinne zweifeln lässt. Es bedarf wohl einer kurzen Krankengeschichte, um Ihnen - sehr geehrte heilkundige Leser - eine Diagnose dieses Zustandes zu ermöglichen. > Eva Schörkhuber
Ob ich über dieses Kino und die derzeit dort gezeigten Filme etwas schreiben will? Nein eigentlich nicht. Jetzt tu ich's aber dennoch. Schließlich müsst Ihr ja doch davon erfahren - und auch hingehen! > Eva Schörkhuber
... als Istanbul - oder: wofür "Istanbul" auf den Plakaten der Wiener FPÖ (als diese noch vereint stets rückwärtsgewandt eine "österreichische Zukunft" anstrebte) auch immer stehen mag. Ein vor-bildlicher Beweis, dass Wien in seiner Vielfalt mehr zu sagen hat, als Hans Christian Strache sich denken kann. > Eva Schörkhuber
Und repräsentiert jenes kleinhäuslerische Wohlbehagen, das seinen für sich beanspruchten Freiraum am liebsten mit bewährten, liebgewonnenen Gegenständen schmückt, die von Zeit zu Zeit insofern erneuert werden, als sie mit neuen Attributen verziert aufgepeppt erscheinen sollen. Das Neue Österreich als schlichte Ausstellung staatstragender Symbole. > Eva Schörkhuber
Er konnte sich an eine Zeit erinnern, als auch er blind vor Liebe gewesen war. Allerdings schien das in einem anderen Leben gewesen zu sein. Damals war die Welt noch in Ordnung. Zumindest für ihn. > Eva Schörkhuber
Nicht das große, sondern das alltägliche Los sind Tatsachen der Erzählung des Schweizer Schriftstellers Klaus Merz. Erzählt wird außerdem vom Loskommen und Loslassen sowie vom Loslassen und Loslegen nicht als Aufbruch, sondern als Aufbruch und Hingabe in einem. > Eva Schörkhuber
Seitenweise stapeln sie sich auf Schreibtischen, Nachtkästchen und Ohrensesseln: jene Texte, die jeder kennt, über die jeder spricht, die fast jeder besitzt und doch kaum jemand gelesen hat. Ihrem Titel nach zu Klassikern verschiedener Art verdammt, fristen diese Seiten ein verwaistes, gleichsam unerhört beredtes Dasein. Während der Sommermonate finden sich bestimmt genügend Gelegenheiten, sich deser Seitenwaisen anzunehmen: Berichte über die eigene Lektüre sind ebenso gefragt wie gute Begründungen dafür, warum gewisse Bücher - trotz aller erdenklich guten Vorsätze - (noch) nicht gelesen wurden. Ein Aufruf - zum Nachdenken über das Schicksal der Seitenwaisen. > Eva Schörkhuber
Warum mancherorts zügiges Vorankommen auf der Strecke bleibt und Mobilität so klasse ist. > Eva Schörkhuber
Wir helfen dir, bei der Bücherrecherche nicht lange im Dunklen zu stapfen, damit du schnell wieder in die Sonne kommst. > Eva Schörkhuber
In Algerien beginnt das Studienjahr offiziell Anfang Oktober. Doch (infra)strukturelle Schwierigkeiten und der am 15. Oktober beginnende Fastenmonat Ramadhan verzoegern den Beginn eines universitaeren Alltags. > Eva Schörkhuber
Wie sich die Haltung arabischer Länder diesen Präsidentschaftswahlen gegenüber gestaltete, schien a priori ziemlich klar: Dieser Wahl immense Bedeutung bemessend wird wohl das Ende der Ära W. Bush herbeigeseht werden. Aber... > Eva Schörkhuber
Manchmal ist es unerlässlich, Geschichte(n) zu erfahren, wenn man wissen möchte, warum man sich seine Packung Zigaretten bei einem Diplomingenieur für Informatik kauft und warum der öffentliche Transport in einer knapp drei Millionen Einwohner zählenden Stadt undurchsichtig koordiniert , dafür aber privatisiert ist - 50 Jahre nach Beginn der Algerischen Revolution. > Eva Schörkhuber
Der „vergessene Krieg“ hinterlässt einen vergessenen Ort - Reise an den westlichen Rand der algerischen Sahara, wo sich die Opfer jenes Konfliktes befinden, der an den Rand „erhabener weltweiter zeitgeschichtlicher Aktualität“ (Milan Kundera) verdrängt wurde. > Eva Schörkhuber
Mit dem Blick des Anderen das Eigene wahrnehmen: um denkbare Vor-Urteile konstatieren und in weiterer Folge dekonstruieren zu können - mit dieser Intention haben sich Germanistik-Studentinnen und Studenten des vierten Studienjahres an der Universität Oran (Algerien) auf den Weg gemacht, um Aspekte ihres Lebens- und Studienraumes auf andere Art und Weise wiederzuentdecken. Sowohl die Auswahl der Themen als auch deren Aufbereitung wurden seitens der Studentinnen und Studenten im Hinblick auf österreichische Leser durchgeführt. In diesem Sinn spiegelt die sich in der thematischen Konzeption der Berichte und Interviews manifestierende Reise durch Oran beides wider: österreichische Vor-Urteile Algerien gegenüber sowie algerische Vor-Urteile österreichischen Erwartungshaltungen gegenüber. Die Berichte und Interviews wurden großteils - aufgrund eines deutschsprachigen Zielpublikums - aus der algerischen Varietät des Arabischen übersetzt. > Eva Schörkhuber
Das Berlin von heute scheint seinen Bewohnern in mehrer Hinsicht viel Platz einzuräumen. Das Kunsthaus Tacheles im Zentrum der Stadt beherbergt unter seinem Dach ein hierzulande eher unbekanntes Konzept der freien Kunstszene. > Eva Schörkhuber
Ein Paar tränensackschwerer Augen blickt einer Fremden geradewegs ins Gesicht. Der Spiegel verzerrt die Gestalt Bild füllend ins Geschmackslose. Das Augenpaar haftet sich suchend ans Spiegelbild: Ein klammer Versuch, trüben Blicken die strahlenden Augen vergangener Tage abzuverlangen. > Eva Schörkhuber
Warum "der Text klüger ist als der Autor" und was Kassandras Rufe heute bedeuten - Robert Schindel über sein "Abschiedsdebut" "Kassandra" und über (un)umgänglichen Sprachgebrauch im eigenen Sinn, im Sinne junger Autoren und in der Auseinandersetzung mit der Geschichte von Täterländern > Eva Schörkhuber