2008-09-03 12:14:11
'Kreativ Karriere machen' lautet das Credo des music supporters, einem neuen Magazin für alle Musik-, Medien- und Designinteressierten. Der neue Stern am Medienhimmel.
Karriere machen – ein Ausdruck, der für viele Menschen einen negativen, bitteren Beigeschmack hat. Karriere machen heißt soviel wie über Leichen gehen, rücksichtslos seinen Weg nicht nur zu gehen, sondern zu laufen, gar trampeln. Oder vielleicht doch nicht? Kann man Karriere machen vielleicht auch, weil man das, was man tut, erstens gern und zweitens gut macht? Quasi Berufung statt Beruf? Vielleicht sollten wir das Wort Karriere wieder etwas positiver konnotieren. Seit kurzer Zeit gibt es nun ein Magazin, das sich auf kreative Weise mit dem Thema Karriere in Musik und Medien beschäftigt: Der music supporter, ein Projekt der music support group, die auch hinter der Deutsche POP steht - einer Akademie für die Musik und Medienbranche.
KREATIV KARRIERE MACHEN
Umfangreich ist das Themennangebot in diesem Hochglanzmagazin. Von Musik-, Management-, Tontechnik-, Fotografie- und Film- über Design- bis hin zu Kommunikations-Themen, wird eine Informationsvielfalt geboten, wie es in dieser Form nur selten zu sehen war. Die Artikel sind spannend und zugleich leicht verständlich aufbereitet und haben einen Praxisbezug, den man sonst nicht oft finden kann. Hier bekommt man als Leser nicht nur kleine Tipps und Tricks, nicht selten findet man auch Workshops, die beispielsweise zeigen, wie man mit Photoshop umgeht, Homepages bastelt oder Artikel schreibt. Auf den hinteren Seiten gibt es immer wieder Specials, in denen es auch mal über das rechtliche Know-how für Kreative gehen kann. Man kann durchaus behaupten, dass der music supporter ein Nachschlagewerk an Inspiration und Information ist, das dem Leser einen echten Mehrwert für die eigene Karriere bietet.
STYLE
Doch nicht nur der Inhalt überzeugt bei diesem Magazin, sondern auch die Verpackung. Das Thema Design ist nicht nur ein Ressort, sondern wird auch gelebt, denn hier gleicht optisch kein Artikel dem anderem. Die verschiedenen Layouts, Farben und Schriften lockern den music supporter auf und macht es zu einer Freude zu lesen. Für jedes Ressort ist anfänglich auch eine Doppelseite reserviert: links ein stylisches Bild und rechts ein treffendes Zitat mit der Themenübersicht der nächsten Seiten. Allgemein findet man hier sehr viele und große Bilder, verhältnismäßig dazu fast schon wenig Text.
Nichts im Leben ist perfekt
Und wie das Leben eben so spielt ist auch der music supporter nicht perfekt. Obwohl das ganze Magazin, das vier mal jährlich erscheint, sehr ambitioniert daherkommt, hapert es dann doch teilweise noch an der Umsetzung, so schleichen sich immer wieder kleiner Fehler ein: In der vierten Ausgabe etwa gibt es Teil 5 eines Workshops. Ausführlichere Recherche wäre manchmal wünschenswert, so heißt die Canon nicht D5 sondern 5D. Das Design ist zwar sehr schön, vor allem die Idee des Einzigartigen, allerdings wirken die Artikel durch die verschiedenen Schriften hie und da auch etwas überladen. Durch das vierteljährliche Erscheinen sind die Alben-Rezensionen leider auch etwas veraltet, besser sind hier zeitlose Interviews, von denen man auch genügend im Heft finden kann. Alles in Allem könnte es noch um eine Spur professioneller werden, allerdings steht das Magazin mit seinen 30 Mitarbeitern ja noch am Anfang und hat genug Zeit, sich zu verbessern.
Zum Kaufen gibt es den music supporter in Österreich leider noch
nicht, wer aber trotzdem daran interessiert ist, kann sich ein Abo
bestellen, hier werden auch Schüler- und Studentenabos angeboten.
AUS- UND EINBLICK INS HEFT NR. 4
Für Arnim Teutoburg-Weiß gibt es keinen besseren Job der Welt als Sänger der deutschen Punk-Rocker von den Beatsteaks zu sein. Ähnlich geht es auch den Rappern von K.I.Z. Für ihre Musik lassen sie sich gerne Tipps von Branchenprofis geben - ganz anders als die düstere Rock-Clique Tito & Tarantula, welche hauptsächlich auf das Bauchgefühl des Leadsängers Tito schwört. Singer/Songwriter Patrice hingegen vertraut auf Gott und macht seinen Erfolg an den „positive vibes“ fest. Im Bereich Tontechnik gibt der amtierende deutsche DJ Meister Rob Bankz kreative Einblicke in das Handwerk an den Plattenspielern. Dorian Gray Studiochef Gerhard Wölfle schreibt Tagebuch über Konstantin Weckers neueste Albumproduktion. Wer sich als Künstler erst noch profilieren muss, kann sich ein Beispiel an den deutschen Newcomern Jenson nehmen. Für wen ein Manager Sinn macht und worauf man bei der Auswahl achten sollte, steht ebenfalls im music supporter. Neben Tipps für das Schreiben einer spannenden Geschichte erfährt der Leser, wie leicht Medien manipuliert und für eigene Zwecke genutzt werden können. Außerdem kommen Handy-Game-Programmierer, Fotografen, Regisseure, TV-Redakteure und Designer zu Wort und geben Ihre Erfahrungen an den kreativen Nachwuchs weiter.
...Ich wollte immer eine Prinzessin sein, leider war nur mehr der Part der bösen Hexe frei....
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