2007-04-02 00:11:30
Das WUK in Wien ist nach 25 Jahren Kulturbetrieb noch keineswegs so etwas wie veranstaltungsmüde. Im Gegenteil: Ende Oktober und Anfang November werden sich im ehemaligen Fabrikgelände an der Währinger Straße unzählige Künstler aus dem In- und Ausland die Klinke in die Hand geben.
Das WUK in Wien ist nach 25 Jahren Kulturbetrieb noch keineswegs so etwas wie veranstaltungsmüde. Im Gegenteil: Ende Oktober und Anfang November werden sich im ehemaligen Fabrikgelände an der Währinger Straße unzählige Künstler aus dem In- und Ausland die Klinke in die Hand geben.
Das WUK gehört zur Wiener Kulturszene, wie die Butter auf’s Brot oder das Salz in die Suppe. Das eine wäre ohne das andere kaum vorstellbar oder schlichtweg langweilig. Für meinen Geschmack werden im WUK noch immer viel zu wenige Veranstaltungen der Extraklasse abgewickelt. Denn in Punkto Zentralität und Atmosphäre können nur wenige Kulturstätten dem WUK das Wasser reichen. In den nächsten Wochen kann man sich diesbezüglich aber nicht beschweren, weil dann nämlich beinahe täglich zur Sause gebeten wird.
Am 26. Oktober feiert der vom österreichischen Jugendradiosender FM4 ins Leben gerufene Soundpark sein 5-jähriges Bestehen mit einem Clash. Dabei werden auf zwei gegenüberliegenden Bühnen acht Bands aufeinander treffen: Fuzzman vs. The Staggers; Silicone Pumpgun vs. Zeebee; Waxolutionists vs. Mediengruppe Telekommander; I-Wolf vs. Attwenger. Diese werden dann im Ping-Pong verfahren um die Gunst des Publikums spielen. Weiters kann man sich an diesem Abend beim Indie-Austropop Karaoke noch selbst dem Publikum stellen. Begleitet werden diese Selbstdarstellungen von der überaus sympathischen Beautiful Kantine Band.

Diese beiden Herren von der Mediengruppe Telekommander treten beim Clash gegen die Waxolunionists an. Keine leichte Aufgabe.
Zwei Tage später, sprich am 27. Oktober, geht es dann ein wenig feinsinniger zur Sache, denn da kommt die aus rund dreizehn Musikern bestehende – nun ja – dem Pathos verschriebene Ansammlung rund um den zurzeit in Berlin lebenden Mastermind Joel Gibb in die ehemalige Lokomotivenfabrik an der Währinger Straße. Dieser Abend steht dann ganz im Zeichen des von den Hidden Cameras mit Emphase vorgetragenen Zuckerwatten-Pop, der sich Folk-Elementen bedient und inhaltlich die Licht- und Schattenseiten unserer Gesellschaft behandelt.

Sieben Blumenkinder der Hidden Cameras.
Der Abend am 11. November gehört dann ausschließlich dem deutschen Indiepop-Label Grand Hotel Van Cleef. Grund für diese Feierlichkeit ist der vor kurzem über die Bühne gegangene Vertriebspartner-Deal zwischen dem von Thees Uhlmann, Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff gegründeten Hamburger-Label und dem Major EMI. Auftreten werden dann natürlich auch Acts, die bei diesem Label beheimatet sind: Tomte, Kettcar und Pale. Eigentlich könnte jede Band dieses Line-Ups das WUK locker alleine ausverkaufen. Soll heißen: Ergreift die „Schönheit der Chance“, begebt euch zu den Vorverkaufsstellen und sichert euch Karten – schnell!

Pale machen sich bereits für den Auftritt im WUK fertig.
Rund 24 Stunden später wird dann ein gewisser Nick Oliveri mit seiner Band den Mondo Generators eine weitaus schärfere Gangart einlegen. Oliveri, seines Zeichens der ehemalige Bassist der diabolischen Wüstenrocker „Queens Of The Stone Age“, bekennender Ziegenbartträger und auch Liebhaber von Bewusstseins erweiternden Pflänzchen wird dann Gallensaft spucken und seine Wutausbrüchen mit zackigen Bassläufen in guter alter Punkrock-Manier freien Lauf lassen. Grund für den Besuch dieser vier Zornbinkel ist die Vorstellung ihres aktuellen Albums, welches programmatisch mit „Dead Planet: SonicSlowMotionTrails” betitelt wurde. Das Fegefeuer wird brennen… heißer als je zuvor.

Nick Oliveri und seine Mondo Generators.
Mein Leben befindet sich zurzeit in Bearbeitung. Ich bitte deshalb um etwas Geduld. Danke.
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