2011-10-06 02:23:14
56 Fotografen, 23 Länder, neun Kategorien, eine Ausstellung – World Press Photo 11. Noch bis zum 9. Oktober präsentiert die Galerie Westlicht die Gewinner des diesjährigen Fotopreises.
Zum zehnten Mal zeigt die Galerie Westlicht die
World Press Photo Ausstellung.
Einzelfotos und Serien aus dem vergangenen Jahr, die in den Bereichen
Sport, Politik, Kultur, Wissenschaft und Umwelt ausgezeichnet wurden. Ziel ist
es, den internationalen Fotojournalismus zu unterstützen. Prämierte
Arbeiten haben innerhalb des letzten Jahres aktuelles Geschehen
dokumentiert, das auf die eine oder andere Art und Weise für mediales
Aufsehen gesorgt hat.
Hinschauen statt wegsehen
Gegründet
im Jahre 1955 animiert die World
Press Photo Foundation bereits seit damals Fotografen und Journalisten aus aller Welt am
Wettbewerb teilzunehmen. Eine unabhängige, jährlich wechselnde Jury
entscheidet dann über die Vergabe des Preises, basierend sowohl auf
Nachrichtenwert als auch Kreativität. Wer eine rein ästhetische Ausstellung sucht, ist hier trotz kreativer Umsetzung der Themen fehl am Platz, denn World Press Photo ist direkt, eindringlich und zeigt schonungslos was sonst vielleicht
verborgen bliebe.
So sehen
wir Bilder von Straßenschlachten, Naturkatastrophen und
Einzelschicksalen, wie wir sie wahrscheinlich nicht kennen und die
die meisten wohl auch so nicht sehen wollen. Nichtsdestotrotz
(oder gerade deshalb) ist die Ausstellung von enormer Wichtigkeit.
Denn sie regt unweigerlich zum Nachdenken an und schockiert bewusst.
Sie schreit geradezu "Schaut hin und seht, wie es in der Welt
zugeht!". Sie zeigt Leid, Schmerz, Krankheit, und Not, die wir in
einer wohlbehüteten westlichen Welt kaum kennen.
Foto des
Jahres
Ein Bild zieht sofort die
Aufmerksamkeit auf sich – das Foto des Jahres der Südafrikanerin
Jodi Bieber. Ihr Bild zeigt eine junge Frau aus Afghanistan, Bibi
Aisha, der, nachdem sie ihren Mann verlassen hatte, Ohren und Nase
abgeschnitten wurden. Ein trauriges Porträt eines traurig
dreinblickenden Mädchens. Ein Foto, das für Aufregung sorgte und Diskussionen auslöste, als es vergangenen Sommer vom Cover des Times Magazine aus um die Welt ging.
Und das
ist nur eines von vielen Fotos, das eine bewegende Geschichte erzählt, um
uns auf anderer Leute Schicksal aufmerksam zu machen. World
Press Photo 11 ist keine Ausstellung für schwache Nerven, aber dennoch eine sehr
empfehlens- und sehenswerte. "Schau hin, wie es in unserer Welt
zugeht!"
World Press Photo 11
09.09.2011 - 09.10.2011
Westlicht, Westbahnstraße 40, 1070 Wien
Ja, ich finde dieses Foto repräsentiert mich sehr gut.
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