Powermess - das erste Album von Vortex Rex aka Ilias Dahimene ist da. Am 14. November 2005 spielte Vortex Rex als Support von The Gossip im Wiener Chelsea. Vor dem Konzert trafen wir Ilias Dahimene zu einem Gespräch über sein Soloprojekt und die neue österreichische Musik-Szene.
Soeben ist die erste Platte von Vortex Rex, aka Ilias Dahimene, auf Fettkakao Records herausgekommen. „Powermess“ ist trashig, punkig, low-fi und vor allem DIY. Im November letzten Jahres trafen wir ihn zu einem Gespräch über Musik, DIY und die österreichische Musikszene.
FM5: Wer ist „Vortex Rex“?
Also „Vortex Rex“ bin prinzipell nur ich. Das heißt ich nehm alle Sachen alleine auf. Ich mach das meistens bei irgendwelchen Bekannten im Studio und wenn ich live Gigs spiele dann entewder solo, was auch schon mal vorkommt, oder ich such mir irgendwelche Leute, wie jetzt zum Beispiel. Wir waren grad elf Tage auf Tour mit zwei Freunden von mir, den Supernaturalkids. Und die haben eben Plastikkübeln und Glockenspiel gespielt.
FM5: Du spielst eigentlich Bass und Schlagzeug, und bei Vortex Rex machst du jetzt alles selbst?
Genau beim Aufnehmen spiel ich eigentlich alles selbst. Aber Teile hab ich auch von wem anderen spielen lassen. Zum Beispiel der Rudi, der jetzt bei mir Kübel gespielt hat, hat die Melodika eingespielt für ein Lied.
FM5: Wie würdest du „Vortex Rex“ musikalisch beschreiben?
Die EP die jetzt draußen ist („Short Attention Span“ EP), die ist halt sehr, sagen wir mal, punklastig. So traditioneller Punk irgendwie aber eben auf Plastikkübeln gespielt, sehr trashig und low-fi. Teilweise sind auch eher so songwriter-mäßige Lieder dabei. Und mal schauen… ich möchte mich da nicht so festlegen. Ich glaub auch die Platte, die jetzt rauskommt, eben auch wieder auf Fettkakao, die wird glaub ich eher sehr ruhiger werden, aber auch eben ein bisschen noisiger. Wir haben in Stuttgart gespielt, vor drei Tagen, da sind zwei so ältere Herren zu uns hergekommen und haben gesagt: „Man merkt ihr hört Sonic Youth, aber nicht richtig!“
FM5: Du gibst ja unter anderem Sonic Youth, Beastie Boys, Angry Samoans als deine Einflüsse an. Sind das die Bands die du selbst gehört hast?
Ja genau. Und ich hör sie noch immer. Und eben, mal schauen, ich kann nicht ausschließen wie ich mich eben dann entwickle. Zum Beispiel jetzt, jetzt hab ich grad irgendso ein R’n B Lied geschrieben, keine Ahnung ob ich’s aufnehm und so… mal schauen. Aber allgemein, ich mag schon so im Ganzen die Low-Fi Schiene irgendwie mehr.
FM5: Du spielst ja in einigen Bands (Many men have tried, Go die big city!) und jetzt machst du quasi ein Ein-Mann Projekt. DIY statt Band. Warum?
Na es ist halt so, zum Beispiel wenn man mit anderen Leuten zusammenspielt, dann kann man seine Egoprojekte nicht ausleben. Ich frag jetzt einfach Leute, ich bin halt gern mit meinen Freunden unterwegs,…aber eine Band ist halt schon was fixeres, wo man sich teilweise nicht ausleben kann. DIY an sich ist im Prinzip auch das, womit ich aufgewachsen bin, weil ich komm halt auch aus dem Punkrock Eck, sag ich jetzt mal ganz pauschal, und da ist DIY auch sehr dominierend. Man kann eh nicht wirklich sagen, was es bedeutet. Sachen selber angehen, das tun eben andere Bands, die aus diesem Eck kommen auch. Das ist jetzt wahrscheinlich ein bisschen zu allgemein.
FM5: Wie bist du auf den Namen Vortex Rex gekommen?
Ja, das ist eine sehr spannende Geschichte. Ich hab ein Wörterbuch übersetzt mal als Job, und da hab ich den Begriff Vortex drinnen gefunden. Das war ein Wörterbuch für naturwissenschaftliche Fachbegriffe. Und dann hab ich gedacht „Ah das klingt gut und wenn ich Rex dranhänge klingt das irgendwie noch cooler.“ Aber es hat irgendwie keine Bedeutung.
FM5: Also geht es um die Phonetik?
Ja um die Phonetik und Vortex hat aber schon auch eine coole Bedeutung: Strudel. Der göttliche Strudel
FM5: Wie läuft der kreative Prozess bei dir ab? Wie sieht das aus, wenn du Musik machst?
Gute Frage. Ich denk das kann man eben auch nicht sagen. Zum Beispiel die Platte die jetzt draußen ist („Short Attention Span“ EP) ist sehr spontan. Da ist sehr viel im Studio entstanden. Das ist echt sehr viel, was davon spontan entstanden ist. Also ich hab echt nicht fertige Lieder gehabt, wie ich ins Studio gegangen bin. Für die Platte, die ich jetzt aufnehm, da hab ich eigentlich schon 7, 8 fertige Lieder, aber ein paar werden dort auch noch entstehen, sicher. Ich hab halt immer so Phasen, zum Beispiel eben wenn ich nix zu tun hab, dann sitz ich in der Zwischenzeit daheim und schreib Lieder. Aber jetzt grad, wo ich eigentlich nie Zeit hab zum Lieder schreiben… Halt irgendwie so…du kannst nicht ständig Lieder schreiben, das geht halt echt nicht. Zum Beispiel wenn ich Sachen so spontan mach, dann gefällt mir das dann meistens besser. Wenn ich irgendwo hingeh und weiß, ich muss was rausbringen demnächst, dann kann ich nicht so.
FM5: Also läuft bei dir alles spontan. Es überkommt dich, du setzt dich hin und schreibst einen Text?
Nein, Texte schreiben kommt bei mir immer ganz zum Schluss, eigentlich. Man kann sich das so vorstellen: ich bin in einer Situation, da muss ich schauen, dass ich irgendein Instrument dabei hab, weil das auch immer verschieden ist, und dann schau ich, was ich für Möglichkeiten hab, was ich mit dem Instrument machen kann, und dann schreib ich halt so Lieder, und dann denk ich mir im Kopf „Was könnt ich denn für Instrumente dazunehmen?“. Es ist eigentlich sehr magenmäßig, nicht so kopfgesteuert, das hört man wahrscheinlich eh. Das macht irgendwie Spaß, und es lässt irgendwie Platz frei für zukünftige Sachen, wenn man irgendwie anfangt und später sieht was rauskommt.
Texte mach ich eigentlich immer erst zum Schluss,… aber irgendwie, man kann das auch nicht so fix sagen. Manchmal hab ich nur so Textzeilen, die ich schon hab bevor das Lied fertig ist und dann bau ich die auch ein.
FM5: Wie wichtig ist dir der Text?
Ja sehr wichtig, eigentlich schon. Ich hab zwar bei der Platte („Short Attention Span“ EP) den jetzt nicht abgedruckt, aber eigentlich sind Texte schon wichtig. Aber ich hab den jetzt nicht abgedruckt, weil’s keinen Sinn machen würde.
FM5: Bist du mal auf die Idee gekommen, auf Deutsch zu singen?
Jaja, ich hab drüber nachgedacht. Aber irgendwie, die deutsche Sprache hat so eine eigene Lautmalerei, ich mag so bestimmte deutsche Hip Hop Sachen ziemlich gern, so Prolo Sachen, aber für mich passt das nicht, keine Ahnung… Ich glaub ich werd schon beim Englisch bleiben, weil ich mich da mehr wohler fühl. Weil du eh dauernd Englisch redest… Ich denke schon, dass ich doch sehr viel zu sagen hab, in meinen Texten, und deshalb ist mir das auch sehr wichtig… zum Beispiel auf der nächsten Platte.
FM5: Gibt es eine „Botschaft“?
So ein Text wie Poser,… vielleicht ist es auch einfach, dass manche Leute das nicht ernst nehmen können.
FM5: Wie persönlich sind die Texte?
Bis jetzt eigentlich gar nicht. Also, die sind überhaupt nicht autobiographisch, die sind einfach nur so… nicht ganz so ernst gemeinte Texte.
FM5: Würdest du sagen Vortex Rex bist wirklich du?
Schwer zu sagen. Natürlich ist das auch mein Produzent… von meinem Produzenten ziemlich stark beeinflusst, weil er einfach so viel Sachen macht, die man nicht beeinflussen kann. Oder eben live, natürlich sind da die Leute die live dabei sind. Das ist auch irgendwie beabsichtigt, und es geht auch drum, dass ich irgendwie eine gute Zeit hab, und Spaß hab und dass ich mit meinen Freunden,… und dass es mir gut geht.
FM5: Und Vortex Rex gibt es nun seit Jänner 2005?
Im Februar hab ich zum Aufnehmen angefangen. Oder im Jännner? Ja, Ende Jänner.
FM5: Wie lange gibt’s den Gedanken schon, so etwas zu machen?
Eigentlich nicht viel früher. Es war eigentlich ziemlich spontan. Mein Freund hat sich zu Haus das Studio eingerichtet, mehr oder weniger, und da hats die Möglichkeit gegeben, und ich hab mir dann gedacht „Ja, ich will mal was alleine machen. Und irgendwie hat der Andi dann sein Label gegründet, eben Fettkakao, und da konnt ich das eben rausbringen und so ist das irgendwie entstanden.
FM5: Und der Andi ist ein Freund von dir?
Ja. Ich mein, ich hab ja selber auch ein Label, und ich hab auch andere Sachen schon selber rausgebracht und jetzt ist es mir lieber es bringts jemand anderer raus. Mein Label heißt „Seayou“. Die Platte von der Band vom Rudi bring ich zum Beispiel raus, „Go die big city!“ heißt die Band.
FM5: Wie siehst du die österreichische Musikszene? Du hast grad von Freundschaft mit deinem Labelchef gesprochen? Läuft das zum größten Teil über Freundschaften?
Bei mir persönlich eigentlich schon. Dadurch, dass ich in einer gewissen Szene drin bin, kennt man auf dem musikalischen Bereich natürlich eh fast alle Leute. Also wenn man auf Konzerte geht, sind eh immer die gleichen Leute dort und dadurch kennt man sich in dem Bereich von der Szene natürlich schon von Haus aus. Also bei mir läufts halt so,… in der Szene hauptsächlich schon über Freundschaft. Also mir ist die Musik schon wichtig, ich mach das nicht nur zum Spaß, solche Sachen, aber es ist schon ein Hauptaspekt.
Ja, das ist sehr lustig, weil ich das grade auf Tour wieder sehr gemerkt hab… in Wien kommt mir vor, dass von der Musiklandschaft her alles sehr institutionalisiert ist. Es gibt ein, zwei Institutionen zum Beispiel, die sehr etabliert sind und die machen ihr Ding. Und dann gibt’s in Wien auch noch diese DIY Szene, die funktioniert ganz anders zum Beispiel wie in Deutschland. Na ja, es ist schwer zu sagen. Eben so,… wenn man ein Schlagwort nimmt, dieser ganze Alternative Bereich in Deutschland, dass der homogener ist, in Wien gibt’s da zum Beispiel die Alternative Szene und dann die DIY Szene noch drunter. In Deutschland ist das zum Beispiel mehr vermischt, was ich eigentlich ganz lustig finde, weil dann nicht alles so definitiv ist.
Aber das ist halt nur ein Eindruck davon, das sieht wer anderer sicher wieder anders.
FM5: „Österreich gilt als das Musikland schlechthin und wird in der Welt in erster Linie über die Musik definiert (Schlagwort „Musikland Österreich“). Erste Nachweise für Musik in Österreich finden sich in Knochenpfeifen aus der Altsteinzeit, […]“
Wie siehst du das „Musikland Österreich“ und deinen Platz darin?
Ja, ich mein, Österreich wird mal über einen bestimmten Bereich, nämlich der klassischen Musik, definiert, und wenn man sich österreichische Bands, die so im Mainstream-Pop-Bereich angesiedelt sind, anschaut, dann spielt das eigentlich fast keine große Rolle. Und,… na, ich mein du kannst jetzt da ewig diskutieren warum das so ist, keine Ahnung. Na zum einen gibt’s da den berühmten österreichischen Minderwertigkeitskomplex. Ich würd sagen, der spielt vielleicht eine Rolle. Und dann sind viele zu faul, weil wenn man eine Band macht, dann ist das schon sehr viel Arbeit, wenn man es gescheit machen will. Mir kommt vor, dass viele österreichische Bands im Proberaum sitzen und warten, bis irgendwas passiert mal, und die ein Konzert, das nicht so cool ist, nicht spielen wollen und so… Und als Band muss man halt irgendwie denk ich rausgehen und spielen, die ganze Zeit, oder eben aktiv irgendwas machen. Das ist mein Eindruck, daran scheiterts halt oft. Oder zum Beispiel wenn man sich Schweden anschaut, da ist einerseits zwar extreme Förderung da, von staatlicher Seite, aber die Bands sind da viel aktiver, die organisieren sich teilweise Touren selber.
Ich hab letztens ein Douglas Coupland Buch gelesen, ich weiß nicht mehr wie’s heißt, da geht’s um einen Typen, der fahrt so durch Europa und der denkt sich „Mann, die Europäer, die wollen alle nur Beamte werden.“ Das trifft besonders auf Österreich zu, find ich. Da merkt man halt,... so faul, nix riskieren, jeden Tag auf die Uni gehen, und solche Sachen…
FM5: Ein sicherer Lebensstil also.
Wenn man Musik auf einem bestimmten Niveau machen will, dann muss man halt viele Sachen aufgeben.
FM5: Was gibst du auf für die Musik?
Naja, bei mir ist es halt so, ich hab jetzt noch irgendwie einen Job, wo ich ziemlich frei entscheiden kann, wann ich arbeiten will. Also ich geh immer zwei Wochen arbeiten, und den Rest von der Zeit hab ich nur rein für Musik. Ich arbeite in der Albertina…seit einem Jahr und das ist eigentlich ziemlich super, weil ich praktisch auf Tour gehen kann, wann ich will und mir immer frei nehmen kann, mehr oder weniger.
FM5: Du hast über Vortex Rex gesagt: „Das ist kein Spaßprojekt“. Wie ernst ist es dir?
Naja, es ist schon ein sehr ernstes Ding! Na, das Zitat hab ich irgendwie geschrieben, weil, wenn wir live spielen, dann wirkt das natürlich immer ein bisschen lächerlich, wenn wir mit Plastikkübeln und so spielen,… und spielen nur zehn Minuten und machen halt Sachen,… Und dann fragen uns immer viele Leute, „Na, wollts ihr uns verarschen?“ oder so… Und ich hätt’s halt gerne, dass das als vollwertiges musikalisches Dings genommen wird. Und jetzt auf Tour war das halt ziemlich lustig, da haben wir ziemlich viele Sachen gehört.
FM5: Wie haben die Leute in Deutschland auf euch reagiert?
Ja, also eigentlich, die meisten haben ja gewusst auch worauf sie sich einlassen, das ist ja wahrscheinlich nicht so, als ob wir in Wien irgendwo unangekündigt spielen. Die einen packens überhaupt nicht und finden’s voll scheiße, und den anderen taugt das voll. Das find ich irgendwie ganz lustig.
FM5: Wie geht’s weiter mit Vortex Rex? Was ist geplant?
Ich werd jetzt nächste Woche hoffentlich anfangen, mit neuen Sachen aufnehmen, die ersten Spuren aufnehmen. Schauen, dass ich bis Ende Jänner damit fertig bin. Ende Februar vielleicht schon sogar erhältlich. Mal schauen, wie schnell es voran geht. Ich glaub eh, dass das Aufnehmen schneller geht, wie bei der EP, eben weil wir die Lieder schon fertig haben und so. Es ist geplant im Dezember Südeuropa und Osteuropa zu touren. Dann spiel ich 3, 4 Konzerte in England Anfang Februar. Und dann mal schauen, soweit hab ich noch gar nicht gedacht, aber ich würd gern so drei verschiedene Tourdurchgänge machen, und dann wieder aufnehmen. Mehr kann ich eh nicht machen.
FM5: Gibt’s irgendwas, das du noch gerne sagen möchstest?
Was ich vielleicht noch sagen möchte ist, dass ich es ziemlich cool finde, was gerade in Wien passiert. Weil es eben sehr viele neue Bands gibt, die mir voll taugen. Und eben aus allen möglichen Richtungen. Ich find zum Beispiel die neue TNT Jackson Platte ziemlich cool, und dann gibt’s so Hardcore Bands. Ich hab eben das Gefühl, dass sich das irgendwie verbreitert und eben dass die Bands nicht immer nur Abklatsch sind von irgendwie amerikanischen Bands oder so und irgendwie ernst genommen werden.
FM5: Würdest du sagen, es gibt jetzt eine richtige österreichische Szene?
Ich würd behaupten sie ist zumindest im Entstehen. Eben wie vorher gesagt, ich find’s total gut, dass die Clubs die Konzerte machen und mir kommt vor irgendwie da ist ein bisschen Aufbruchsstimmung gekommen. Dass es immer neue Labels gibt, die ganzen neuen Bands, die qualitativ find ich sehr hoch sind.
FM5: Liegt es vielleicht an äußeren Umständen, dass jetzt immer mehr kleine Labels gegründet werden?
Warum sind die amerikanischen Bands viel besser? Vielleicht ist das echt so, weil die das ernst nehmen. Wenn man da irgendwelche Theorien spinnen will…zurückführen auf die Situation dort, dass es eben nicht so Sicherheiten gibt, wie fixe Krankenversicherung und Arbeitslosengeld und ich denk mir bevor ich einen scheiß Job hab, mach ich halt Musik und einen scheiß Job hab ich damit ich das irgendwie finanzieren kann. Und dann gibt’s irgendwie so Leute, die behaupten, dass das alles mit der Globalisierung zu tun hat, dass sich die Zustände annähern und dass bei uns alle Sicherheiten wegfallen, vielleicht…?
Zum Beispiel für amerikanische Bands würd ich schon so sagen, dass es eben so ist, dass die Situation ganz anders ist, also aufgrund der Rahmenbedingungen sich die guten Bands mehren.
Aber wenn man sich Schweden anschaut, wo’s extrem viel mehr Sicherheiten gibt und dort trotzdem auch gute Bands rauskommen. Gute Bands, na ja, kann man auch diskutieren.
FM5: Glaubst du wird dann mit der Zeit auch mehr möglich für österreichische Bands, oder wie könnte es passieren, dass Bands auch über die Grenzen von Österreich rauskommen?
Das kommt eh schon ziemlich häufig vor, nur kriegen’s die Leute auch nicht mit. Die Infrastruktur ist halt noch nicht da, es gibt noch keine großen Booking Agenturen, eben Labels, ich mein, große Labels gibt’s schon, aber die promoten sie dann nur in Österreich. Zum Beispiel „Waxolutionists“. Die sind auf einem Major Label, werden aber nur in Österreich promotet.
FM5: Und die Konzerte die du in Deutschland gespielt hast?
Die hab ich selber gebucht. Ich buch auch noch für andere Bands, die befreundet sind mit mir. Bei mir funktioniert das so. Es funktioniert halt weil ich in dem DIY Netzwerk drinnen bin, und ich halt meine Leute kenn. Ich mein, ich mach jetzt seit 10 Jahren Konzerte fast und ich spiel seit 10 Jahren in Bands
FM5: Wo willst du hin mit Vortex Rex?
Ich weiß nicht. Ich will nur irgendwie Spaß haben, keine Ahnung. Für mich ist es natürlich persönlich schon was Besonderes, aber ich weiß nicht ob es für jemand anderen was Besonderes ist, das muss derjenige selbst entscheiden. Keine Ahnung. Ich mein, so Ansprüche wie neuartige Musik machen, die stell ich gar nicht, weil ich’s irgendwie blöd find, weil es gibt sowieso nix Neues, es hat noch nie was Neues gegeben. Ich mach einfach das, was mir Spaß macht. Nicht zu ernst nehmen. Aber doch auf einem Niveau betreiben, mit dem man zufrieden ist selber. Eben, es ist doch ein Ego-Projekt, eigentlich. Ich will halt einfach gern live spielen, weil’s mir Spaß macht, extrem, und weil ich gern Auto fahre.
Vortex Rex unterwegs:
14.Juli - Saarlouis (D), Juz
15.Juli - Stuttgart (D), Komma Esslingen
29.Juli - nahe Wien (A), Kleylehof
3. August - Innsbruck (A), Projekt Intervention Gastgarten
feel what you can't see
smell what you can't hear
sing what you can't tell
draw what you can't speak
dream what you can't think
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