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Von Ratten und Menschen

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Wenn Ratten besser kochen können als Menschen und der strengste Restaurantkritiker von Paris mit einem simplen Ratatouille beeindruckt wird, dann geschieht dies in Brad Birds und Jan Pinkavas neuestem Animationsfilm Ratatouille.

Feinschmecker gibt es auch im Reich der Ratten. Die Ratte Remy zählt zu diesem Schlag. Anstatt sich mit Abfall zufrieden zu geben und ständig in Angst vor Rattengift leben zu müssen, ernährt sich Remy nur vom Feinsten. Der beste Käse ist gerade gut genug. Gewürze werden aus der Küche einer nichts ahnenden alten Dame gestohlen.

Von Sternen und Hauben


Doch mit einem Mal ist das Vergnügen vorbei. Die unwissende Hausbesitzerin entdeckt Remy samt Bruder Emile und zückt die Flinte. Durch ein paar ungezielte Schüsse wird das gut versteckte Rattennest zerstört. Die Flucht gelingt nur knapp und Remy geht verloren.

Doch die kochbegeisterte Ratte gibt nicht auf. Mit Hilfe des Geistes des verstorbenen Gourmetkochs und Restaurantbesitzers Gusteau, den Remy anbetet, gelangt die Ratte in die Küche des mittlerweile heruntergekommen Nobelrestaurants „Gusteau“. Dort angekommen begegnet Remy dem Weisen Linguini, der dringend ein Talent zum Kochen braucht. Schnell entwickelt sich der junge Küchengehilfe zu einem kreativen Koch. Doch niemand weiß, dass der wirkliche Meister sich unter der Mütze Linguinis in Gestalt einer Ratte befindet.

Kritische Kritiker

Neben Köchen und Kreationen ist auch die Person des Kritikers im Metier rund um das Kochen wichtig. Diese Rolle wird in Ratatouille dem eiskalten Gourmetkritiker Anton Ego zugeschrieben. Ego ist ein hagerer, älterer  Mann mit blassem Gesicht, einer Brille, einer markanten Nase und einer Halbglatze. Ist die Zeichentrickfigur angelehnt an die „großen“ Kritiker von heute? Eine Kritik, so wundervoll sie auch geschrieben ist, kann über das (Über)Leben oder das Ende eines Restaurants, Theaterstücks, Films oder Menschen entscheiden. Wer nicht mit der Zeit mitgeht, sondern irgendwann stehen bleibt, mag zeitgemäße Werke nicht zu schätzen wissen. Dennoch scheint Anton Ego mit der Zeit gegangen zu sein. Was seine Lobeshymne auf Neoküchenchef Linguini erklärt.

Als der Computer den Bildern laufen lehrte


Ratatouille ist bereits der zweite Animationsfilm des Regisseurs Brad Bird. Auf den 2D Film Giganten aus dem All folgte der computeranimierte Klamauk Die Unglaublichen. Mit Ratatouille scheint Bird ein größeres Publikum ansprechen zu wollen. Die beiden Topics Tierfilm und Kochfilm regen das Interesse von Eltern und Kindern.

Leider folgen auf lustige Sequenzen oft sehr langatmige Passagen, die den Zuseher schnell langweilen können. Für Fans der Computeranimation ist Ratatouille dennoch ein Muss. Die Technik entwickelt sich rasant und schließlich will man ja auf dem neuesten Stand bleiben.

Kinostart in Österreich: 3. Oktober 2007

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AutorIn(nen)

Lena Fürnkranz

Lena Fürnkranz

We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)

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