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Vielleicht lieber morgen

2012-09-23 15:35:58

  • © http:// verleih.polyfilm.at
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Die Verfilmung von Stephen Chbosky's Kultbuch "The Perks Of Being A Wallflower" gibt es ab 01. November – nach ziemlich romangetreuem Drehbuch – im Kino zu sehen. In den Hauptrollen überzeugen Logan Lerman, Emma Watson und Ezra Miller.

Jeder kennt sie: Die alltäglichen Probleme, die als Teenager so auf einen zukommen. Vielleicht lieber morgen (The Perks Of Being A Wallflower) vereint diese nicht nur mit der Geschichte einer Freundschaft, sondern beschäftigt sich auch mit Themen wie sexuellem Missbrauch, Selbstmord und Drogenkonsum.

"And in that moment, I swear we were infinite." - Stephen Chbosky

Wir schreiben das Jahr 1991. In Briefen erzählt der introvertierte und psychisch angeschlagene Charlie - in seiner Kindheit stirbt seine ihm nahestehende Tante Helen bei einem Autounfall und einige Jahre später begeht sein bester Freund Selbstmord - einem unbekannten Brieffreund von seinen Erfahrungen des ersten Highschool-Jahres.
Anfangs steht er ohne Freunde da, ist ein Außenseiter. Sein Bruder ist auf dem College und seine große Schwester möchte in der Schule lieber nicht mit ihm als "Anhängsel" gesehen werden. Im Unterricht traut sich Charlie nicht sich zu melden, um vor den anderen nicht als Streber dazustehen. Sein Englisch-Lehrer erkennt trotzdem sein Interesse an Büchern und sein Talent zu schreiben und fördert ihn von da an. Doch Charlie möchte nicht nur mit einem Lehrer befreundet sein. Bei einem Footballspiel lernt er die Stiefgeschwister Sam und Patrick und durch sie schlussendlich deren Clique kennen. Es folgt die erste Party, die erste Erfahrung mit Drogen und der erste Kuss. Auch seine neugewonnen Freunde haben ihre Probleme im Leben. Sam muss ihren Notendurchschnitt verbessern, um aufs College zu können. Der homosexuelle Patrick hat einen Footballspieler zum Freund, der nicht öffentlich zur Beziehung steht. Charlie beobachtet alles genau, beginnt sich in die Gruppe einzufügen und langsam wie ein "typischer" Teenager zu leben.
"And in that moment, I swear we were infinite.", berichtet der Junge seinem Brieffreund über das Erlebnis einer Tunnelfahrt mit den lebensfrohen Stiefgeschwistern.
Er springt sogar als Ersatz bei der Aufführung von The Rocky Horror Picture Show, die seine Clique auf die Beine gestellt hat, ein. Natürlich verliebt sich auch Charlie in der Geschichte und entwickelt Gefühle für Sam, was sich allerdings auch nicht als ganz unkompliziert erweist.

Es könnte es alles so schön "normal" sein. Doch als der Junge eines Tages in der Cafeteria in eine Schlägerei gerät, hat er plötzlich ein Blackout und von da an kommen seine Flashbacks häufiger. Die Rückblenden im Film werden zahlreicher. Und plötzlich, nach Sam's Verabschiedung, wird ihm klar, dass er ein schlimmes Geheimnis mit sich herumschleppt und Charlie landet in einer Klinik, wo schlussendlich sein verdrängtes Kindheitstrauma herausbricht.

Fazit

Buchverfilmungen gehen oft in die Hose. Nicht so geschehen bei der Adaption von Stephen Chbosky's Roman The Perks Of Being A Wallflower. Der Autor des Buches hat nämlich nicht nur höchstpersönlich das Drehbuch geschrieben, sondern auch Regie geführt. Produziert wurde das Drama außerdem von Mr. Mudd Productions, die sich auch für den Erfolgsfilm Juno verantwortlich zeigen. Für die Hauptrolle wurde Logan Lerman (Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief) gecastet. In den weiteren Hauptrollen stehen ihm Ezra Miller (We Need To Talk About Kevin) und Emma Watson, die vielen Harry Potter Fans noch durch ihre Rolle als Hermione Granger bekannt ist, zur Seite.
Gedreht wurde der Streifen in Pittsburgh und Umgebung, beziehungsweise in Pennsylvania. Bis auf ein paar Nebengeschichten, die noch im Buch vorkommen, hält sich der Film sehr genau an das Buch. Song- (z.B."Asleep" von The Smiths) und Buchtitel (z.B. "To Kill A Mockingbird" von Harper Lee), die im Roman vorkommen, werden verwendet, ebenso Zitate und Schlüsselszenen (Fahrt durch den Tunnel).
Der Film wurde mit Feingefühl umgesetzt, wirkt aber keineswegs kitschig und auch die Darsteller verkörpern ihre Rollen überzeugend. Aufgrund des sehr amerikanischen Akzents des hauptsächlich aus den USA stammenden Cast, hört man die britischen Wurzeln von Emma Watson zwar hinaus, dennoch beweist sie, dass sie wandlungsfähig ist und nicht nur die Rolle der Hermione Granger spielen kann.

Titel: Vielleicht lieber morgen
Originaltitel: The Perks Of Being A Wallflower
Regie: Stephen Chbosky
Drehbuch: Stephen Chbosky
USA 2012, 106 Minuten
Filmstart in Österreich: 01. November 2012
Verleih: Polyfilm

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AutorInnen

Stephanie Ambros

Stephanie Ambros

"I’m just a kid with a song in my head, with your face in my heart.
What could be better than this?" (Broadway Calls)

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