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musik

Urban Art Forms Extended - Das Festival

2008-06-02 12:40:50

  • Stage UAF DnB
  • 1 Pendulum UAF
  • 2008 UAF
  • 2008 UAF
  • 2008 UAF Flitzer
  • 2008 UAF
  • 2008 UAF
  • 2raumwohnung 2008 UAF
  • 2008 UAF Rücken

Heringe einpacken, Gaskocher nicht vergessen, die Campingstühle, gekauft als Supersondersparangebot noch schnell irgendwie an den Rucksack geschnallt und dann ab nach Wiesen zum Urban Art Forms!

So und nicht anders, darf ein Freitag Morgen beginnen, wenn ein Festival für elektronische Musik das Wochenende beherrschen kann. Los! Ab auf die Autobahn und von der Abfahrt an werden mit den Autolautsprechern  die Erdbeerbauern darauf vorbereitet, was sie die nächsten zwei Tage zu erwarten haben werden.

BUM BUM BUM!

Rechtzeitig zu Moonbootica hat sich auch der Körper vom Schlafzelt hin zum Tanzzelt bewegt und sobald die ersten schrägen Töne die Ohrmuschel erreichen, fängt auch schon der Körper an die guten alten Callanetics Turnübungen im Takt wiederzugeben.

Elektro Elke, Drum and Base Dani oder doch Goa Gabi

Drei Stages, auf welchen man fast rund um die Uhr tanzen kann, machen es einem wieder einmal nicht leicht zu entscheiden, wo man zuerst seinen Schweiß verteilen möchte. Die einzig richtige Entscheidung: ÜBERALL! Die einzige Möglichkeit das zu schaffen: eine Zeitmaschine - vergessen einzupacken - ein Zauberschwein das die Zeit anhalten kann - auch vergessen einzupacken. Na dann also doch RENNEN!

… und dann stehen da auf einmal Pendulum

DnB mit Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Stimme. Über eine Stunde beeindruckt der erste Live-Auftritt welcher je auf dem europäischen Festland stattgefunden hat. Geschwächt sinke ich um 5 in der Früh in meinem Zelt zusammen und Träume von Tiefschwarz, Pat Mahoney und Konsorten.

Die Vögel machen Tekkno

Die Natur dreht am Tag zwei endgültig durch. Während hübsch anzusehende Menschen zu Lützenkirchen, Kosheen, Gus Gus und Dj Hell einfach den Dreck vom Campen mit Körperflüssigkeit beim Tanzen runterwaschen, krocht inzwischen die halbe Bewohnerschaft des umringenden Waldes und lässt die Hufe im Takt zucken.

“Timo Maas Ist eine Wundertüte!”

So ein Bekannter. “Er kann auflegen und er kann auflegen.” Leider regt er auf. Er hat offensichtlich nur eine einzige Cd mit, so klingt es jedenfalls. Da freuen sich die krochenden Rehe aus dem Wald. Ich gehe Kebab essen gemeinsam mit Elektro Elke.

- Fuck Sex Fuck Gender Fuck - Freie Liebe

2Raumwohnung Sängerin Inga Humpe brüllt zwischen Dj Hell und Digitalism noch mal schnell ein paar harmonische Songtexte in ihr Mikrofon, bezaubert die Menge und lässt ihren Schlagzeuger vom Publikum küssen, nur um sich dann einfach selbst eins der Mädchen  zu schnappen, um zu zeigen wie man eigentlich richtig küsst. Schön.

Bum Bum Bum - Bla

Was Timo Maas vergessen hat wieder mitzunehmen war leider seine Cd. Chris Liebing, glücklich darüber, weil er seine wohl überhaupt zu Hause gelassen hat, schmeißt sie einfach noch mal ins CompactDisc Lesegerät und beglückt mit Monotonie die Reste vom Schützenfest. Bis Murphy ihn endlich ablöst und den gleichen Tonträger einfach nochmals, allerdings mit doppelter Geschwindigkeit, abspielt.

Besonders begeistert darüber, lasse ich es gut sein und behalte dieses Festival als eine gelungene Mischung in Erinnerung. Die Tanzfläche ist noch voll, als ich um 6  in der Früh schlafen gehe. Das spricht für sich!

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AutorInnen

Marie Trappl

Marie Trappl

Fremdsprachenfreak, fanatische Globetrotterin, seriös diplomierte Philosophin

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