2008-03-21 21:57:47
Wut, Trauer, Schmerz, Zorn, Ärger: Von der heiligen Energie des Lebewesens Mensch.
Wir sind da, um zu leben, äh, lieben. Oder? Falls ein Beweis für diese These nötig werden sollte: Tut Leid, den hab ich nicht. Die Frage ist aber: Brauchen wir den? Ist das Leben nicht schön genug?
Die Welt ist so reich an Tätigkeiten: Erdbeben, Hochwasser, Hurrikans. Und die Menschheit erst! Also bitte, lassen wir uns den Planeten Erde nicht madig reden! Alles hat seine Daseinsberechtigung und seinen Sinn! Krieg? Gut für die Rüstungsindustrie.
Menschliches Massensterben? Sinnvoll, sonst gäbe es ja heuer noch die totale Überbevölkerung und mir würden schon drei Menschen auf den Zehen stehen.
Außerdem, ein Leben ohne Wut, Trauer, Schmerz, Zorn und Ärger wäre sehr fad. Das tät ich nicht wollen.
Abgesehen davon, vielleicht ist diese Art die beste mit der man durch das gnadenlose Leben fährt: Nicht einmal ignorieren! Sprich alles absichtlich übersehen, mit purer Absicht noch jedes so schreckliche Geschehnis verdrängen. Naturkatastrophe? Seh ich nicht!
Wahrlich ein gutes Konzept um dem Horror, der da draußen tagtäglich abläuft, zu entgehen, ohne bleibenden Schaden mitzunehmen. Nicht schlecht, oder? Könnte funktionieren, oder?
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
Newsfeed von Johannes Rausch abonnieren