2007-04-02 00:10:54
Wenn man nicht mehr weiß ob es fiktiv war oder nicht…
Der Kopf: tot. Die nicht mehr klar strukturierten und schon gar nicht mehr einzuordnenden Gedanken: tot. Der ganze Körper – außer der Bauch: lebendig! - : tot. Was sich, teilweise zumindest, wie ein Auszug einer Leichenbeschreibung liest, bedeutet in Wahrheit etwas anderes, das sich vom Zustand einer Leiche aber trotzdem nicht signifikant unterscheidet – die Nachwehen eines „flüssigen Abends“. Postalkoholische Leiden sozusagen. Aber weg mit dem selbstbemitleidenden Gesülze! Alkoholkonsum ist ohnehin hausgemacht – oder schon mal gesehen, wie sich ein Glas Wodka von selbst seinen Inhalt in den gierigen Rachen leert? Lösungsvorschläge dieser prekären Situation: Wenig(er) trinken? Gar nichts mehr trinken und sein Leben ständig im Trockenen zu verbingen; es quasi mit Lesen von Bukowski `schen Werken ausgleichen? Oder, noch radikaler: sich in das Stadium des nicht-mehr-Fortgehens bewegen? Eine Alkoholleiche muss sich über dieses Problem keinen schweren Kopf mehr machen. Es schwebt aber Hoffnung in der Luft: „The future looks much brigher than those bad yesterdays“ sangen die Audio Bullys in ihrem schönen Lied „Get myself on track“. Und: die weggesoffenen Gehirnzellen wachsen eh wieder nach. Oder wie war das nochmal?
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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