Freies Magazin FM5

Plattform für Kunst und Jugendkultur

ohne Nav

 

fokus

Tolkien goes Österreich

2008-09-03 16:28:26

  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • ÖTG Tolkien
  • Stadthalle ÖTG Tolkien
  • Stadthalle ÖTG Tolkien
  • spiel hütte ÖTG Tolkien
  • spiel hütte ÖTG Tolkien
  • spiel hütte ÖTG Tolkien

Baumkuschler, kostümierte Wahnsinnige mit Plastiköhrchen oder doch nur öde Pseudoliteraten und Freizeitsprachwissenschaftlern? Was macht eine Tolkiengesellschaft wirklich, wer sind diese Leute, muss man sich fürchten? Ein kleiner Einblick.

Wir schreiben das Jahr 2002, die Welt ist in Aufruhr, Der Herr der Ringe wurde verfilmt. Freak- und Nerdherzen auf der ganzen Welt schlagen höher, sie können endlich eines der weltgrößten Fantasyabenteuer auf der Kinoleinwand genießen.

Zur selben Zeit in Salzburg: Eine Gruppe von Menschen mit einer wichtigen Gemeinsamkeit - sie alle kennen und lieben Tolkiens Werk - beschließt, Österreichs erste Tolkiengesellschaft zu gründen. Am 20. September 2002 ist es offiziell, etwa einen Monat später wird der erste Vorstand gewählt. Die ÖTG wird als uneigennütziger Verein gegründet. Das bedeutet unter anderem, dass keines der Mitglieder Geld an der Vereinsarbeit verdient. Jeder Euro, der über die ÖTG eingenommen wird, kommt auch wieder der ÖTG und ihren Mitgliedern zugute.

Seit damals wächst die Gemeinschaft langsam, aber stetig. Es dauert ein bisschen bis die Nachricht in die anderen Bundesländer durchdringt. Mithilfe des Internets gelingt es aber schließlich ganz gut und 2003 gibt es bereits Stammtische in Linz, Innsbruck und Wien. Die Mitglieder der ÖTG sind ein äußerst gemischtes Völkchen, vom Schüler bis zur Pensionistin ist alles vertreten und das bei einer überschaubaren Größe von etwa 50 Mitgliedern. Altersunterschiede haben noch nie viel ausgemacht, das gemeinsame Interesse für Tolkien vereint. Regelmäßig trifft sich die kleine Gemeinschaft zum Lesen, Ideen austauschen und Diskutieren.

Hierbei bilden das Frühlingsfest Mereth Ethuil (bedeutet nichts anderes als 'Frühlingsfest') und das Herbstfest Lasse Lanta ('Blätterfall') die Höhepunkte. Bei beiden Festen gibt es Workshops zu verschiedensten Themen; das kann von literarischen Diskussionen zu Tolkiens und auch anderen (hauptsächlich Fantasy-) Werken, über Kreativworkshops, bis hin zum Ansetzen von Kräuter- und Fruchtlikören gehen. Fester Programmpunkt ist inzwischen auch das Bogenschießturnier, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Abends gibt es ein Lagerfeuer, Grillware und warmen Gewürzwein. Die Feste sind natürlich auch für Nicht-Mitglieder zugänglich und finden auf Burg Kreuzen bei Bad Kreuzen in Oberösterreich statt. Da die Burg von der ÖTG alleine gemietet wird, herrscht eine familiäre und angenehme Atmosphäre.
Seit zwei Jahren findet im Winter in der Hütte des Verlorenen Spiels (in elbischer Sprache Mar Vanwa Tyalièva genannt) statt, ein Wochenende ohne feste Programmpunkte, zum Zusammensitzen, Brettspiele und Ähnliches Spielen und um einfach Zeit gemeinsam zu verbringen. Jedes Jahr wird das Wochenende von einem anderen Bundesland ausgerichtet, heuer ist Wien an der Reihe. Die "Hütte" findet von 21.-23.11. im Mostviertel in St. Georgen am Reith statt.

Die ÖTG organisiert nicht nur ihre eigenen Feste und Treffen, sondern steht auch in Kontakt zu Tolkiengesellschaften in ganz Europa: Slowenien, Deutschland, Ungarn... Diverse Reisen zu den Treffen anderer Gesellschaften sowie zum Oxonmoot, dem jährlichen Treffen der britischen Tolkienisten, haben dazu beigetragen, wichtige Kontakte zu knüpfen und interessante Bekanntschaften zu machen.
Eine weitere Möglichkeit, die ÖTG zu treffen, bieten die bereits angesprochenen Stammtische. Sie finden monatlich in Salzburg, Wien, Linz, Graz und Innsbruck statt. Die Abende sind eigentlich dazu da, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Es wird gemeinsam gegessen, ein Bierchen getrunken und über alle möglichen Themen geplaudert.

Weiters gibt es auch regionale Leserunden. In Salzburg und Wien sind die Gruppen recht fleißig und beschränken sich keineswegs auf Tolkien, da wird von Gilgamesch bis Shakespeare alles durchgenommen.
Einige lesen nicht nur, sondern schreiben auch für den Halifirien, die Vereinszeitschrift. Sie erscheint dreimal jährlich und enthält Artikel zum Schwerpunkt Tolkien, aber auch Reiseberichte und Buchrezensionen sind darin abgedruckt, Rätsel und Rezepte. Die Redaktion gibt sich größte Mühe, in jeder Ausgabe spannende Themen zu bringen und den Halifirien attraktiv zu gestalten. Auf der Homepage kann man ein bisschen in die Inhalte hineinschnuppern. Die Internetplattform des Vereins bietet regelmäßig News, sowie ein Forum und reichlich Informationen über alle stattfindenden Aktivitäten.

Vielleicht ist der eine oder andere ja neugierig geworden. Im Forum kann man sich über die nächsten Stammtische informieren. Das nächste Lasse Lanta steht übrigens fast schon vor der Tür und findet vom 19. - 21. September auf der Burg Kreuzen statt, also genau eine Woche nach dem FM5-Fest.

Links


Printer Icon Creative Commons by-nc-nd - Some rights reserved



AutorInnen

Elisa Jiménez

Elisa Jiménez

Eine Wienerin, Tochter spanischer Eltern, die Freizeit auf Mittelalterfesten verbringend, bei meinen Freunden, bei der Österreichischen Tolkiengesellschaft, oder der eigenen Affinität für Serien nachgehend. Wohl als Freak oder Geek zu bezeichnen, das ist völlig in Ordnung!

Newsfeed Icon Newsfeed von Elisa Jiménez abonnieren


[kommentar verfassen]

Kommentare




 

09.01.2012
montre replique

Ms

Hongkongers are intrigued by property. But the art of anticipating when prices go up or down is not easy.
Albert Wong, managing director of replique mOtre, has found the wisdom of tai chi useful for spotting trends and making decisions - when used in conjunction with more modern scientific analysis.
"The highest level of strategic management is to do the right thing at the right time. If the timing is wrong, doing the right thing at the wrong time is no good," Wong says.
Wong explains that an essence of tai chi is the idea of yin (negative) and yan (positive) embodied in the tai chi symbol.
"Yin and yan also mean day and night, that are nature's equivalent to the 24 hours on a watch. When the world was created, there is day and night, that is already the measure of time."
Wong started practicing tai chi about 15 years ago, something he still does on a daily basis. He explains that the two poles of tai chi also mean action and rest, expansion and contraction. Just like night follows day, there is a time for expansion and a time for contraction--A Lange & Sohne replique.

[antworten]




 

Akustische Herzensbrecher im Stadtsaal

Neus Outfit gefällig?

Fast schon halb erwachsen - fm5 wurde 9

Switcheroo: Gib mir dein T-Shirt


Archiv  | Impressum | AGB | Gewinnspiel | Friends Shop