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This is the Zodiac speaking

2007-06-04 11:56:11

  • Zodiac Serienmörder
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  • Zodiac Serienmörder

Nach einer wahren Begebenheit erzählt David Fincher in seinem neuen Thriller vom Serienmörder Zodiac. Erwähnenswert ist dabei aber nicht der Inhalt, sondern eher die Umsetzung.

Der Film beginnt mit einem Mord. Zwei Jugendliche werden in ihrem Auto erschossen. Wer die Geschichte des „Zodiac“ bereits kennt, ist nicht überrascht. Nach einer wahren Begebenheit erzählt David Finchers neuester Thriller Zodiac über einen Serienmörder, der Ende der 60er Jahre in den USA Angst und Schrecken verbreitete. Im Großraum San Francisco beging er einen Mord nach dem anderen und schickte Briefe mit verschlüsselten Botschaften an Polizei und Presse, in welchen er weitere Morde ankündigte. Er selbst bezeichnete sich als „Zodiac“. Bis heute ist sein Fall ungelöst geblieben. Zwar gab es einen Hauptverdächtigen, doch die Beweismittel konnten ihn nicht überführen.

Uninteressante Vorlage 

David Fincher, der schon Sieben drehte, diesen Angst einflößenden, unvorhersehbar erschreckenden und genial inszenierten Film über einen irrsinnigen Mörder, hat sich hier eine eher uninteressante Vorlage ausgesucht. Denn so furchtbar die Taten von Serienmördern auch sein mögen, zu diesem hier ist nicht viel zu sagen. Er verschickte verschlüsselte Briefe, beging einige Morde, verschwand dann aber für lange Zeit von der Bildfläche. Was er hinterließ waren hauptsächlich Journalisten und Polizisten, die wie besessen nach seiner Identität forschten. So zum Beispiel Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal), der Karikaturist des San Francisco Chronicle, der seine Suche nach dem Mörder in zwei Romanen festhielt.

Die Geschichte dreier Männer 

Letztlich dreht sich der Film weniger um den berüchtigten Massenmörder, als um die Personen, die versuchen ihn aufzufinden. Dabei verfällt der Kriminal-Journalist Paul Avery (überzeugend verkörpert von Robert Downey Jr.) Drogen und Alkohol, Detective Dave Toschi (Mark Ruffalo) gibt irgendwann auf und Graysmith hält alles in seinen Büchern fest. Es geht also um die Geschichte dreier Männer, die auf verschiedene Art und Weise in den Fall „Zodiac“ involviert sind.

Umsetzung 

Interessant ist aber eigentlich weniger der Inhalt des Films als seine Umsetzung. Kostüme, Maske, Schnitt und Musik sind aufeinander abgestimmt, toll umgesetzt und geben dem Film eine besondere Note. Die gute Besetzung ist noch ein weiterer Punkt. David Fincher hat den unspektakulären Inhalt, wie so typisch für ihn, mit anderen Mitteln aufgewertet. Der Zuschauer macht eine Zeitreise, die Ende der 60er beginnt und in den 90ern endet. Einen Geniestreich àla Fight Club oder Sieben hat David Fincher mit Zodiac zwar nicht geschaffen, enttäuschend ist der Film aber auf keinen Fall.

Filmstart war der 1. Juni 2007.

Fotos: (c) 2007 Warner Bros. Ent.

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AutorInnen

Christa Minkin

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