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musik

The Frames zauberten eine Woge der Begeisterung ins Wiener WUK

2007-04-02 00:12:24

In ihrer irischen Heimat hat das Quintett bereits den Ruf als eine der besten Livebands erworben, nach ihrem Konzert im ausverkauften WUK wissen wir auch warum.

In ihrer irischen Heimat hat das Quintett bereits den Ruf als eine der besten Livebands erworben, nach ihrem Konzert im ausverkauften WUK wissen wir auch warum. Schon lange nicht mehr wurde eine Band so euphorisch vom Wiener Publikum beklatscht und bejubelt, wie die aus Dublin stammende Formation The Frames.
 
 
Zu verdanken ist dies vor allem dem rotgelockten Frontman Glen Hansard, der es wunderbar schafft, Gefühl, Charme und Witz miteinander zu verweben. Wenn er in einem Moment in eine seiner zutiefst melancholischen Kompositionen versinkt und mit zarter Stimme ins Mikro haucht, hüpft, zappelt und schreit er im nächsten Moment ekstatisch herum und sieht dabei aus, wie Pumuckl auf einem seltsamen Drogenkick. Und das tolle dabei ist: man nimmt ihm beide Seiten ab. Der charismatische Sänger/Gitarrist genoss jede Zeile, die das Publikum mitsingen konnte und war sichtlich hingerissen ob der Euphorie im knackevollen Konzertsaal. Was ihm sehr zu recht kam, denn sie seien am vorletzten Auftrittstag ihrer Europatournee schon ziemlich ausgelaugt, und – so der Bandleader ironisch – „je besser das Publikum drauf ist, desto weniger muss die Band beisteuern“.
 
 
 
Das Konzert folgt einer ähnlichen Dramaturgie wie die einzelnen Songs. Es plätschert erst einmal gemächlich dahin und spitzt sich langsam aber sicher zu einem dramatischen Höhepunkt zu. Neben Songs aus ihrem neuen, bereits 6. Album “The Cost”, wie „Falling Slowly“ oder „People Get Ready“, manifestiert sich “Pavement Tune” und die daraus entnommene, repetitive Textzeile “I want my life to make more sense” als einer dieser Höhepunkte.
 
Fotos: (c) Stephan Brueckler
 
Als das Hauptset beendet war und die Band das 1.Mal die Bühne verließ, rechnete ich noch mit den üblichen 2, 3 Zugabenummern. Dass es dann fast noch einmal so lang weitergehen würde, überraschte dann doch sehr. Und auch diese zweite Hälfte hatte noch so einige Besonderheiten auf Lager: u.a. ein Solostück des Violinisten, ein vom 2.Gitarristen wunderschön gesungenes Stück, die Gänsehautballade “Star Star” und der eigentliche Schlusspunkt, die Acappella/Fingerschnipp-Nummer „Deviltown“. Und so war ich vermutlich nicht der einzige, der fingerschnippend und den Refrain der letzten Nummer summend das WUK verließ.

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