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musik

The Cure - Live in Wien

2008-02-24 15:41:52

  • The Smith Robert cure
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The Cure gastierten im Rahmen ihrer Europa-Tour am 23. Februar 08 im ausverkauften Wiener Gasometer, und wussten ihren inzwischen als legendär geltenden Status als Band auch live würdevoll zu festigen.

Bis vor kurzem hätte man sich kaum vorstellen können, dass Robert Smith, sowie seine Kollegen Simon Gallup am Bass, Paul Stephen Thompson an der Gitarre und Jason Cooper am Schlagzeug, alsbald wieder auf österreichischen Bühnen stehen würden.
Die Band scheint wieder hungrig auf zahlreiche Livereaktionen zu sein.
Pech für all diejenigen, die keine Karten mehr ergattern konnten, denn so manch frecher Bursche verlangte vor der Halle schon mal das Doppelte für eine Konzertkarte.

Boys still don't cry


Seit Ende der 70er gibt es The Cure, die vorher unter dem Namen The Easy Cure fungierten.
Neben einigen personellen Umbesetzungen war und ist Robert Smith ganz klar der optische,  sicherlich auch etwas eigentümliche Leckerbissen, der mit seinen rot geschminkten Lippen, dunkel umrandeten Augen und der strubbelig toupierten Out of Bed-Frisur zur Gallionsfigur einer Szene wurde, mit der er selbst nicht so viel anfangen konnte.
Über die Jahre entstand so eine große Fanbase, sowohl in Gothic-Kreisen, bei New Wave-Fans, als auch bei Rockern und Radiohörern, denn auch die Charts konnten The Cure in der Vergangenheit das ein oder andere Mal knacken. Das äußerst gemischte Publikum spiegelte dies gut wieder.
Sowohl jung und alt, als auch geschminkte Goths und Normalos, sowie Robert Smith-Doppelgänger konnten unter den Fans gesichtet werden.
Die Stimmung war trotz Bedenken gut, neugierig und gespannt wartete man zuerst auf die Vorgruppe.
Als Support brillierten die britischen Post-Rocker 65daysofstatic, die ohne Gesang aber mit ihren wuchtigen, elektrisch aufgeladenen Klangkaskaden, teils heavy, teils weltentrückt, irgendwo in der Halle zu schweben schienen.
Dem Publikum hat es überraschend gefallen.
Überraschend vor allem deswegen, weil draußen vor der Halle die unsägliche Ö3-Luftburg stand, und man sich nicht sicher sein konnte, dass dem Otto-Normal-Hörer diese komplex aufbereitete Musik gefallen würde.
Kurz nach einundzwanzig Uhr wurde es schließlich noch einmal dunkel, die Bühne wurde in sattes Blau getaucht.
The Cure betraten jeweils nacheinander und unter tosendem Applaus die Bühne.

In rainbows

Das Bühnenbild begann sich sofort zu ändern. Eine ganze regenbogenartige Farbpalette an bunten Lichtern erstrahlte, so wie man es von einer Lightshow selten zu sehen bekam.
Obwohl The Cure für ihre trüb gefärbten Popsongs mit viel emotionalem Tiefgang berühmt berüchtigt sind, schien die Bühnenshow eine andere Seite der Band zu repräsentieren: Wärme, Schutz und Geborgenheit. Frenetisch wurden sie empfangen, und wie bereits von anderen Konzerten der derzeitigen Tour bekannt, spielte die Band satte drei Stunden, inklusive zwei Zugabeblöcken.
Leider schafften es nicht einmal The Cure, den Spannungsbogen über einhundertachtzig Minuten konstant aufrecht zu erhalten.
Weniger wäre hier wohl mehr gewesen.
Nichtsdestotrotz konnte die Band beigeistern, sowohl mit geliebten Klassikern wie Fascination Street oder A Forest, dem für Jubelschrei und wohligem Schauer sorgenden Lullaby oder dem himmlisch poppigen Just Like Heaven, aber auch Songs neueren Datums wie alt.end oder The End Of The World vom letzten regulären Album wurden gespielt.

Ob Robert Smith abseits der Bühne ein empfindliches Sensibelchen sein soll, wie die Security versicherte, lassen wir mal im Raum stehen.
Auf der Bühne jedenfalls stolzierte er wie ein wonniger Kauz, den man am liebsten in den Arm genommen hätte, und auf den sich alle Blicke einigen konnten.

Ein neues Album von The Cure soll in diesem Jahr folgen.

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AutorInnen

Daniel Gilic

Daniel Gilic

"Fill the air with poems, so thick
even bombs can't fall through."
(Peter Levitt)

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