2008-06-30 00:31:43
Wer sich um Probleme sorgt, die keine sind, könnte glücklich sein. Oder so. Vielleicht.
Dass die viel geliebte Eierspeis in unseren Breitengraden
nun immer öfter Rührei genannt wird, ist mir persönlich Blunz’n. Klar, als
aufgeklärter Azubi in Österreich tritt man natürlich für den Erhalt der eigenen
Sprache ein, gegen Anglizismen und bundesdeutsche Ausdrücke auf und die
Vertreter der High-Society mit Füßen.
Trotzdem verbringen manche Menschen Stunden, Tage, ja sogar
Jahre mit solchen Überlegungen. Eh gut, vielleicht. Aber dass sie auch ihre
Freunde, egal ob mit Samenstau im Stresszustand, oder mit blonden Haaren beim
Blumen pflanzen, zwanghaft zu genau den selben Überlegungen zwingen, ist doch
ein wenig zu viel. Man soll das Glück ja selber finden. Da würde mir der kleine
Asiate in dem Film mit Brad Pitt sicher zustimmen.
Sollte man jedoch eines Tages aufwachen und feststellen,
dass einem die eigene Mutter vorschreiben will, was man zur Hochzeit von R.
anziehen muss und man sich deshalb dazu gezwungen sieht einen Word-Battle, der sich
über vier Monate hinzieht, zu entfachen – dann ist man glücklich. Ohne Zweifel.
Aber abseits dieses Gedankens fragt man sich dann doch, ob man als Mann im
weißen Anzug der Braut tatsächlich die Show stehlen würde.
Man kann aber auch sinnvolleres bereden, wie die Menge der Anglizismen in diesem Artikel, oder wie war das nochmal während des Milchbauernstreiks? Wurde die Ringstraße tatsächlich von J.R.R. Tolkien geplant? Und wann hat die eine gesagt, dass man Kuchen essen soll, obwohl man einen Kühlschrank voller Brot zuhause hat?
Über die Innenpolitik zu reden ist ja sowieso langweilig.
Aber die Wahl zwischen schwarzem oder blauem Hemd, Ameisen im Kuchen oder in
den Augen, Blumen- oder Goldhauben-Briefmarkenmotiv, oder auf welche Art man
seine Eier haben will, damit kann man leben. Gut sogar. Unglaublich gut. Außer die
Eier werden getreten.
„Selig sind die...“, hätte good old J. gesagt.
...und ich wär' hier so gerne zu hause,
denn die Erde ist mein Lieblingsplanet.
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ich mag deinen kranken kopf und was so in ihm vorgeht.
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ich werte das als kompliment. :]
dankesehr.
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