2008-05-27 03:20:31
Andalusisches Pferdehaar streichelt im herbstlichen Frühlingswind das sterbende Mondschaf im Licht der aufgehenden Abendsonne. Und was halt sonst noch so passiert.
Wenn man gelassen und frei vom Druck der niederösterreichischen Gesellschaftsstruktur auf einer Wiener Prunkstraße flanierend justament einem feindlichen Journalistenpaar ausgeliefert ist, die einen wie aus der Pistole geschossen überfallen und um eine plötzliche Intuition zum Thema Spanien betteln, kann man auf dreierlei Arten reagieren.
Man könnte wie eine Horde andalusischer Pferde im Staub der mongolischen Wüste davongaloppieren und dabei ein Lautgedicht rezitieren. Der hohe Coolnes-Faktor dieses gewagten Manövers wäre aber im Laufe des weiteren Lebens wohl nicht sehr Gesundheits-fördernd und wenig zu ertragen.
Natürlich kann man sich auch stumm stellen und über Sommerlöcher, oder andere wetterbedingte Phänomene in der Stratosphäre reden. Was jedoch – und hier sei Vorsicht geboten – dann als Antwort gelten könnte und somit ein kulturell sehr ambitioniertes Land wie Spanien völlig aus den Angeln der boboisiert-europäischen Gemüter heben würde. Vermutlich.
Die dritte und wahrscheinlich naheliegendste Möglichkeit diesem Desaster würdevoll zu entgehen, ist es aber natürlich eine Antwort zu geben, die den beiden Informations-Dieben und all den anderen leichtlebigen Passanten für mindestens eine Millisekunde den Atem stocken lässt. Schlagfertig wie Heintje und dennoch subtil wie Ingeborg Bergmann, oder wie der Typ heißt.
Und sollte das alles nicht funktionieren, kann man immer noch den Zufall entscheiden lassen. Ja, eh klar: unheimlich fad, aber mit wenig Anstrengung verbunden. Denn als wäre es nicht schon genug, den Job der Kellnerin durch Teller-Schleppen erleichtern zu müssen, nein man muss ja auch noch mit dem Binnen-I kämpfen, denn.
Ich fahre jedenfalls nach Berlin, sagt das Lyrische-Ich und verkriecht sich kurz wieder. Ist zwar nicht in Spanien, aber westlicher als die EM allemal. Und wenn der nächste Tankwart wieder keine Ahnung hat, wo die mongolische Botschaft ist, fühle ich mich einmal mehr bestätigt.
Das Mondschaf.
...und ich wär' hier so gerne zu hause,
denn die Erde ist mein Lieblingsplanet.
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Viva Mondschaf!:)
Hallo Christian!
Danke für deinen witzig-spritzigen Text. "Ingeborg Bergmann, oder wie der Typ heißt!":)Haha!:)
Bitte unbedingt weitermachen,aber wie ich das sehe, kannst du ja gar nicht anders.Du musst schreiben,nicht wahr!?:)
Keep writing!:)
*Cheers,Nadias lyrisches Ich
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...
Hallo Nadia!
Herzlichen Dank. =)
Freut mich, dass du "mein Zeug" gerne liest. =)
Und du hast recht, es ist ein Zwang. Haha.
Liebe Grüße,
c.
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