…stand die Welt für die Teilnehmer des Fotoprojekts „Der eine Augenblick“ für einen Moment still. Am 4. März um Punkt 16 Uhr drückten ca. 150 Menschen von verschiedenen Erdteilen auf den Auslöser des eigenen Fotoapparats.
…stand die Welt für die Teilnehmer des Fotoprojekts „Der eine Augenblick“ für einen Moment still. Am 4. März um Punkt 16 Uhr drückten ca. 150 Menschen von verschiedenen Erdteilen auf den Auslöser des eigenen Fotoapparats. Daraus entstand ein einzigartiges Sammelsurium an Eindrücken von den verschiedensten Erdteilen. Die gesammelten Fotos sind nun auf der eigens eingerichteten Homepage abrufbar und zeigen eine neuartige Perspektive auf unseren Planeten und deren Bewohner.
An einem regnerischen Abend
Die Idee zu diesem kreativen Projekt kam der Fotografie-Studentin Karolina Doleviczenyi und dem Fotoassistenten Dominik Krolikowski an einem regnerischen Abend im November. Sie philosophierten über Fotografie, wofür sie steht und wie sie sich verändert hat. Schnell wurde den beiden klar, dass sich all deren Fragen zu einem Projekt zusammenfassen lassen: „Denn immer geht es um den einen Moment, in dem Ideen entstehen und vergehen - der für ewig bleibt, oder verrinnt, wie die Zeit.“
Ein Moment kann einzigartig oder unbedeutend sein, so die Initiatoren. Die Frage ist jedoch, ob man ihn bewusst erlebt: „In dem Moment, in dem man fotografiert, ist man an Belichtungszeiten und damit an das menschliche Zeitsystem gebunden.“
The Same but Different
Wie gut das Projekt funktioniert hat, zeigen die zahlreichen Einsendungen, die von fast allen Teilen der Welt bei den beiden Künstlern eingetrudelt sind. Darunter Fotos aus Australien, Afrika, USA, Asien und aus vielen europäischen Ländern. Während bei den einen die Sonne scheint, ist zum Beispiel in Australien schon Nacht, in Schottland regnet es. Manche Bilder zeigen Menschen bei verschiedensten Tätigkeiten, sich selbst, Freunde oder Familie, wieder andere präsentieren wunderschöne Landschaftseindrücke, Räumlichkeiten oder Tiere. Dies veranschaulicht bereits, wie vielfältig ein Augenblick erlebt werden kann, worauf man seine Aufmerksamkeit in einem Moment fokussieren kann und wie unterschiedlich dieselbe Minute überall auf der Welt erlebt wird.
Wer wissen will was am 4. März um Punkt 16 Uhr MEZ auf der Welt jenseits der Nachrichtenereignisse geschah bzw. welche subjektiven Eindrücke eingefangen wurden, schaut am besten auf die Homepage der Künstler. Aufgrund des großen Erfolges planen die Initiatoren planen sogar schon eine neue Aktion. Näheres dazu steht jedoch noch nicht fest. Zudem soll ein Bildband herausgebracht werden.