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Schule: Ort des Grauens?!

2007-04-02 00:10:46

Es gibt da diese Träume, die mir ein Elternteil – häufig der weibliche – alle paar Monate in den Raum schmeißt. Inhalt: Schule. Ein Bereich also, der wohl jedem menschliche Wesen über 40 – Midlife-crisis hin und her – nicht nur konfuse Nächte, sondern auch konfuse Tage bereitet. Ein Elaborat.

(c) Reinhard Winkler, 2005

Lesestoff, der spätestens bei der Matura konsumiert werden sollte... Bild (c) Reinhard Winkler, 2005

 

Es gibt da diese Träume, die mir ein Elternteil – häufig der weibliche – alle paar Monate in den Raum schmeißt. Inhalt: Schule. Ein Bereich also, der wohl jedem menschlichen Wesen über 40 – Midlife-crisis hin und her – nicht nur konfuse Nächte, sondern auch konfuse Tage bereitet.

Der Elan der Schule ist unbestritten. Dieses Thema polarisiert wie kein anderes. Nicht umsonst. Die Schule ist der Einschnitt des Lebens schlechthin. Nicht selten wird von der Schule des Lebens gesprochen, die mitunter dafür sorgt, uns sowohl zu bilden als auch (neue) Freunde kennen zu lernen und somit die (interne Schul-) Kommunikation anzuregen. Das sind die guten bzw. schönen Seiten der Schule. Dass durch das jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde Verbringen in einem Klassenzimmer das menschliche Gehirn nicht nur der Aufgaben jeder Art, sondern auch der psychologischen Gedanken wegen angestrengt wird, soll jedem klar sein. Durchschnittlich 6 Stunden, also 5 – an manchen Schulen auch 6 – Tage die Woche Bildung konsumieren – das klingt ja eh gut! Schon, aber die unter der Oberfläche liegenden Probleme sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden: Stress, Druck vonseiten der Eltern, Lehrer, Müdigkeit, Liebeskummer, schwerwiegende, außerschulische, private Probleme usw. sind Beleg dafür, dass Schule Geist und Körper täglich fordert. Keine Frage – Schule ist besser als (Kinder-) Arbeit und jeder Jugendliche muss heute froh sein, nicht wie damals als Sklave eingesetzt zu werden (in sehr vielen Ländern ist dies leider heute noch der Fall!)! Schrecklich wäre es meiner Meinung nach auch einen Hauslehrer vor die Nase gesetzt zu bekommen – simpel aus dem Grund, weil die Kommunikation mit Gleichaltrigen dadurch vielleicht (eher) verlernt werden würde. Außerdem: Wo blieben da die herzhaften Gespräche mit dem Banknachbar über die am Vorabend abgehaltene Party oder die Ex-Freundin, über gute Musik, das beste Buch des Lebens? Nein, das würde mir keine Minute Spaß bereiten!

 

Zu Idee werdender Gedanke

Doch trotzdem denke ich sehr oft über Alternativen im Schul-/Lehrbereich nach und stoße dabei immer auf denselben Gedanken: Wie wäre ein Unterricht komplett im Freien, was ein Museum auch nicht ausschließen würde?! Man bedenke: Sauerstoff ist für Geist und Seele immens notwendig und langweilig würde der Unterricht wohl erst nach längerer Zeit werden. Es käme natürlich – wie in jedem Bereich! – auf die Mixtur an! Jeden Tag unter demselben Baum, in derselben grünen Wiese, im selben Museum wäre definitiv nicht das Wahre! Aber: Das obligate Problem mit dem lästigen Schuhe ausziehen wäre gelöst, so wie auch der Dreck, der die Schulen heimsucht! Auch Schulbänke, -sessel, Klassenräume müssten nicht hundertmal gekauft werden! Alles wie es ist – solche Gedanken schießen einem (Schüler) in `s Hirn, wenn er unterbeschäftigt ist, also: Man kann zweierlei über die Schule denken – die Enkodierung muss jedoch fortgesetzt werden!

 

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AutorInnen

Johannes Rausch

Johannes Rausch

"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)

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