2007-04-02 00:10:47
Es ist Winter. Frau Holle hat gerufen. Während sich die einen in ihrem Unterschlupf namens „Zuhause“ auf den lang ersehnten Winterschlaf vorbereiten, indem sie Exorbitantes, aber auch Gewöhnliches lesetechnisch verschlingen und unendlich viele Kekse backen, wälzen sich die anderen noch genussvoll auf der weißen Decke und blicken dem Schneetreiben mit einem breiten Grinsen entgegen. Ein Gedicht probiert den Spagat.
Schnee Warme Stube Bücher werden gelesen Hauben Zarte Balladen Sektkorken Die opulenten Schneeflocken
Wärme
Tee
Gedärme
Kinder, auf ihren Schlitten
Eltern, mit ihren Spaziergängen
Schaukelpferde werden geritten
Chöre, frohlockend ihren Gesängen
Backpapier
Ketchup-Tube
Lautes Klavier
Schnee gefressen
Nacktheit auf den Gesäßen
Von Geldgier besessen
Winterschuhe
Nichts erlauben
Kecksetruhe
Vater beim Spiel ausgetrickst
Zettel voll von Geraden
Letzten Schweißtropfen ausgeschwitzt
Stimmung: gähnend
Tiramisutorten
Verwandtschaft: beschämend
Gigantische Anzahl von Geschenken
Dann noch stinkende Socken
Heuer, im Jahr des Gedenkens
Tischchen rücken
Lumpenpack
Schmerzen der Rücken
Bummm – die Katze ist aus dem Sack!
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
Newsfeed von Johannes Rausch abonnieren