2007-04-02 00:11:03
Ein Bericht über das Rock am Bach, das am Freitag, den 23. Juli, bereits zum dritten Mal in Neuhofen/Ybbs (NÖ) über die Bühne gegangen ist. Wer brav liest, kann auch was gewinnen!
Vorweg fällt es mir wahrlich nicht mehr allzu leicht, die verschiedenen Rock Festivals auseinander zu halten: Rock am Bach, Rock im Park, Rock am Ring, Rock im Tal, Rock im Dorf, Rock…?
Vergangenen Freitag handelte es sich um das - bereits oben erwähnte - Rock am Bach in Neuhofen/Ybbs (NÖ), das dieses Jahr bereits zum dritten Mal über die Bühne ging. Dabei handelt es sich um einen regionalen Höhepunkt, der sich dieses Jahr - außer zwei Ausnahmen - ganz der Nu Metal Szene gewidmet hat.
Kein Platz für sanfte Melodien...!
Der Bandreigen wurde von „Jonas Goldbaum“ eröffnet, die an diesem Tag so etwas wie die „Arschkarte“ gezogen hatten. Erstens war es unglaublich heiß, und zweitens viel zu früh, so dass sich zu dieser Zeit nur sehr wenige auf das Festivalgelände verirrt hatten. Mehr Publikum hätten sich die Jungs mit Sicherheit verdient! Aber wie heißt es so schön: Was nicht ist, kann ja noch werden…
Bei der nachfolgenden Band erweiterte sich meine persönliche Liste der Gruppen, die meiner Meinung nach allesamt bei dem Versuch gescheitert sind, einen musikalischen Highlight zu covern: nämlich um die Band „Kehin“.
Eingetragen haben sie sich mit einem Cover von „Rage Against The Machine“.
Der Rest des Auftrittes war bemüht und verleitete die „Masse“ zum Headbangen, das sie vom Sänger schulmäßig vorgeführt bekamen.
Als nächstes war ".sPout." an der Reihe, die so zu sagen Stammgäste auf dem Rock am Bach sind. Drittes Fest, dritter Auftritt. Das Konzert dieser „local heroes“ die mich sehr stark an „Limp Bizkit“ erinnert haben, war energiegeladen, so dass dem Publikum trotz warmen Temperaturen nichts anderes übrig blieb, als unaufhörlich zu springen. Schade war nur, dass die Lautstärkeregler zu weit nach oben geschoben wurden. Das tat dem Sound - und meinen Ohren - gar nicht gut.
Bei „Jugendstil“ war dann wieder weniger Getümmel vor der Bühne. Gespielt wurde in der bekannten Jugendstil-Manier und Sänger Pauli bestätigte erneut, dass er Talent zu einem Entertainer hat. Gebracht hat es leider nur wenig, denn die Leute wollten sich einfach nicht von den Bänken erheben. Da war wohl wieder das Bier wichtiger…!
Danach trieb "Julia" - druck- und kraftvoll - ihre schweren Gitarrenriffs durch die schwüle Nacht von Neuhofen/Ybbs. Sänger Koma brüllte die Vocals hinterher, so dass sich das Ganze zu einem musikalisch recht guten Paket zusammen schnürte. Das Publikum nahm dies zur Kenntnis und dankte es ihnen mit hastigen Kopfbewegungen und einem Meer voller Hände. An dieser Stelle sei erwähnt, dass „Julia“ Support für alle im Herbst stattfindenden Konzerte von "4Lyn" sein wird.
Die letzte Band des Abends war „4Lyn“. Diese aus Hamburg stammende Formation schaffte es mit ihrem neuen Album „Take It As A Compliment“ wieder nicht, die Musikrezensenten zu überzeugen. Im Gegenteil, sie ernteten erneut vernichtende Kritiken. Ergo war ich schon sehr gespannt auf ihren Auftritt.
Das Konzert war eine Mischung zwischen unglaubwürdig emotionaler Musik und harten, monoton wirkenden Gitarrenriffs, die mir allesamt bekannt vorkamen. Man kann der Band zu gute halten, dass sie sich auf der Bühne wirklich nichts schenken und versuchen, mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Aber so lange es „4Lyn“ nicht gelingt, dass sie sich von ihren amerikanischen Vorbildern freischwimmen, werden sie ständig hinter diesen hinterher kraulen. Denn es kann nicht genügen, wenn man versucht „Slipknot“, „Limp Bizkit“ oder "Korn" abzukupfern. Wo bleibt da die eigene Kreativität bzw. Identität?
Nach dem letzten Ton von "4Lyn" verließ ich das Gelände und überlies die alkoholgeschwängerte Menge ihrem eigenen Schicksal!
Das Gewinnspiel
Wer die richtige Antwort auf folgende Frage an marco@fm5.at schickt, kann eine Jonas Goldbaum CD gewinnen.
Die Frage: Wann und wo wurde die CD von Jonas Goldbaum präsentiert?
Mein Leben befindet sich zurzeit in Bearbeitung. Ich bitte deshalb um etwas Geduld. Danke.
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