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Queens Of The Stone Age - Live in Wien

2008-02-24 16:15:17

  • Queens Biffy Clyro
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme
  • Queens Josh Homme

Josh Homme und die live dargebotene Unanständigkeit. Im Zuge ihres im letzten Jahr erschienenen Albums 'Era Vulgaris' kamen die Queens Of The Stone Age erfreulicherweise wieder für ein Konzert nach Wien.

Bereits im letzten Jahr gab es einen Vorgeschmack der Wüstenköniginnen in der ausverkauften Arena zu bewundern.
Auch diesmal war die Location sold out, wobei die Band im Vorhinein ihrer Show am 21. Februar 08 im Gasometer mit einigen Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, allen voran Sänger und Mastermind Josh Homme, der stimmlich nicht in bester Verfassung war.
Man wusste nicht, ob seine Stimme den Abend heil überstehen und es nicht zu weiteren Komplikationen kommen würde.

Into the hollow

Alle Befürchtungen waren schließlich grundlos, die Probleme schienen beseitigt oder auskuriert.
Die in England inzwischen recht erfolgreichen Biffy Clyro kämpften als Support hingegen mit dem Sound, der laut, matschig und undifferenziert aus den Boxen kam, zudem sang Frontmann Simon Neil hörbar schief. Was war da los?
Skeptisch wurden sie begutachtet, einige Fans schienen sich trotzdem über ihr Dasein zu freuen, wobei andere die Gelegenheit nutzten, um ihre leeren Getränkebecher auf die Bühne zu werfen.
Neil war von dem alles andere als begeistert, es blieb aber zum Glück bei nur einem Becher, der auf seiner Schulter landete.
Zumindest gab es einige Songs des vielseitigen, im letzten Jahr erschienenen Albums Puzzle zu hören, und auch der Klang wurde mit der Zeit besser, und schien sich an die wilden Konturen des Trios gut anzupassen.
Die Umbauphase wusste hingegen mit anderen Kalibern aufzufahren. Kräne wie auf einer Baustelle wurden auf der Bühne entblößt, deren Ende untypisch aussehende Kronleuchter bildeten, die sich zu seltsamen Kraken abzuzweigen schienen.

Mit dem zähen Monsters In The Parasol begannen die Queens ihr Set.
Die gute Stimmung der Band übertrug sich sofort auf das Publikum, die Euphorie nahm stetig überhand.
Besonders Neuzugang Michael Shuman am Bass konnte den Blick auf sich lenken.
Dieser steht dem früheren Weirdo und Wirbelwind Nick Oliveri in Nichts nach, die Haare wurden durch die Luft gewirbelt, der Körper schien regelrecht mitzuvibrieren. Joey Castillo schlug kraftvoll und muskelbepackt, mit freiem Oberkörper versteht sich, auf sein Schlagzeug ein. Troy Van Leeuwen gab sich wie man es von ihm kennt, cool, lässig und unnahbar. Eine subtile Mafianote ging von seiner Präsenz aus.
Josh Homme, Angel und Drehpunkt im wechselreichen Bandkarussell, war hingegen in seinem Element.
Die Hüfte wurde geschwungen, das Bein polterte im Takt, und einer
Aufforderung zum Tanzen stand nichts mehr im Wege.
Homme forderte die Leute auf es ihm gleichzutun. Das anschließend dargebotene Misfit Love war mit seinem unwiderstehlichen Groove die perfekte Einladung und Gelegenheit dazu.
Weitere neue Songs wie das quietschfidele Turning Up The Screw, dass sich fast selbst überholende Sick, Sick, Sick oder die switchenden Melodien von 3’s & 7’s wurden ebenso wohlwollend aufgenommen wie Publikumsmagneten der Sorte Burn The Witch, Little Sister oder Go With The Flow. Das lässig gespielte Make It Wit Chu stieß an diesem Abend überraschend auf den größten Jubel.
Soundtechnisch war das Konzert nicht hundertprozentig optimal, aber doch einigermaßen gelungen.

Nikotin, Valium, Vikodin, Marihuana, Ecstasy und Alkohol? Diesmal nicht

Obligatorische Gassenhauer wie No One Knows oder politische Unkorrektheiten wie Feel Good Hit Of The Summer wurden diesmal leider ausgelassen und nicht berücksichtigt, für eine zweite Zugabe kamen die Queens nicht mehr auf die Bühne.

Eine Era Vulgaris konnten die Queens Of The Stone Age aber gekonnt heraufbeschwören.

 

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AutorInnen

Daniel Gilic

Daniel Gilic

"Fill the air with poems, so thick
even bombs can't fall through."
(Peter Levitt)

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