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musik

Picture on 2005

2007-04-02 00:10:15

Außerordentlicher Rock im Mekka des grenzenlosen Musik-Events - so lässt sich das Picture on-Festival in einem Satz zusammenfassen.

So, nun ist es vorbei. Alle fragen sich wie´s war. Ich kann euch leider nur von Samstag berichten, da es mir am Freitag nicht möglich war nach Bildein zu pilgern, Bildchen zu knipsen, dem Line-up zu lauschen und mich mit netten Menschen zu unterhalten. Als kleine Entschädigung kann ich euch aber sehr viel Interessantes, Positives, Negatives und Spannendes vom Samstag berichten. Auch was, oder?

Opener waren die Herrschaften von JAN feat. UDSSR die der, bis dato noch kleinen Menschenmenge, erstmal kräftige einzuheizen versuchten. Was angesichts der Wetterverhältnisse ja auch dringend nötig war, aber da es zwischendurch immer mal kurz regenete nicht ganz so einfach war. Trotz allem waren JAN feat. UDSSR aber sensationell hörenswert.

„Gegen das Übel dieser Welt – Rock´n´Roll und eine Prise Melancholie!“ – Begrüßt The Beautiful Kantine Band auf ihrer Webside die Besucher uns so lässt sich weitläufig auch ihre Musik beschreiben. Sehr ehrlich mit kräftigen Gitarrenriffs, exzellentem Schlagzeug und einem Einfluss aus den Fifties und Sixties.

Anschließend rockten meine Lieblinge Zeronic die Grenzen nieder. Das Wetter hielt und Zeronic präsentierte sich in neuem Gewand – nicht nur optisch, sondern auch was den Sound betrifft - und mit neuem Bassisten erstmals live on stage. Trotz einiger technischer Probleme und einem sehr steifen Publikum, dass sich dennoch rege vor der Bühne einfand, aber den Anschluss an die Band einfach nicht finden konnte, schmetterten sie einen Hit nach dem anderen in die Menge. Absolute Highlights waren jedoch „Images of girls“ und „Europe needs you“.

Ladánybene 27 aus Ungarn stellte ein sehr kontrastreiches Pendant zu den sehr vom Brit-Pop beeinflussten Zeronic dar. Ladánybene 27 versuchte trotz immer stärker werdendem Regen die Menge zum Tanzen zu bewegen und Sommerfeeling à la Patrice zu verbreiten – mit großem Erfolg.

Nach soviel Gegensätzlichkeiten legten die Veranstalter noch eins drauf: nämlich Liquido und Clawfinger. Ich will hierüber gar nicht allzu viele Worte verlieren, da es keine Lobeshymnen wären. Liquido kennt man ja noch aus dem Jahre Schnee als sie mit „Narcotic“ ihren bislang größten kommerziellen Hit hatten. Seitdem hat sich aber viel getan und die Band – ja wie soll ich sagen – ist einfach nicht zuordenbar. Für mich hatte es das ganze Set über den Anschein, als ob sie nicht wissen würden, ob sie eher härter klingen wollen oder doch eher nach leicht verträglichem, gut vermarktbarem Pop.

Wer mit Metall etwas anfangen kann ist bei Clawfinger definitiv richtig. Die Meinungen hierüber gegen aber weit auseinander – von „Clawfinger sind spitze!“ über „Sie waren mal besser!“ bis hin zu „Sie sind absolut schlecht!“ ist alles dabei – am besten man macht sich sein eigenes Bild.

Das Picture on ist ja weit über die Grenzen des Burgenlands hinaus für seine gemütliche Atmosphäre, seine Bars und den stressfreien Ablauf bekannt. Gleich neben der Kirche herrscht ein buntes Treiben. Es gibt keine Staus, keine Menschenmassen – einfach nur Gemütlichkeit, ein nettes Beisammensein um den mannigfachen Klängen aus den Boxen zu lauschen. Wem das noch nicht genug ist, der hat die Möglichkeit im Wasserpfeifenzelt mit Gleichgesinnten zu relaxen.

Summa summarum und totz des Intervallregens ist das Picture on einen Besuch wert gewesen. Mein Highlight des Abends  – und das kann ich eben nicht ganz wertfrei behaupten – war Zeronic. Aber jene, die sie gesehen, gehört und gefühlt haben, werden verstehen, wovon ich spreche.

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AutorInnen

Martin Aschauer

Martin Aschauer

Ich gehöre zu den Personen die von Anfang an dabei waren. In FM5 steckt nicht nur viel Zeit sondern auch ganz persönliches von mir. Im Moment habe ich mich ans Doktorat gemacht. Ich gehöre wohl zu den Personen, die nie Zeit haben...

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