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Not yet, Max

2008-11-14 15:50:42

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Marc Wahlberg verleiht einem gepeinigten Computerspielhelden in John Moores Max Payne menschliches Antlitz.

Max Payne darf nicht sterben. Frau tot, Kind tot, Max Payne wird zum wahrhaftigen Jäger im Drogendezernat. Zu verlieren hat er nun nichts mehr. Pathetisch sind die Szenen, in denen er um die verlorene Familie trauert, noch pathetischer sind jene, in denen er im grellen Himmelslicht zu Frau und Kind gehen möchte. Doch immer wieder wird er zurückgerufen. „Not yet, Max“, sagt eine weibliche Stimme. Mit dem Öffnen seiner Augen verliert sich Max’Weg zwischen Diesseits und Jenseits.

Der Held des Rockstar Games Klassikers Max Payne agiert im gleichnamigen Spiel als Held in der bösen Drogenszene. Die Großstadt ist düster und mächtig, das Böse überwiegt. So legt auch Regisseur John Moore seinen Max Payne an. Gigantische Hochhäuser, hochmoderne Waffen und apokalyptische Teufelswesen treiben ihr Unwesen in der Welt um Max Payne. Einzig der Schnee bietet einen scharfen Kontrast, erscheint in seinem reinen Weiß als ästhetisches Gegenmittel zum harten Underground.

Die Geschichte könnte einfacher nicht erzählt werden. Nach dem Mord an Frau und Kind sehnt sich der Held (Wahlberg) nach Vergeltung. Als dann noch der langjährige Berufspartner umgebracht und eine Frauenleiche, die Paynes Ausweis bei sich trägt, aufgefunden wird, beginnt das wahre Actionspektakel. Als schöne Frau an Max Seite agiert Mila Kunis.

Eine großartige Story und ein Übermaß an Schauspielkunst bietet John Moores Film nicht. Größtes Manko dieses Trash-Film noirs ist wahrscheinlich der unmotivierte Auftritt Olga Kurylenkos, hierzulande als neues Bondgirl bekannt.

Doch wer erwartet schon die Leistung von CharakterdarstellerInnen in Max Payne? Regisseur Moores Konzept ähnelt dem eines Pop-up-Bilderbuchs. Filmtechnisch am neuesten Stand bietet Max Payne ein wahres Feuerwerk an Special Effects. Max Payne - der Versuch ein Computerspiel zu vermenschlichen – ist zumindest technisch ausgereift geglückt.

Filmstart in Österreich: 20. November 2008

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AutorInnen

Lena Fürnkranz

Lena Fürnkranz

We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)

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