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Musik zum Mitnehmen. Der Club der anderen Art

2008-10-22 09:22:47

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Am 28.Oktober darf man wieder jungen, talentierten Nachwuchsbands lauschen. Diesmal stehen Kassiopeia, Kontrastprogramm und Rocquette auf der Bühne des Wiener Clubs B72. Für alle Musikliebhaber gibt es die Musik des Abends auch zum Mitnehmen, gratis.

Nicht zugehört. Soll ich es vielleicht einpacken?

Wer kennt das nicht? Irgendwann an einem schönen Musikabend muss man mal aufs stille Örtchen und just in diesem Moment hat man den besten Song des Abends verpasst. Oder man muss dringend weg, zur U-Bahn oder wo auch sonst immer hin, und verpasst - obwohl man das nicht wollte - doch ein paar Lieder einer Band. Beim Club Nolabel kann man sich die Musik auch einpacken lassen, bzw. raufpacken.

Alle Musikgenießer aufgepasst! Die Musik des Abends kann man beim Konzert gleich mitnehmen. Ganz einfach über das Handy - ohne Mehrwertnummer und ohne Internetverbindung. Die Lieder des Abends kann man sich also ganz einfach  zu Hause zu Ende oder einfach nochmal hören.

Acht Mall pro Saison gibt der Club Nolabel die Möglichkeit, zu hören und zu sehen was Österreich jenseits von Alteingesessenem musikalisch zu bieten hat. Dadurch können junge Bands ein größeres Publikum erreichen – das nicht nur potenzielle künftige Fans umfasst, sondern traditionell sind auch Fachleute aus der Musikszene anwesend, die auf Wunsch den Musikern ein Feedback gibt.

Im Wiener B72 unter den Gürtelbögen finden sich am Dienstag, den 28.Oktober, wieder Bands für jede Musikgeschmacks-Richtung.

Pushendes Sternbild: Kassiopeia

Am Nordhimmel umfasst das Sternenbild Kassiopeia fünf Hauptsterne, in Salzburg reichen dafür drei Musiker. „Orchestral funktional ausdifferenziertes, operativ geschlossenes Klang- bzw. Geräuschsystem“, heißt es in ihrem Pressetext. Ein verschrauber Satz, der aber an Sinn gewinnt, wenn man den Post-Stoner Burschen zuhört: Besser kann man sie eigentlich nicht beschreiben. Und einfacher ausgedrückt: Sie können gut und psychedelisch pushen. Begleitet wird ihre Musik durch Videoprojektionen und bietet audiovisuellen Genuss vom Feinsten. Als Einflüsse listen sie Colour Haze, Kyuss, Oceansize, Mogwai und Wolfmother.

Kein HipHop, kein Punk, kein Metal: Kontrastprogramm

Muhende Kühe, hartes Geschrammel, nervöse Bässe, und ansonsten irgendwas zwischen Attwenger und Nirvana. Eine witzige Mischung aus allen Musikstilen, die vor allem Spaß machen soll. Gesungen werden englische und deutsche Texte. „Wir sind weder Metal noch Punk, wir sind Kontrastprogramm!“ sagen die Wiener Musiker selbstbewusst. Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen HipHop-Formation aus Dresden.

Drei Männer und eine Barbie: Rocquette


Die vier-köpfige Band aus Niederösterreich hat schon verdammt viele Gigs hinter sich – kein Wunder, ihre Spezialität ist der Live-Auftritt in der klassischen Rock’n’Roll-Besetzung: Gitarre, Bass und Schlagzeug. Altbewährt und trotzdem gut. Singer- und Songschreiberin Barbie Hardrock ist zu Recht stolz auf ihre Mitsing-Lieder. Ist sie die neue Avril Lavigne aus Wiener Neudorf? Oder doch eher Shirley Manson von Garbage?

Club Nolabel

28.Oktober 2008, B72

Beginn: 21:00 Uhr

Eintritt: €4.  Im Gegenzug erhält jeder Gast beim Eintritt eine Club-Karte mit der man zu allen Folgeclubs gratis gehen kann. Genau genommen zahlt man also ca. 50 Cent.

Musikförderung der anderen Art


Der Club Nolabel wurde im Herbst 2007 von der Musikplattform nolabel.at in Zusammenarbeit mit dem Freien Magazin fm5.at initiiert. Im Mittelpunkt der achtteiligen Konzertreihe steht die Förderung: Einerseits von Auftrittsmöglichkeiten junger, unbekannter Bands – andererseits von Vernetzung innerhalb der Szene. An jedem Club Nolabel sind Fachleute aus der österreichischen Musiklandschaft anwesend, die den Bands professionelles Feedback geben, ohne sie dabei, wie bei herkömmlichen Bandwettbewerben, zu beurteilen.

 

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AutorInnen

Martin Aschauer

Martin Aschauer

Ich gehöre zu den Personen die von Anfang an dabei waren. In FM5 steckt nicht nur viel Zeit sondern auch ganz persönliches von mir. Im Moment habe ich mich ans Doktorat gemacht. Ich gehöre wohl zu den Personen, die nie Zeit haben...

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