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Mit Uschi auf Weltreise

2007-04-20 15:35:43

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Das wilde Leben der Uschi Obermaier hat es nun auch in Österreich in die Kinos geschafft. Unter der Regie von Achim Bornhak erzählt der Film die Geschichte der berühmten deutschen Ikone.

Sie kokste mit den Rolling Stones, kiffte mit den Mitgliedern der Kommune I, doch angefangen hat das Leben der Uschi Obermaier im tiefsten Bayern. Ein tristes Zimmer war Uschis Kinderstube, einzig die Musik half ihr, den langweiligen, staubigen Alltag zu überleben.

Der Drang nach Freiheit wird immer größer und durch Zufall gelangt Uschi (Natalia Avelon) in die Berliner Kommune I. Dort steht die viel begehrte Freiheit an der Tagesordnung.

Langhans, Jagger und Richards

Uschi wird zu einem begehrten Fotomodell. Die Beziehung mit dem Kommunarden Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer) scheitert, weil er ihr nicht genügend Freiheit lässt. Auch die Stones, vor allem Keith Richards (Alexander Scheer) können Uschis Tatendrang nicht befriedigen. 

Eine Reise um die Welt

Erst der Weltbummler Dieter Bockhorn (David Scheller) scheint es Uschi angetan zu haben. Er gibt für sie seinen Affen - ein Mitbringsel aus Afrika -  und seine frühere Geliebte auf und baut einen luxuriösen Reisebus, um Uschi die Welt zu zeigen.

Seine Redegewandtheit verhilft ihnen zu einer indischen Hochzeit im großen Stil. Mit Elefanten und Blasmusik (sie im Sari) findet eine Vermählung für ein Prinzenpaar statt. Ein Prinzenpaar waren die beiden auch, schließlich war Bockhorn damals der Prinz vom Kiez.

Nach einer Fehlgeburt beschließt Uschi, auf das Gründen einer Familie komplett zu verzichten, zumal ihr bereits die „inszenierte“ indische Hochzeit zu viel war. Doch das Paradies währt nicht ewig. Mit einem Schlag verliert Obermaier die zwei wichtigsten Männer ihres Lebens. Keith Richards heiratet und besucht sie ein letztes Mal in Mexiko. Der Besuch entzürnt Bockhorn so sehr, dass er einen fatalen Fehler macht.

Die Abbildung der Wirklichkeit

Das wilde Leben versucht nicht, das wahre Leben der Ikone der 1960er Jahre realitätsgetreu wiederzugeben, sondern ist vielmehr frei den Erinnerungen der Uschi Obermaier nachempfunden. Dennoch stellt sich die Frage, warum Natalia Avelon den halben Film lang nackt zu sehen ist. Auch der halboffene „sexy“ Mund wirkt nach einiger Zeit sehr übertrieben. Wie wild Uschi Obermaiers Leben nun wirklich war, darf der Zuseher nicht erfahren. Langatmige Sequenzen kommentieren zwar bestimmte Erlebnisse, allerdings wirken diese nicht sonderlich aufregend.

Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit der Darsteller mit den darzustellenden Figuren. Einzig Matthias Schweighöfer wirkt mit der blonden Afro-Perücke ein wenig zu inszeniert. Für die Rolle der Uschi Obermaier wurde ein Jahr lang gecastet. So wurde mit Natalie Avelon zumindest ein äußerliches Ebenbild der früheren Ikone gefunden. Auch nicht zu verachten ist der Soundtrack des Filmes. Natalie Avelon und Ville Valo singen eine Version des Nancy Sinatra und Lee Hazlewood Klassikers Summerwine. Der Rolling Stones Songs As tears go by wird von Sugarplum Fairy gesungen. Sänger Victor Norén ist übrigens in der Rolle des Mick Jagger zu sehen.

ab 27. April 2007 im Kino

Bilder: 2007 Warner Bros. Ent.

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AutorInnen

Lena Fürnkranz

Lena Fürnkranz

We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)

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