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Laufend Sprachen retten

2011-10-19 16:31:37

Menschen laufen aus unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel, um Sport zu treiben, um einfach mal abzuschalten oder auch, um eine Sprache zu retten. Um eine Sprache zu retten? Ja, das ist, was die Leute aus dem Baskenland machen. - Von Edurne Lazkano

„Korrika“ ist der Name des Staffellaufs für die Unterstützung des Baskischen, weil Baskisch während der Franco-Diktatur unterdrückt und verboten war und seitdem diese Sprache vom Aussterben bedroht ist (es wird heute von etwa 700.000 Leute gesprochen).

Das Ziel

So ist das Ziel des Laufs die Förderung dieser Sprache. Dazu organisiert die AEK (die Organisation für die Lehre der Erwachsenen) alle zwei Jahre einen Lauf, an dem nicht nur Institutionen, Vereine und Schulen teilnehmen können, sondern auch alle anderen, die sich einsetzen möchten. Jede Institution kauft einen Teil der Laufstrecke und das so gesammelte Geld wird für die Förderung und die Unterstützung des Baskischen verwendet, genauer gesagt, wird das Geld für die Sprachforschung und die Erstellung von Unterrichtsmaterialien verwendet. Außerdem investiert man es in die Vorbereitung von Lehrern, kulturelle Aktivitäten und Programme, die Erstellung und die Implementierung von Standardplänen für Firmen und Institutionen, und Sensibilisierungskampagnen.

Die Dauer und die Strecke

Der Staffellauf dauert mit Unterbrechungen 11 Tage und 10 Nächte (insgesamt mehr als 2.000 Kilometer) und durchquert das ganze Euskal Herria, das heiβt die drei Provinzen der autonomen Gemeinschaft Baskenland und Navarra in Spanien und Baja Navarra, Labort und Sola in Frankreich. Während des Laufs geht der Staffelstab, der innen einen Zettel enthält, reihum und wenn Korrika zu Ende geht, dann wird der Zettel von einer berühmten Person laut vorgelesen. Nach dem Rennen findet eine große Party mit Konzerten, Essen und guter Atmosphäre statt.

Die Situation der Sprache

Heutzutage hat sich die Situation des Baskischen zum Besseren verändert und Korrika wird auch in anderen Teilen der Welt gefeiert, wie zum Beispiel in London, Buenos Aires und Santiago de Chile. Das sind gute Nachrichten, denn niemand hätte gedacht, dass das Baskische so weit käme, dass Korrika in diesem Jahr zum ersten Mal sogar in Berlin gefeiert wird. 

In Berlin und in Spanien

Leider wird Korrika in Spanien auβerhalb des Baskenlandes nur in Barcelona und in Madrid gefeiert. Warum besteht so wenig Interesse? Gibt es zu wenig Information über die Bedeutung des sprachlichen Reichtums? Ist es eine Prestigesache? Könnte die politische Situation dafür verantwortlich sein? 

 

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AutorInnen

Universität Salamanca

Universität Salamanca

Muttersprache Spanisch, aber germanophil: Studierende der Universität Salamanca (Germanistik/Übersetzung) haben sich unter der Koordination der OeAD-Lektorin Romana Radlwimmer und der DAAD-Lektorin Alma Dreyer zu einer FM5-Auslandskorrespondez-Stelle zusammengeschlossen, um aus spanischer Perspektive über Aktuelles und Universelles zu berichten.

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