2009-04-29 19:42:28
My Bloody Valentine 3D ist ein Remake des gleichnamigen Slashers von 1981. Ein Special Feature ist die 3D-Version, die den Horror um einiges angreifbarer macht.
Slasher-Filme haben seit den 1960ern nachhaltige Einflüsse auf nächtliche Träume. Mike Mayers, Freddy Krüger oder Jason Vorhees feierten in diversen Remakes ihre Schlachtfeste. Und dann gibt es noch den Axtmörder Harry Warden. Protagonisten solcher Filme morden gerne an speziellen Tagen wie Halloween, oder gar Freitag, den Dreizehnten. Warden hat den Valentinstag für seine Killertaten ausgesucht, so auch in Patrick Lussiers My Bloody Valentine 3D.
Lasst das Massaker beginnen
Am Valentinstag vor zehn Jahre hat Mienenarbeiter Harry Warden das letzte Mal gewütet. Am Tag der Liebenden aus dem Koma erwacht, hat er das gesamte Krankenhaus der Kleinstadt Harmony geschlachtet. Das Massaker fand bei einer Teenagerparty an seinem ehemaligen Arbeitsplatz ein Ende. Tom Hanniger (Jensen Ackles), einer der Teenager, der Wardens Massaker überlebt hat, kehrt am Valentinstag in seine Heimatstadt zurück. Die Beziehung zu seiner Exfreundin Sarah (Jaime King) muss aufgearbeitet, die Mine des Vaters verkauft werden.
Doch der ruhige Besuch in der ehemaligen Heimatstadt artet aus. Sarahs Mann, der Sheriff Axel (Kerr Smith), sieht in Tom einen neu gewonnen Feind und auch der tot geglaubte Harry Warden stiftet Unruhe. Ein Opfer nach dem anderen findet seinen Tod unter Wardens Spitzhacke. Ein besonderes Special des Films ist, das Schlachtfest in 3D zu erleben, das mit Menschenherzen gefüllte Pralinenschachteln noch eine Spur realer wirken lässt.
Horror in einer neuen Dimension
Rein dramaturgisch unterscheidet sich Lussiers My Bloody Valentine 3D kaum von anderen Filmen seines Genres. Reichlich Blut, reichlich Maske und reichlich schreiende Jungfrauen versüßen das Intermezzo. Der Plot ist locker gehalten mit vorsehbaren Ereignissen, dennoch überrascht vor allem die Verwendung der Real-3D-Technik.
Wenn der Handstumpf des Mienenarbeiters rechts aus dem Bild ragt und das Blut langsam seine Wege gen Boden zieht, dann darf der Spaß am Slasher-Film richtig beginnen. Seiner Kreativität bei Tötungsszenerien hat Regisseur Lussier freien Raum gelassen. Denn die Spitzhacke kann erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie direkt aufs Publikum herunterprescht.
Filmstart am 21. Mai 2009
We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)
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