2008-10-09 13:43:45
Anathema sind am 28. Oktober in Wien zu Gast. Wer sich als Fan von progressiver, experimenteller Musik bezeichnet, sollte vorbeischauen.
Bands, die sich nie wandeln, sind eigentlich stinklangweilig.
Natürlich ist man als Fan manchmal misstrauisch und skeptisch, ob der neu eingeschlagene Weg auch der richtige ist.
Doch wer sich ständig und fortwährend wiederholt, langweilt schnell.
Die britische Formation Anathema gehört sicherlich nicht dazu.
(Ver)wandlungskünstler
Anathema ist eine Band, die sich stets in einem Zustand der Veränderung befindet.
Zu Verdanken ist das dem Gebrüdertrio Danny, Vincent und Jamie Cavanagh.
Zu Beginn ihrer Karriere Anfang der 90er forcierten sie ihre musikalischen Fähigkeiten, um die härtere Schiene zu praktizieren. Doom und Metal wurden zu der Zeit gespielt.
Mittlerweile und einige Alben später, passen sie nicht mehr in diese Schublade. Vielleicht trifft es der Begriff Art-Rock ganz gut, obwohl auch die Bezeichnung nicht ganz den wirklichen Stil beschreiben kann.
Der Weg dahin führte über Goth, Industrial-Anleihen und weitere experimentelle Felder.
Zuletzt waren sie als Support von Porcupine Tree bei uns zu sehen. Deren Mastermind und Frontmann, Steven Wilson, wird auch das nächste Album von Anathema produzieren.
Vor kurzem erschien mit Hindsight eine Art semi-akustisches "Überbrückungs-Album" mit älteren Songs, bevor der neue Longplayer, der derzeit den Namen Horizons trägt, endlich erscheinen wird.
Anathema sind im Oktober nun selbst auf Headliner-Tour. Vielleicht kommt man in den Genuss von gänzlich neuen Songs.
Auch mit wundervollen Coverversionen wie zum Beispiel Hurt darf man rechnen.
Anathema
28.10.2008
Szene Wien
VVK: €22 AK: €26
"Fill the air with poems, so thick
even bombs can't fall through."
(Peter Levitt)
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