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musik

Kontrollierte Todesangst

2007-04-02 00:11:16

Die aus dem New Yorker Underground stammenden Services sprengen auf ihrem Debütalbum "Your Desire Is My Job" jegliche musikalischen Fesseln.

Das Überschreiten von Grenzen und Sprengen von musikalischen Fesseln gehört zur Hauptaufgabe von Chris Pravdica und Trzten (nein, ich habe mich hier nicht verschrieben), die beide ihren Ursprung im Underground von New York haben. Ganz besonders Trzten ist in dieser Szene kein unbeschriebenes Blatt mehr, denn er ist unter anderem Eigentümer von Pinksock Records und hatte bereits bei anderen Projekten seine Finger im Spiel.

Dunkelheit und Angstschweiß 

Services heißt nun das neueste Projekt der beiden Teufelskerle. Auf dem Debütalbum, welches den klingenen Titel "Your Desire Is My Business" trägt, verbinden Rockelemente mit feinem elektronischen Geknister und Geknaster, und ziehen dieses Fragment noch durch eine mit viel Pfeffer angereicherte Harcore-Breakbeat-Suppe. Das Resultat ist nichts für Warmduscher oder Freunde der sanften Melodien. Services vermitteln Todesangst, Bedrohung und stählerne Härte, als würde man sich in einem der unsicheren Kohlekraftwerke in China befinden. Dort, wo die Maschinen schnaufen und es aus allen Löchern gefährlich dampft und jeden Moment die Gefahr besteht, für immer verschüttet zu werden. Dunkelheit und Angstschweiß beherrschen an diesen Orten das Geschehen. 


Services auf Urlaub.

Die rasante Stop and Go-Dynamik und der verzerrte, krächzende Sprechgesang bilden mit den Killer-Beats aus der Konserve die Basis. Darauf werden elektronische Schnörksel und maschinengewehrartige Gitarren-Riffs gelegt. Die 12 Songs von Services wirken, beieindrucken, verwirren und hinterlassen Spuren. Diese Musik mit etwas anderem zu vergleichen ist fast unmöglich - versuchen wir es trotzdem: Services klingen auf ihrem Debütalbum "Your Desire Is My Business" wie das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Ministry und Prodigy - oder so: Chris Pravdica und Trzten kotzen sich vor der Probe den musikalischen Einheitsbrei aus dem Leib und versuchen alles zu vergessen, was sie jemals gehört haben. Haben sie dies geschafft, werfen sie ihre Geräte an und spielen wie verrückt drauf los. Was dabei herauskommt ist Innovation am Rande des Wahnsinns: You, me, we: Killer Bees!

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AutorInnen

Marco Weise

Marco Weise

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