2007-04-02 00:10:49
Der Antizipation, es würde sich bei dem gleichnamigen Debütalbum der Bolzplatz Heroes um ein reines "Fußball trifft auf Musik"-Projekt handeln, wider: Eine Rezension ohne Fußballmetaphern, auch verständlich für all jene, dessen Augen nicht dem runden Leder nachjagen.
„We leave this serpentines right above our fixed aim” schreit Florian Weber, jener Mann, der bei einer nicht unbekannten Band namens Sportfreunde Stiller das Schlagzeug betätigt, anfangs ins Mikrofon. Wumms! Hat gerade jemand von „Aufgeben“ gesprochen? Wehe! Die nüchterne Interpretation dieses eröffnenden Verses soll nämlich heißen, „dass wir trotz diverser Hindernisse und Umwege unser Ziel direkt vor Augen haben und erst nach Verwirklichung unseres Vorhabens die Serpentinen verlassen, die manchmal unumgänglich sind. Ein Seitenhieb gegen alle Störenfriede, welche vor allem auch verbal Knüppel zwischen Beine schmeissen oder meinen, durch journalistisches Auftreten die genauen Intentionen eine Band analysieren zu können und müssen“, so Weber dazu.
Denn ähnlich wie mit dem Fußballspiel, dessen Aspekte oftmals in den Songtexten der Sportfreunde Stiller inhaltlich abgearbeitet wurden, verhält es sich mit Musik der härteren Art. Gleich zu Beginn weg: Das Hardcore-Projekt Bolzplatz Heroes unterscheidet sich ganz klar, sowohl was die Inhalte der Lieder als auch was die Marke der Musik betrifft, von den „Sportis“. Denn ist die letztere Band immer wieder für einige Discohits zum Mitsingen der Verständlichkeit wegen prädestiniert, so lässt sich nach einer Bestandsaufnahme über die Band behaupten, dass das gleichnamige Debütalbum der Bolzplatz Heroes anders zu betrachten ist. Bands wie Helmet müssen da wohl gleich als Vergleich herangezogen werden, was an der Sache, dass das Album durch innovative und vor allem tiefgründige Texte hervorsticht, nichts ändert. Überhaupt bei dem Lied „Solo Morasso“ – ein Stück, das, zumindest vordergründig, von Solo Morasso (mit Synonym: Dr. Tod), jener bösen Figur und Gegner des Geisterjägers John Sinclair aus der deutschen Romanserie „Geisterjäger John Sinclair“, handelt - wussten die Verfasser um deren symbolische Haltung Bescheid: „Es ist metaphorisch gesehen tatsächlich ein Rollenspiel, das wir zum Vergleich Gut und Böse heranziehen. Aber auch ein Ellbogenhieb gegen die Orthodoxie der verschiedenen Glaubensreligionen samt ihren hinterfragungswürdigen wahnsinnigen Rituale.“
Hart trifft auf weich Angeblich war es den Münchner Fußballfans erst nach Abstieg ihre Lieblinsvereins TSV 1860 München wieder möglich, den Samstag als reinen Probetag zu nützen – doch das ändert nichts an der Tatsache: „Aufgrund der Tatsache, dass wir sehr vielen (Haupt)Beschäftigungen nachgehen müssen, fiel das Proben immer schon der geringen Zeit zum Opfer. Aber eigentlich ändert sich nichts daran, ob man Samstag, Sonntag, Freitag oder sonst wann ins Stadion geht. Diese 90 Minuten fehlen.“ Doch keine Angst, die Hauptstadt des Weißwurstäquators war immer schon hart im Nehmen… Die Band rund um andere musikalische Größen wie Martin „Mäcki“ Messerschmied (Schlagzeug), Markus Schäfer (Gitarre, Gesang) und Jörg Weber (Analoger Bass und Sounds, Saxophon, Bassklarinette, Flöte; Bruder von Florian) schafft, so wird bei dem Album deutlich, eine eher rar gewordene Spezies: Hart gestimmte Gitarren treffen auf subtile Elektronik und Bläsersätze („spin“, „your picture“); wobei die Härte natürlich gewinnt. Auf die Frag, ob Florian Weber der einzige in der Band, der mit Hardcore-Musik verbunden ist, sei, antwortet er: „Im Grunde gibt es drei Gründer dieser Band. Wohingegen Jörg Jazzmusiker ist und seine Vorliebe für Albini-esken Bands hat, gehen Markus und Flo auch privat in härtere Klangwelten auf. Mäcki hat ja mit den ersten beiden Notwist-Platten selbst seht viel zum Thema "Hardcore aus Deutschland" beigetragen.“ Auch den ewigen Punkt Zeit, der jeden Musiker verfolgt, erörtert er. Angeblich war es den Münchner Fußballfans erst nach Abstieg ihre Lieblinsvereins TSV 1860 München wieder möglich, den Samstag als reinen Probetag zu nützen – doch das ändert nichts an der Tatsache: „Aufgrund der Tatsache, dass wir sehr viele (Haupt)Beschäftigungen nachgehen müssen, fiel das Proben immer schon der geringen Zeit zum Opfer. Aber eigentlich ändert sich daran nichts, ob man Samstag, Sonntag, Freitag oder sonst wann ins Stadion geht. Diese 90 Minuten fehlen.“ Doch keine Angst, die Hauptstadt des Weißwurstäquators war immer schon hart im Nehmen…
Fußball ist Hardcore ist Fußball 
Foto: www.theatron.de
Die Band rund um andere musikalische Größen wie Martin „Mäcki“ Messerschmied (Schlagzeug), Markus Schäfer (Gitarre, Gesang) und Jörg Weber (Analoger Bass und Sounds, Saxophon, Bassklarinette, Flöte; Bruder von Florian) schafft, so wird bei dem Album deutlich, eine eher rar gewordene Spezies: Hart gestimmte Gitarren treffen auf subtile Elektronik und Bläsersätze („spin“, „your picture“); wobei die Härte natürlich gewinnt. Auf die Frage, ob Florian Weber der einzige in der Band ist, der sich mit Hardcore-Musik verbunden fühlt, antwortet er: „Im Grunde gibt es drei Gründer dieser Band. Wohingegen Jörg Jazzmusiker ist und seine Vorliebe für Albini-esken Bands hat, gehen Markus und Flo auch privat in härtere Klangwelten auf. Mäcki hat ja mit den ersten beiden Notwist-Platten selbst sehr viel zum Thema "Hardcore aus Deutschland" beigetragen.“
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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