2009-11-11 09:58:33
Short Reviews: Kent - Röd Hohe Kunst aus dem hohen Norden.
Kent. Als ich zum ersten Mal das neue Album in meinen CD Player einlegte, habe ich doch mal verwundert zum Player gesehen, ob dieser doch nicht ungewollt auf Radio Vatikan umgeschalten hat. Denn die erste Nummer "18:29-4" entsprach doch Kirchenglockenläute und Orgelmusik, dem Anschein nach Gläubige, welche wollbrünstig Glaubensbekenntnisse trällerten, schwenkte dann aber gleich auf vertraute Kent Klänge um.
Generell sind in Röd mehr Synthies eingebaut als in den vergangenen Veröffentlichungen, doch sie haben den Mittelweg zwischen Mainstream und Indie-Underground in diesem Release recht gut geschafft. Die Übergänge zwischen den Tracks sind fabelhaft gelöst und feine Einlagen von Streichern lockern das Produkt auf.
Das Album ist ganzheitlich in Schwedisch gehalten, und verwundern tut dies nicht wirklich - schließlich waren die Versuche von Kent in der Vergangenheit sich international, auch durch englischsprachige Songs, zu profilieren eher gescheitert. Macht nichts, so haben Kent doch in ihrem Heimatland tausende von Fans welche zu ihren Konzerten pilgern und sie verehren.
Vielleicht ist das Nicht-Verständnis der Sprache der Grund warum mich das Album etwas an Sigur Rós erinnert, oder anders formuliert: Würde Sigur Rós in diesem Genre ein Album veröffentlichen, wäre ich mir recht sicher es würde an Röd sehr nahe kommen.
Empfehlenswert? Durchaus!
Doch leider wird das gut produzierte Album mangels innovativen Klangeigenschaften nach mehrmaligen durchhören recht eintönig.
Tracklist:
1. 18:29-4
2. TAXMANNEN
3. KROSSA
4. HJÄRTA
5. SJUKHUS
6. VALS FÖR SATAN
7. IDIOTER
8. SVARTA LINJER
9. ENSAMHETEN
10. TÖNTARNA
11. DET FINNS INGA ORD
Released bei Sony Music
Möchtegern-Idealist-Haber.
Musik-Gern-Haber.
Verschlafene-Sonntage-Gern-Haber.
Schnee-Stapfen-Knirschen-Gern-Haber
Cider-B52-Velko-Gern-Trinker.
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