2007-12-15 14:55:51
Wie Til Schweiger durch Nora Tschirner vom arroganten Frauenschwarm zum führsorglichen Kindergärtner wird und warum der Film trotzdem sehenswert ist....
Der Boulevard ist sein Revier: Reporter Ludo (Til Schweiger) ist mit Paparazzo Moritz (Matthias Schweighöfer) ständig auf der Jagd nach Stars, Starlets und Boxenludern. Manchmal glaubt er sogar selbst an die Storys, die er verzapft - und eines Tages geht das ins Auge: Die Richterin brummt ihm 300 soziale Arbeitsstunden in einem Kinderhort auf.
Dort herrscht Anna (Nora Tschirner), die den Schwerenöter Ludo schon als Kind nicht ausstehen konnte - Ludo muss also barfuß durch die Hölle. Zwischen Klatschspalten und Klettergerüsten entdeckt er sich selbst - es ist der Knüller seines Lebens …
Seichte Unterhaltung – trotzdem sehenswert
Mit einer typischen Story für deutsche Filme präsentiert Til Schweiger sein neuestes Werk bei dem er sowohl vor als auch hinter der Kamera agiert. Der Protagonist Ludo, ein Arschloch wie er im Buche steht – warum sind die Arschlöcher im Film eigentlich so oft aus der Medienbranche? – trifft auf das „hässliche Entlein“ Anna. Aus Hass wird schnell Freundschaft, ja sogar Liebe. Mit Hilfe von Anna wird Ludo vom rücksichtslosen Journalisten zum liebevollen und einfühlsamen Kindergärtner.
Bei KeinOhrHasen handelt es sich zwar um keinen außergewöhnlichen Streifen, sehenswert ist er allerdings trotzdem. Eine meist lange Brennweite beim Dreh sorgt für schöne Bilder und bringt den Unterschied zur normalen Fernsehunterhaltung. Der Film wird außerdem durch einen guten Soundtrack unterstützt. Hier greift Schweiger teilweise wieder auf Musiker zurück, die er schon für Barfuß herangezogen hat.
Staraufgebot bei KeinOhrHasen
Wie üblich überzeugt Til Schweiger in der für ihn schon typischen Rolle des arroganten Frauenschwarms, dass er zu den Männern gehört, die mit steigendem Alter auch attraktiver werden, schadet hier nicht unbedingt. Nora Tschirner beweist, dass mehr in ihr steckt als MTV Moderation, allerdings nimmt man ihr die Hässlichkeit die sie darstellen soll nur wenig ab, hier hätte man maskentechnisch durchaus drastischer vorgehen können.
KeinOhrHasen strotzt nur so vor berühmten Gastauftritten. So bekommen Jürgen Vogel, Armin Rohde, Rick Kavanian, Nina Proll oder Gregor Bloéb durchaus größere Rollen. Aber auch Wladimir Klitschko, Yvonne Catterfeld, Barbara Schöneberger und noch mehr Promis sausen kurz über den Bildschirm.
Die Dialoge sind mit Witz und Charme gefüllt und sorgen für zahlreiche Lacher. Besonders die Kinder entlocken einem das ein oder andere berührende Schmunzeln.
Alles in allem: Ein Film den man nicht unbedingt im Kino sehen muss, der sich aber zu Hause auf der Couch mit einem Glas Rotwein sehr gut macht.
KINOSTART: 20.Dezember 2007
...Ich wollte immer eine Prinzessin sein, leider war nur mehr der Part der bösen Hexe frei....
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