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musik

Intim bleibt intim

2007-04-02 00:10:56

Das aus Graz stammende Trio Monk kreist die Worte Intimität, Freundschaft und Harmonie mit einem gelungenen Album namens „Jeux de Nuit“ ein. Im Kurzinterview beschreiben sie ihre eigene Musik.

Das Wort Intimität steht beim neuen Album „Jeux de Nuit“ der Grazer Band Monk an zentraler Stelle und dieser Umstand wird schon beim ersten Durchhören der 6 Lieder deutlich. Kein einziger Song fühlt sich irgendwie missverstanden oder disloziert, weil es ja schließlich um die Essenz der Freundschaft geht. Sanfte, den Himmel einwickelnde Soundcollagen wiegen sich in den Vordergrund und treffen auf wohligen Gesang der Sängerin Susanna Sawoff, die auch noch ein liebliches Glockenspiel bedient. Und die den kompletten Tonmix in eine weiche Decke einspannende Rhythmustruppe rund um Dr. Pheel (Schlagzeug) und Monoheart (Bass, Gitarre) darf jedoch nicht vergessen werden. Im Kurzinterview erklärt der Bassist Monoheart den Sinn hinter ihrer Singleauskopplung „Souvenir“, wie sie ihre eigene Musik beschreiben und deutet ihre zitierte „Vielschichtigkeit“.

Freies Magazin 5: Wie würdest du den Sound von "Monk" beschreiben bzw. was macht die Musik von "Monk" so besonders?

Monoheart: Organisch bewegend und bewegt . . . Ich kann leider nicht beurteilen, ob die Musik 'besonders' ist. Es ist lediglich die Musik, die wir selbst gerne hören würden, und deswegen schreiben wir sie auch so.

FM5: Von was handelt der Song "Souvenir" genau? (Die Frage ist nicht der Faulheit meinerseits oder wegen unzureichender Interpretationsstärke, sondern aus Neugier heraus gestellt.)

M.: Der Text von „Souvenir“ hat mehrere Meta-Ebenen. Vor allem aber bezieht sich das Wort Souvenir/das Andenken/Erinnern auf die Möglichkeit, sich durch gewisse Gegenstände/Bilder oder andere Hilfsmittel in vergangene Erfahrungen und Gefühle einzuklinken und diese nochmals zu erleben.

FM5: Wie würdest du den aktuellen Zustand von "Monk" aus musikalischer  Sicht beschreiben?

 M.: Two steps done, a thousand more to go . . .

FM5: Im Pressetext zu eurem neuen Album "Jeux de Nuit" steht: "Der Lichtkegel von 'Jeux de Nuit' - 'Spiele der Nacht', in einer  übertragenen Bedeutung auch 'Schattenspiele' -  lässt eine Vielfalt von Gestalten an der Wand erscheinen." Meint ihr damit, dass euer Album vielfältig geworden ist? Ist die Vielfältigkeit eurer Meinung nach in der Pop-Musik wichtig?

M.: Vor allem bezieht sich die Vielfältig- und Schichtigkeit auf dieWahrnehmung der Zuhörer. Jeder Hörer hat andere Assoziationen die Musikbetreffend. Was die Vielfältigkeit unsererseits betrifft ist uns vor allem eine vertikale Vielschichtigkeit wichtiger als eine horizontale. Anders ausgedrückt : Die Ebenen in einem Songs (Melodie, Text, Sounds etc.) sind wichtiger, als die Prämisse "viele Stile abzudecken". Wenn das innerhalb eines Albums dennoch passiert, dann ist das weniger Vorsatz und Berechnung, als das Bestreben, dem Song/der Komposition  gerecht zu werden.

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AutorInnen

Johannes Rausch

Johannes Rausch

"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)

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