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Schwerpunkt: Blue October

Interview mit Blue October

2009-09-23 01:30:15

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In den USA haben sie bereits Platin erhalten. In Österreich sind sie nicht so bekannt - noch! FM5 traf Blue October zum Gespräch.

FM5: Euer neues Album heißt Approaching Normal. Was ist mit dem Titel gemeint?

Jeremy: Es geht darum herauszufinden was „normal“ eigentlich ist. Was für dich normal ist oder für mich oder für ihn, ist wahrscheinlich total unterschiedlich. Was ist normal?
Justin: Es geht auch darum, was wir sagen dürfen, was wir singen dürfen, was die Musik Industrie möchte und was für sie normal ist. Man wird schnell einmal in eine Schublade gesteckt aus der man sich nur schwer wieder befreien kann, das wollen wir nicht. Unser Normal definieren wir.

Ihr habt dieses Mal mit Steve Lillywhite zusammengearbeitet, wie war das für euch? Gab es Dinge, die total anders waren, als bei den vorigen Alben?

Justin: Bei den Alben davor habe ich einfach die Songs geschrieben und wenn ich dachte es ist gut genug, gingen wir damit ins Studio. Steve ließ mich entspannen und an den Texten arbeiten und hat währenddessen die Band gepusht. Er hat es geschafft, dass wir wie eine Einheit klingen, und nicht wie ein Sänger mit einer guten Backgroundband.

Lillywhite hat unter Anderem mit den Stones und U2 zusammengearbeitet, hat euch das eingeschüchtert?

Justin: Ja sehr.
Jeremy: Ja zuerst schon. Als wir ihn das erste Mal gesehen haben, kamen wir rein und er stand da und hatte diesen riesigen Ruf, der alles in den Schatten stellte. Aber wir haben bald bemerkt, dass er ein ganz normaler bodenständiger Mensch ist, der sehr gut reden kann. Er ist einer von uns geworden.
Ryan: Es ist auch so, dass jeder Produzent seinen eigenen Stil hat und dass man nie genau wissen kann, was genau einen bei der Arbeit mit ihm erwartet. Er sieht das große Ganze und er bringt dich zurück in die Realität, wenn du dich an einem einzigen Detail festklammerst.
Jeremy: Er war auch der Erste, der Regeln für uns aufgestellt hat, das war großartig. Er hat gesagt "Ihr könnt nicht im Studio essen"! (lacht)
Justin: Ja, und keine Drogen.

Ihr seid von Universal Music fallengelassen und wieder engagiert worden. Denkt ihr, dass das ein Fehler von der Plattenfirma war?

Justin: Nein natürlich war das kein Fehler. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich hätte mich selbst auch gefeuert. Es war ein Ansporn für mich es besser zu machen und der Welt zu zeigen fuck you, ich kann es besser!

Habt ihr vor Blue October zivile Berufe gelernt?

Jeremy: Ich war Elektriker.
Matt: Ich war an der Universität, ich wollte Architekt werden.
Justin: Schauspieler. Naja eigentlich war ich Kammerjäger. Ich habe Käfer getötet.
CB: Ich habe nie mehr gemacht als zu kellnern.
Ryan: Ich war ein so eine Art Berufsstudent. Wenn das mit Blue October nichts geworden wäre, hätte ich zwölf Jahre studiert. Nein, eigentlich habe ich viel mit Kindern gearbeitet und wollte vielleicht Lehrer werden.

Gibt es etwas, das ihr an eurem Job absolut hasst?

Justin: Naja hassen. Ich sehe meine Tochter so selten, das ist das Schlimmste auf der Welt. Ich verpasse ihre ersten Schritte und Wörter. Sie hat ihre erste Turnstunde heute, und ich bin nicht dabei. Also hab ich ihre Mutter angerufen und sie gebeten Fotos zu machen. Andererseits bin ich natürlich durch den Erfolg in der Lage, ihr das College zu finanzieren und ihr alles zu bieten, was sie möchte.

Warum zieht ihr euch schwarz an, schwarzes Make-up, schwarzer Nagellack, ihr seid doch keine traurige Band, warum ist bei euch alles schwarz?

Justin: Das beste ist, ich sag es wie Morrissey (singt unter dramatischen Gesten) I was black on the outside because black is how I feel on the inside...(lacht).
Jeremy: Es ist einfacher, es kaschiert.
Justin: Ja das ist eigentlich nicht mein Bauch, es sieht nur so aus als wäre ich dick, es ist eigentlich das schwarze T-Shirt (lacht). Außerdem würde keiner auf die Idee kommen, eine Gruppe schwarzgekleideter Männer zu verarschen. Das macht keiner. In schwarz sieht man aus, als könnte man jedem in den Arsch treten, auch wenn man es eigentlich nicht kann und will, das erspart einem viel Ärger.

Vielen Dank für das Gespräch.

Alle:
Wir danken euch! Vielen Dank.



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AutorInnen

Teresa Reiter

Teresa Reiter

Die Wiener sind ein heiterer Menschenschlag von großer Traurigkeit, ein leichtlebiges Volk von schwermütig-depressiver Grundstimmung, sie sind hochbegabt, aber die mitleidlosen Feinde ihrer Begabung, sie fühlen sich nur wohl, wenn sie sich nicht wohl fühlen.

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Mona Hermann

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eine Insel Puerto Ricos
eine Stadt auf jamaika
der alte Name einer Insel vor der walisischen Küste
eine Kaffeemarke in der DDR
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