Freies Magazin FM5

Plattform für Kunst und Jugendkultur

ohne Nav

 

lifestyle

In the future when all's well

2009-06-01 20:39:25

  • pic4 Term1
  • pic2 Term1
  • pic3 Term1

John Connor ist in die Schuhe des Helden gewachsen. Christian Bale kämpft in Terminator: Die Erlösung nicht nur gegen Maschinen. Mit von der Partie ist auch ein animierter Arnold Schwarzenegger.

Zukunftsheld Kyle Reese reiste in The Terminator in das Jahr 1984 zurück, um mit einer Frau namens Sarah Connor einen Sohn zu zeugen, der die Menschheit in nicht allzu ferner Zukunft von den Maschinen befreien wird. 25 Jahre später wird der einstige Held in Terminator: Die Erlösung zur beschützenswerten Figur. Sohn John Connor ist mittlerweile erstarkt und startet den erneuten Kampf gegen die von Skynet fungierte Vernichtung der Menschheit. Im neuesten Terminator-Film von McG bekommen die Guten Unterstützung von einem ungewollt Bösen.

Dystopische Interventionen


Szenerien apokalyptischer Visionen tummeln sich vermehrt im Genre des Zukunftsfilms. Filme um Cyborgs, spezifischer gesagt um den Terminator, verheißen selten etwas Positives. Ist die Maschine schlecht, wird der Mensch zum Helden. In Terminator: Die Erlösung wird ein Mensch ungewollt zur Maschine. Passt das in den allgegenwärtigen Code um den Mensch-Maschine Konflikt?

Im Jahr 2003 schenkt der zum Tode verurteilte Marcus Wright (Sam Worthington) seinen Körper der Wissenschaft. Als Gegenzug möchte er einen Kuss einer krebskranken Wissenschaftlerin, um den Tod zu schmecken. 15 Jahre später erwacht er äußerlich menschlich, innerlich als Maschine mit Herz und Gehirn. Der Mut zum Bösen mag ihn nicht überkommen, zumal ihm Kyle Reese (Anton Yelchin) das Leben rettet. Schnell findet sich Marcus in der Welt der Maschinen zurecht, erkennt seinen eigentlichen Status jedoch nicht an.

Der Weg führt zu John Connor (Christian Bale) dem eigentlichen Hero im Kosmos des Widerstandes. Ein magnetisches Mienenfeld enttarnt Marcus als Cyborg und offenbart seinen eigentlichen Auftrag. Doch Skynet muss bekämpft und der von den Maschinen entführte Kyle befreit werden. Nur so kann die Geburt John Connors in der Vergangenheit gesichert werden.

I’ll be back


Jene einfachen Worte, die sofort Assoziationen mit der muskelbepackten Kampfmaschine hervorrufen, werden nicht mit schepperndem, steirischen Akzent gesprochen, sondern souverän von Christian Bale gehaucht. Das Böse hat endgültig an Macht verloren. Der neue Terminator ist beherzt und verweigert den Einfluss der Maschinerie. Terminator: Die Erlösung wird angepasst an die kritische weltpolitische Lage der USA.

McG lässt die Erlösung in einer durchgehenden Aneinanderreihung von Actionszenen passieren. Die Zeichnung seiner Figuren geschieht undurchdacht grob. Die Schwangerschaft von Connors Frau und der somit gesicherte neue Zukunftsheld werden nicht thematisiert. Zu stark bestimmen Bale und Worthington das Geschehen. Christian Bale hat für zwei weitere Produktionen der Terminator-Reihe unterschrieben. Man darf gespannt sein, vor welchen bösen Mächten die (US-)Welt in diesen gerettet wird.


Jetzt im Kino

Links


Printer Icon Creative Commons by-nc-nd - Some rights reserved



AutorInnen

Lena Fürnkranz

Lena Fürnkranz

We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)

Newsfeed Icon Newsfeed von Lena Fürnkranz abonnieren



Kein Bock auf Nazis Festival 13.4. Arena


Archiv  | Impressum | AGB | Gewinnspiel | Friends Shop