2009-01-25 21:32:03
„I'll tear down the Eiffel Tower if I have to!”. Rache ist brutal. Liam Neeson spielt in Pierre Morels 96 Hours einen verzweifelten Vater auf der Suche nach den Entführern seiner Tochter.
Bryan Mills (Liam Neeson) war einer der Top-CIA-Agenten seiner Zeit. Mittlerweile pensioniert, begleiten wir Bryan beim Kauf eines Geburtstagsgeschenks für seine Tochter Kim (Maggie Grace). Der Kontakt ist nur sporadisch, Bryan sieht in der 17 Jährigen noch immer das fünfjährige Mädchen. Eine Karaokemaschine soll dem kindlichen Wunsch, Sängerin zu werden, entsprechen. Doch die Freude am Kindheitstraum weilt nur kurz, schließlich gibt es ein Pferd vom Stiefvater.
Revanche auf amerikanisch
Liam Neeson repräsentiert den typischen amerikanischen Scheidungsvater. Seine Tochter bekommt er kaum zu Gesicht, liegt im Clinch mit deren Mutter. Ein emotionsloses Nebeneinander beim Verabschieden des gemeinsamen Kindes, das mit einer Freundin nach Paris fliegen darf. Die Zustimmung vom Vater für dieses Abenteuer kam nur zaghaft, doch mehr als eine Vormundfunktion hat er im Leben der Tochter nicht.
Als das Mädchen entführt wird, zögert der ehemalige Agent nicht lange. Mit Hilfe von Kollegen gelingt es ihm, die Entführer auszuforschen. Die Suche nach der Tochter muss schnell gehen. 96 Stunden vergehen, bis das Mädchen aus den Fängen der albanischen Verbrecherbande befreit werden kann. Eines ist sicher, die Rache wird brutal enden.
96 Hours bietet weder Held noch Anti-Held. Liam Neeson wird zur Kampfmaschine, die genauso wild wütet, wie Daniel Craig in Ein Quantum Trost. Die Story, die Produzent Luc Besson liefert, zeigt einige Lücken im Verlauf der Handlung, mausert sich jedoch im Laufe des Films zu einem interessanten Action-Inferno. Trotzdem verspricht 96 Hours nicht viel mehr, als ein Teil des "die Amerikaner sind gut im Gegensatz zum bösen Rest der Welt" Genres zu werden.
Kinostart in Österreich: 20. Februar 2009
We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)
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