2007-11-04 15:41:50
Über eine unheimliche Sache.
Ich und D. sind ein Paar. Noch nicht allzu lange, um ehrlich – und anständig – zu sein. Genau genommen seit drei Monaten. Mit Betonung auf ungefähr. Was mich zu dieser hormongetränkten Entscheidung gebracht hat? Puuh, das ist im Nachhinein sehr schwer zu evaluieren. Wie auch immer: Ich liebe D., D. liebt mich – auch wenn es mir nie mitgeteilt wird. Das ist, was letztendlich zählt. Seit unserer Quasi-Verlobung sind wir umtriebig: Wir essen gemeinsam, äh… schlafen gemeinsam, lesen natürlich gemeinsam dieselben Bücher, haben exakt idente Meinungen… Auf gut deutsch: Wir gehören zusammen! Immer. Und ewig.
Um diese schöne Feststellung mit einem ebenso schönen Beispiel abzurunden: Letztens waren wir zu Besuch im nächstgelegenen Tierpark, wo wir Bären, Pferde, Schlangen sowie kopulierende Schweine betrachteten. Inmitten all dieser animalischen Anschauungen musste ich ein selbst fabriziertes Buchstabensolo los werden: „Mögen Menschen mehr werden, einige wiederum unverhofft sterben, möge der Tag der Tage vor der Tür stehen, mein D., ich werde dich nie aufgeben!“ Worauf ich keinerlei Rückmeldung bekam; vielleicht war das in der Luft liegende Pathos schuld?! Wie auch immer: Ich beginne D. zu hassen! Man muss ja auch ehrlich zu sich sein, muss ein Eingeständnis bringen: Es wird sich von alleine nicht bekämpfen lassen, das Doppelkinn…
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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