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How high can you get?

2010-05-04 16:46:27

  • Rise UP Cypress Hill,
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  • schwarzweiss Cypress Hill,

Nach sechs Jahren ohne Studioalbum entern die Westcoast Veteranen mit Rise Up, ihrem achten Album, wieder das Spielfeld. Dabei wurde wieder verstärkt mit Rockmusikern kollaboriert, aber ansonsten bleibt beim Hill alles beim Alten.

Mit Rise Up haben sich die Kalifornier wohl endgültig einen Nobelpreis für ihren Einsatz zur Legalisierung von Marihuana verdient. Nicht nur, dass das ganze Album von einer Dunstwolke aus Grasrauch durchzogen wird - nein, mindestens eine Handvoll Tracks handeln ganz ausschließlich vom Kiffen.

Kleiner Auszug gefällig? In "Pass the dutch" wird die heilige Regel besungen, den Joint stets im Uhrzeigersinn weiter zu geben; im Song "K.U.S.H." erfahren wir dann unter anderem, dass auch Woody Harrelson, Bruce Willis und Willie Nelson gerne mal zur Tüte greifen, ja sogar Halle Berry - aber psst, nicht weitersagen!

Selbstironisch wird das Thema in einem weiteren Skit behandelt. Ein O.G. erzählt stolz, wie er das erste Mal einen Joint geraucht und dabei zum Cypress Hill Sound genickt hat - eine typische Kifferbiografie auch jenseits des großen Teichs.

Im Telefoninterview mit B Real (erschienen in der aktuellen Message) versicherte er jedoch, dass das Grüne eigentlich keine wichtige Rolle spielen würde: „Ich benutze Kiffen nicht, um kreativ zu sein. Denn wenn ich eines Tages aufhören will, wie könnte ich dann weiter Musik machen?“. Wie wahr...

Wie schon auf Skull & Bones experimentiert Cypress Hill wieder vermehrt im Bereich Crossover. So konnten für das Album Featuregäste wie Tom Morello (Rage against the Machine), Mike Shinoda (Linkin Park) und Daran Malakian (System of a Down) gewonnen werden.
Ansonsten ist der Sound recht inhomogen, was wohl an der vergleichsweise langen Liste an Produzenten liegt. Erstmals ist DJ Muggs nur mehr sehr schwach vertreten, wohingegen B Real an sechs Beats mitgewirkt hat und auch den Großteil der Vocals zusteuert, also klar den dominanten Part auf Rise Up einnimmt.

Insgesamt ist Rise Up sicher kein Alterswerk geworden: Auch in ihren 40ern klingen die Cypress Hiller fast immer noch so fresh und hungrig wie bei ihrem Debüt vor 19 Jahren.

Wer das Album einmal vorab hören möchte, kann dies übrigens auf der MySpace Seite von Cypress Hill tun.


Cypress Hill - Rise Up
Priority R (EMI)
VÖ: 04.10

 

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AutorInnen

Fabian Kretschmer

Fabian Kretschmer

echter Berliner, Publizistikstudent, manischer Leser, Cineast, 86er

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