Eine Märchenprinzessin wird aus ihrer behüteten Welt ins bittere New York gestoßen. Darum dreht sich der neue Disney Film Verwünscht unter der Regie von Kevin Lima.
Wenn der 24. Dezember naht und der Weihnachtsbaum und die Geschenke gepackt werden sollen, ohne dass die lieben Kleinen etwas von der Nichtexistenz des Christkinds bemerken sollen, dann ist ein Kinobesuch der beste Ausweg. Darauf setzen auch die Disneymacher alles und preisen den neuen Film von Kevin Lima Verwünscht als den Weihnachtsfilm des Jahres 2007 an. Doch steckt hinter dem modernen Märchen mehr als nur ein Pausenfüller zwischen Christmette und Geschenke auspacken?
Manhatten als Märchenburg
Im neuen Disney Film Verwünscht wechseln sich Fiktion und Realität ab. Während Neo-Prinzessin Giselle mit ihren Tierfreunden in ihrem Baumhaus vom Traumprinzen träumt, versucht die böse Hexe und Stiefmutter des Prinzen das Mädchen aus der gefahrlosen Welt zu kicken. Der gemeine Plan geht auf und Giselle stürzt herab in eine Dimension, in der es kein Happy End gibt. Die Rede ist von New York.
Zur gleichen Zeit versucht in der Stadt ohne Happy End Anwalt Robert (Patrick Dempsey) seiner Tochter Morgan (Rachel Covey) seine Verlobung mit Freundin Nancy (Idina Tremaine) näher zu bringen. Doch das scheinbare Happy End von Nancy und Robert wird durch das Auftauchen der völlig verwirrten Giselle in Menschengestalt (Amy Adams) getrübt.
McDreamy, der Märchenprinz
Um auch den Großen einen Leckerbissen zu bieten, hat sich Disney bei der Besetzung große Mühe gegeben. Patrick Dempsey, bekannt als McDreamy aus der Fernsehserie Grey’s Anatomy, darf den „realen“ Prinzen für Giselle spielen. Auch Nebenfiguren wie James Marsden (X-Men), in der Rolle des Prinz Edward zu sehen, oder Timothy Spall (Harry Potter und der Feuerkelch), der die rechte Hand der bösen Hexe spielt, sind keine Unbekannten für das geschulte Kinoauge.
Nicht ganz zu verstehen ist allerdings die Besetzung der bösen Hexe Narissa. Susan Sarandon lieh dieser Figur ihre Stimme und verkörperte ihre menschliche Gestalt in wenigen Szenen. Obwohl Sarandon schon einige Erfahrungen als Hexe gesammelt hat, man denke an die Hexen von Eastwick, stellt sich doch die Frage, warum sich ein Star für eine so kleine Rolle hergibt.
Fazit
Disney zeigt das erste Mal seit Arielle wieder eine rothaarige Prinzessin, die sich dann noch in Dr. Shephard aus Grey’s Anatomy verliebt. Verwünscht mag einer der ersten Disneyfilme sein, der die Zuseher nicht nur mit einer halbwegs heilen Märchenwelt begeistert, sondern sich auch mit den Problemen der realen Welt auseinandersetzt.
Alles in allem wären mehr Humor und eine Abweichung von der linearen Disney-Dramaturgie nötig, um den Film nicht nur Hello Kitty und Prinzessinnen Fans im Volksschulalter schmackhaft zu machen.
Filmstart in Österreich: 20. Dezember 2007
We are all in the gutter but some of us are looking at the stars. (Lord Darlington, Lady Windermere's Fan)
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hätt gern gelesen...
...was man sieht ;)
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