2008-01-31 23:45:12
Das Musiker-Kollektiv rund um Little Axe, Bernard Fowler und Tackhead beehrte das Vöcklabrucker Foyer des arts. Geboten wurde: Blues, Funk und eine Prise Rock.
Achtung, es handelt sicht hier um eine durchaus diffuse Situation: Plötzlich, wenn eine Musik-Truppe, die mit diversen bekannten Referenzen um sich wirft, im Dorf spielt, erscheinen sämtliche Medienvertreter, vom lokalen Senioren-Rundfunkkanal bis hin zum öffentlich-rechtlichen Hauptorgan des Landes. Es ist also ein klein wenig mit dem Bild zu vergleichen, wenn Politiker nur zur Meisterfeier „ihres“ Vereins pilgern – natürlich ohne die restliche Saison auch nur einmal ein Spiel besucht zu haben. Doch diese Anekdote markiert nur eine von einer ganzen Reihe, die dieses Dörfchen an der Vöckla so seltsam und öde erscheinen lässt. Ändern wird sich an diesem tristen Stimmungsbild nichts: Ein Blinder bleibt blind.
Jeder ist funky!
Das für fett aufgeladene, funkige Sounds sorgende Musiker-Kollektiv rund um Little Axe, Bernard Fowler und Tackhead, allesamt irgendwo aus Connecticut, gastierte im Vöcklabrucker Foyer des arts. Und das nicht umsonst! „Voecklabruuuk, welcome…!“ rief der Mastermind Bernard Fowler von der Bühne herunter. Später sollte er seine Ansichten mit der sehr sympathischen Aussage „You`re the best audience so far!“ erweitern: Danke, das wissen wir! Jedenfalls kam dieses Kollektiv rund um den ehemaligen Support-Sänger der Rolling Stones, Bernard Fowler, spielte – und machte heftig Lärm. Vorgetragen wurde ein deftiges Menü, das wohl irgendwo zwischen Rock, Blues und Funk anzusiedeln ist. Und das nicht schlecht: Der redlich rumorende Basslines von sich gebende Doug Wimbish präsentierte auf nahezu bewusstseins-, jedenfalls horizontserweiternde Spielsicherheit sein musikalisches Können. Skip Mc Donald, der sicher schon einmal einen Schauspielkurs besucht hat, werkte eindrucksvoll auf seinem Instrument namens Gitarre. Und auch Keith Le Blanc demonstrierte, dass er gewöhnlich hin und wieder am Drumset anzutreffen ist. Alles in allem also ein fetziger, drückender, aber vor allem großartiger Abend! Eine wichtige Botschaft gab es dann vonseiten des Sängers auch zu verkünden: „Everybody here is funky tonight!“
Jene Wesen, deren Ohren sich bereits in Midlife-Crisis bedingter Frühpension befinden, mussten jedoch ein offensichtliches Problem haben: Bitte spielt nicht so laut, wir wollen morgen noch unterrichten! Diesen artverwandten Zeitgenossen mit lahmen Hörorganen sei eins ins Hirnkastl geschrie(b)en: If it`s too loud, you`re too old! Außerdem: Hättet ihr doch den Opernball besucht!
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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