2007-04-02 00:11:15
Koufax reflektieren auf ihrem aktuellen Album das Leben an sich.
Ein Mann starrt ins Nichts. Seine Augen leuchten, drücken aber zugleich einen nicht mehr rückgängig zu machenden Schmerz aus, als hätten sie bereits unzählige verletzende Situationen des Lebens mitansehen müssen. Diese apathische Szenerie ist auf einem Foto festgehalten, welches zugleich auch das CD-Cover von der – in unseren Breitekreisen noch eher minder bekannten – Band namens Koufax ziert. Benannt hat sich die aus dem mittleren Westen Amerikas stammende Truppe nach der Baseball-Legende Sandy Koufax.

Robert Suchan vor dem Porträt des King of Rock `n Roll.
Songwriting statt Lösungsvorschläge
Ihr Vorgänger Social Life war ein ausgesprochen poppiges Album. Und genau dort schließt nun auch ihr aktuelles Werk Hard Times Are In Fashion nahtlos an. Gitarrenakkorde werden flächenartig aneinander gereiht und mittels Solo-Gitarren aufgemöbelt. Die Basslinie und das liebevoll arrangierte Klavier fühlen sich in den 11 Songs des Albums der Melodie verpflichtet. Darauf legt Robert Suchan seine Stimme mit solch einer Leidenschaft und Überzeugung, als würde jede Phrase direkt aus seinem Herz entsprungen sein. Dabei werden Liebeserklärungen wie Isabelle vom regierungskritischen Blind Faith abgelöst. Nichts wird dabei schön geredet, nichts unter den Tisch gekehrt. Stattdessen werden Probleme aufgegriffen, für die Suchan aber leider nur spärliche Lösungsansätze parat hat. Koufax beschränken sich auf Hard Times Are In Fashion lieber auf ihr Talent für gutes, erfrischendes Songwriting. Nicht essenziell, aber sympathisch.
Mein Leben befindet sich zurzeit in Bearbeitung. Ich bitte deshalb um etwas Geduld. Danke.
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