Dass HipHop nicht immer aus der Großstadt kommen muss, beweisen die Jungs der
Hörspielcrew schon seit längerem. Nachdem sie uns schon vor einem Jahr mit ihrem Gassenhauer
"Hold On" beglückten, schießen sie jetzt das dazugehörige Album nach.
Mit einem „Nice to see you” begrüßt das
"Intro" den Zuhörer. Danach folgt der für HipHop Alben immer noch moderne „Begrüßungs-Track“, dessen Aussage sich darauf beschränkt, dass sie zurück sind und somit alles besser wird. Was danach folgt, ist das wohl beste Album der österreichischen HipHop-Szene der letzten Jahre.
Auf der einen Seite die nachdenklichen Texte, die das österreichische Grantlertum voll auf befriedigt, dabei lassen sie aber den „Schmäh“ der Übertreibung immer in der Hinterhand, sodass hie und da durchaus ein Grinser - auch bei nachdenklichen Texten - zum Vorschein kommen kann.
Auf der anderen Seite fette Beats, die zum Tanzen einladen und auch mit großer Sicherheit den Weg in die Clubs dieses Landes finden werden.
(c) Günther Resatz
Der wohl ungewöhnlichste Song auf
Amokkoma ist der 8. Track „
Vermögen“, dabei haben sich die "harten" MCs "weiche" Musiker aus dem Nachbarort eingeladen - nämlich
Garish.
Auf 3 ½ Minuten wird der Alltag und das Verständnis zum Reichtum definiert, und der Text durch das feinfühlige Gitarrenspiel nocheinmal verstärkt, sodass er sich ins Herz einbrennt.
Ganz besonders gelobt werden muss die Liebe zum Detail, welche die Hörspielcrew an den Tag legt. Die äußerst gut passenden Gastmusiker, die den gefeaterten Track nochmals veredeln und die Soundspielereien zwischen den Texten, fügen die 19 Songs zu einem gelungen Gesamtwerk zusammen.
Schlussendlich bleibt es ein Album, das von vorne bis hinten einfach passt und bei jedem neuen Durchlauf besser wird.