2007-04-02 00:15:55
In der neuesten Verfilmung eines Marvel-Comics kämpft Nicolas Cage als Ghost Rider gegen den Sohn des Teufels.
Die neueste Marvel Comic-Verfilmung von Regisseur Mark Steven Johnson handelt, wie könnte es auch anders sein, vom Kampf Gut gegen Böse. Johnny Blaze verkauft als junger Mann seine Seele an den Teufel, um seinen Vater vor dem Tod zu bewahren. Eines Tages, inzwischen sind viele Jahre vergangen und Johnny wird als berühmter und waghalsiger Stuntfahrer gefeiert, erscheint der Teufel, um seine Schuld einzufordern. Johnny soll gegen den Sohn des Teufels kämpfen und ihn in die Hölle zurückschicken. Damit er diesen Kampf aufnehmen kann, wird Johnny zum Ghost Rider.
Als Soldat des Teufels verwandelt er sich nun nachts in den Ghost Rider, der zwischen Gut und Böse steht. Er rettet die Unschuldigen, bestraft aber die Schuldigen und kämpft gleichzeitig gegen Blackheart, den Sohn des Teufels (herausragend verkörpert von Wes Bentley). Dabei hinterlässt er eine Spur der Verwüstung, weshalb die Polizei schon bald auf ihn aufmerksam wird. Das weitaus größere Problem ist aber seine große Liebe Roxanne (Eva Mendes), die er in jungen Jahren auf Grund seines Paktes mit dem Teufel verlassen musste, und jetzt wieder trifft.
Natürlich wird ihm seine Liebe zum Verhängnis, denn Blackheart nimmt Roxanne als Geisel. Der Einzige, der ihm in dieser Situation helfen kann, ist sein Mentor, der Caretaker (Sam Elliott), der Johnny zu seinem großen Kampf gegen Blackheart begleitet. Obwohl der Ghost Rider eigentlich auf der Seite des Teufels steht, richtet er sich letztlich gegen das Böse, um es zu bekämpfen.
Gute und schlechte Verfilmungen
Schon einige Regisseure haben sich an Verfilmungen von Marvel-Comics versucht. Einigen ist eine gute Arbeit gelungen, anderen nicht. Im Gegensatz zu eher langweiligen Kassenschlagern mit wenig Tiefgang wie zum Beispiel Spiderman, ist Mark Steven Johnson mit Ghost Rider eine spannende und unterhaltende Fassung des Marvel-Klassikers gelungen.
Unterhaltung
Ghost Rider bietet weder tiefsinnige philosophische Ansichten, noch zeugt er von Gesellschafts- oder sonst wie gearteter Kritik. Da dies aber auch nicht Sinn des Marvel-Comics war, wäre es fehl am Platz im Film subtil gestaltete Dialoge und hintergründige Ideen zu erwarten. Ghost Rider ist pure Unterhaltung, aber auf hohem Niveau. Effekte, Dialoge, Bild und Schnitt, Kostüme und letztlich auch Schauspieler sind aufeinander abgestimmt und vereinen sich zu einem spannenden und anregenden Film.
Trotzdem ist es enttäuschend, dass die Schauspieler keine bessere Leistung erbringen. Schließlich sind Peter Fonda (der Teufel höchstpersönlich) und Nicolas Cage gern gehörte Namen von denen weitaus mehr erwartet wird. Peter Fonda ist zwar in seiner Rolle als Mephisto standhaft und souverän, wird aber weit übertroffen von Wes Bentley, der mit seiner schauspielerischen Leistung alle anderen überragt. Seine Art, den Sohn des Teufels darzustellen, wird einem Marvel-Comic absolut gerecht. Nicolas Cage, der seine darstellerischen Talente schon oft unter Beweis gestellt hat, spielt in diesem Film wohl nur aus Spaß an der Sache mit. Schließlich ist er ein bekannter Comic-Fan und –sammler.
Jelly Beans im Cocktailglas
Letztlich wäre es vielleicht interessant sich mit der Frage zu beschäftigen, warum Johnny Blaze alias Nicolas Cage im Film rote und gelbe Jelly Beans aus Cocktailgläsern an Stelle von Alkohol trinkt. Ob da eine tiefgründige Idee dahinter steckt oder der Regisseur damit eine bestimmte Aussage machen wollte? Auf diese Frage können aber wahrscheinlich nur eingefleischte Marvel-Fans eine Antwort geben.
Unfähig sich selbst zu beschreiben...
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