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Festival du film francophone

2007-04-02 00:15:55

Zum 9. Mal findet im Votiv-Kino vom 20. - 29. März 2007 das "Festival du film francophone" statt.

Vom 20. – 29. März 2007 präsentiert das Votiv-Kino das „Festival du film francophone“. Für Filmbegeisterte und Liebhaber der französischen Sprache, aber natürlich auch für alle anderen Interessierten, bietet das frankophone Filmfestival eine bunte Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen aus Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz und gibt damit einen Überblick über die aktuellsten Produktionen aus diesen vier Ländern.

Programm und Highlights

Das Programm umfasst Filme aus den verschiedensten Genres. So wird das Festival am 20. März mit „Jeune homme“, einer Komödie aus der Schweiz eröffnet. Auch Krimis oder Thriller werden zu sehen sein, unter anderem der französische Film „13, Tzameti“, der bei den Filmfestspielen von Venedig 2005 den Preis für den besten Erstlingsfilm erhielt. Am 25. März um 12 Uhr findet ein Filmfrühstück statt, bei welchem „Transylvania“, ein Film über eine leidenschaftliche Liebe, der den Zuschauer auf eine Reise in eine fremde Kultur mitnimmt, gezeigt wird. Ein weiteres Highlight ist die traditionelle Kurzfilmnacht, die am 24. März um 21.30 Uhr beginnt.

Außerdem werden einige spezielle Gäste erwartet. Der Regisseur von „Jeune Homme“ Christoph Schaub wird in Begleitung seines Hauptdarstellers Matthias Schoch bei der Eröffnung anwesend sein. Der französische Film „Frankie“ wird am 26. März in Anwesenheit seiner Regisseurin Fabienne Berthaud gezeigt und am 21. März erscheint Yvan Le Moine zur Präsentation seines Filmes „Vendredi ou un autre jour“.

Der Film

„Vendredi ou un autre jour“ erzählt vom berühmten Schauspieler Philippe de Nohan (Philippe Nahon), der im 18. Jahrhundert schiffbrüchig wird und auf einer verlassenen Insel strandet. Dort muss er nun sein Dasein fristen, ohne den Applaus und die Anerkennung eines Publikums, an die er gewöhnt ist. Immer wieder sieht er sich selbst als kleinen Jungen in Paris mit seiner Mutter (Ornella Muti) und trauert den alten Zeiten nach, als er auf der Bühne stand und vom Publikum gefeiert wurde.

Der Film erinnert an die Geschichte von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“. Denn auch in „Vendredi ou un autre jour“ findet de Nohan einen Eingeborenen, rettet diesem das Leben an einem Freitag und gibt ihm deshalb diesen Namen. Langsam erlernt Freitag Nohans Sprache und zwischen den beiden entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Freundschaft. Die Jahre vergehen und Nohan hat sich mittlerweile an das Leben auf der Insel gewöhnt, als plötzlich ein Schiff aus Frankreich den Frieden stört.

Abwechselnd zeigt der Regisseur am Beginn des Films den krassen Unterschied zwischen Nohans Leben auf der Insel und seiner Vergangenheit. Während die Insel trist und grau dargestellt wird, sind die Bilder von früher übertrieben bunt und fröhlich. Die Traurigkeit und Einöde der Insel entwickeln sich aber im Laufe des Films zu einer angenehm melancholischen Atmosphäre und wecken ein Gefühl der Entspannung. Der Regisseur zeigt damit auf, wie Nohans innere Welt aussieht und warum er letztlich eine überraschende Entscheidung trifft. Philippe Nahon seinerseits trägt durch die Natürlichkeit seines Schauspielstils zur leicht schwermütigen Stimmung bei und hilft die Hauptfigur zu verstehen.

Obwohl die Sequenzen, in denen nur das Rauschen des Meeres zu hören ist, sehr schön und vom Regisseur wunderbar ausgeführt sind, entsteht mit der Zeit das Gefühl, der Film würde sich in die Länge ziehen. Alles in allem erzählt Yvan Le Moine aber eine schöne Geschichte über Träume, Anerkennung, Angst und Freundschaft.

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AutorInnen

Christa Minkin

Christa Minkin

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