2007-04-02 00:11:57
Feeder setzen den schon beim letzten Album „Comfort In Sound“ eingeschlagenen Weg in Richtung balladeske, melodienreiche Songs konsequent fort, rauere Elemente werden immer mehr ausgespart.
Feeder setzen den schon beim letzten Album „Comfort In Sound“ eingeschlagenen Weg in Richtung balladeske, melodienreiche Songs konsequent fort, rauere Elemente werden immer mehr ausgespart. Diese langsame – von Album zu Album erfolgte - Metamorphose von einem ursprünglich durchaus partytauglich rockenden Trio (mit Songs wie „Buck Rogers“ oder „Seven Days In The Sun“) zu einer Band, die für gefühlsbetonte fragile Songepen steht, funktioniert im Falle von Feeder sehr gut, was auch Topplatzierungen in den aktuellen UK-Charts belegen.
Das hymnische „Feeling A Moment“ ist ein fulminanter Opener und gleichzeitig tonangebend für das restliche Album. Dem dynamischen „Bitter Glass“ schießen Feeder die erste Singleauskoppelung „Tumble And Fall“ hinterher, ein leicht am Mainstream kratzender, aber dennoch sehr feiner Song (der übrigens gesangstechnisch im Background von Fran Healy und Dougie Payne von den Kollegen Travis aufgefettet wird). Der flotte und etwas „härtere“ Titeltrack „Pushing The Senses“ sowie „Pilgrim Soul“ blitzen angenehm aus den teilweise fast ein wenig brav anmutenden midtempo-Kompositionen heraus.
Jedenfalls entpuppt sich Grant Nicholas immer mehr als Meister glanzvoller Refrains und großer Melodien, denen man sich nicht so leicht entziehen kann (beste Beispiele: „Feeling A Moment“ und „Morning Life“). Gleichzeitig wird Nicholas´ samtene Stimme mehr und mehr zum Hauptdarsteller im Feeder´schen Klangtheater. „Dove Grey Sands“ ist der sphärische Ausklang eines sehr stimmigen Albums, das sich hervorragend an verregneten Herbsttagen genießen lässt.
Wer sich davon überzeugen will, ob es Feeder live noch ordentlich krachen lassen, dem sei ein Konzertbesuch am 8. März in der Wiener Arena wärmstens empfohlen.