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Fang das Licht (und gewinne einen Preis)

2010-10-20 18:15:15

  • filmfestival youki
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FM5 traf Sebasitan Höglinger, Mitorganisator von YOUKI, um mit ihm über das internationale Jugend Medien Festival zu plaudern.

YOUKI (in seiner Urform Young Kinova) war ursprünglich Teil des vom Welser Filmemacher Andreas Gruber ins Leben gerufenen Kinova Filmfestivals. Doch während das Kinova nach seiner Premiere schon wieder eingestellt wurde, feiert das YOUKI dieses Jahr bereits seine elfte Wiederholung. Erfolgreich, muss hinzugefügt werden, schließlich zeigt das größte internationale Nachwuchsmedienfestival Österreichs über 80 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme internationaler Teilnehmer.
Doch ist einiges passiert seit seinen Anfängen vor zwölf Jahren, so konnte sich das YOUKI von einer kleinen Veranstaltung zu einem Verein zur Förderung von Medienkultur mit Hauptsitz im Welser Medien Kultur Haus mausern. "Die YOUKI ist eigentlich nur das Festival, aber unter dem Jahr beteiligen wir uns immer wieder an Projekten, die vom Medien Kultur Haus ausgehen. Und natürlich versuchen wir hierbei auch den internationalen Austausch zu fördern" erklärt Sebastian Höglinger, Mitorganisator des Filmfestivals im Gespräch mit dem Freien Magazin FM5.

Früh übt sich

Das Feld der Wettbewerber ist beim YOUKI breit gefächert. Mitmachen dürfen junge Regisseure und Produzenten im Alter zwischen 10 und 26 Jahren. "Es ist recht spannend, wenn man sich die Vielfalt der Filme genau unter die Lupe nimmt, die bei unserem Wettbewerb eingereicht werden. Es ist sehr schön, dass es genauso zehnjährige Teilnehmer gibt, die ihre eigenen Ideen selbst verwirklichen, wie auch Schulprojekte ganzer Gruppen die sehr spannend sind, auch wenn man sieht, dass jemand unterstützend eingegriffen hat. Ebenso finden sich Arbeiten von Kunstakademien unter den Filmen, die sehr professionell gemacht wurden. Interessant ist vor allem, dass es eine Tendenz aus dem Norden gibt. Speziell Schweden und Norwegen scheinen zur Zeit starke junge Filmemacher hervorzubringen" erzählt Sebastian. In drei Kategorien, die heuer erstmals, der Fairness halber, nach Alter getrennt werden, wurden dieses Jahr 462 Filme zum Thema "Utopie und Jugendkultu" eingereicht, die letzten Endes von einer sechsköpfigen Jury, bestehend aus drei Künstlerinnen, einem Mitarbeiter des Filmmuseums, einer Filmemacherin und einem Produzenten, bewertet werden.

1, 2 oder 3, letzte Chance vorbei?

Wer bei diesen drei Kategorien glücklos bleibt, hat immer noch die Chance auf einen Sieg: Möglichkeiten liefern der Innovative Film Award, bei dem weniger die filmische Perfektion, als die thematische, inhaltliche oder formale Reflexion gegenwärtiger medialer Entwicklungen im Vordergrund steht, oder der Audience Award, bei dem, wie der Name verspricht, das Publikum entscheidet. Erstmals gibt es auch die Chance auf ein Stipendium für ein Drehbuch, bei dem auch die Gelegenheit besteht, Hilfe von Profis in der Nachbereitung in Anspruch zu nehmen. Preise gewinnen sei dabei aber längst nicht alles, verrät Sebastian: "Es geht uns auch darum jungen Filmemachern die Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen, auszutauschen und gegenseitig unter die Arme zu greifen. Wir helfen ihnen also auch dabei sich zu vernetzen."

Provinzieller Charme

Ein Standortwechsel des Festivals nach Wien sei nicht geplant, meint der Jung-Organisator: "Wir sind sehr glücklich im Medien Kultur Haus in Wels. Einerseits haben wir hier den provinziellen Charme, und das meine ich nicht böse sondern sehr positiv, und anderseits kann man genau beobachten, wie wir für eine Woche jungen, frischen Wind in die Stadt blasen. Auf einmal lebt die ganze Innenstadt auf und das ist nicht nur für uns erfreulich.“ Ein großer Faktor ist auch die finanzielle Unterstützung, die es seitens der Stadt Wels gibt, verrät Sebastian. Einerseits durch die Politik und Förderungen, andererseits durch die lokale Kaufmannschaft, mit der seit Jahren kooperiert wird. Ein weiterer Vorteil von Wels ist, dass sich die Jungregisseure hier wirklich auf das Festival konzentrieren und nicht von ausuferndem Sightseeing abgelenkt werden, erklärt das junge Vorstandsmitglied mit einem Augenzwinkern.

Ein Blick in die Zukunft?

Konkrete Visionen für YOUKI gibt es keine, meint Sebastian. Zwar müssen die Jahre auf jeden Fall Veränderungen bringen, wie diese aussehen sollen, will er nicht vorhersagen: „Wichtig ist, dass sich das Team auch wieder ändert und so frischen Wind in die Sache bringt. YOUKI ist von und für Jugendliche und muss alleine deshalb in Bewegung bleiben. Auch wenn wir sehr zufrieden sind, wie es jetzt gerade läuft, so wollen wir doch, dass YOUKI in zehn Jahren ganz anders aussieht, sonst wäre das ja eine ziemlich fade Sache für ein Jugendprojekt. Einzig einen Wunsch hätte ich schon: Arbeiten im Kulturbereich werden immer sehr stiefmütterlich entlohnt, zwar können wir Gott sei Dank unsere Mitarbeiter bezahlen, leider in einem Grad, dass sich die Arbeit dann doch manchmal ehrenamtlich anfühlt. Deshalb wünsche ich mir, dass Arbeiten im Kulturbereich in der Zukunft angemessen vergütet werden.“ FM5 hofft, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

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AutorInnen

Caroline Kaltenreiner

Caroline Kaltenreiner

...Ich wollte immer eine Prinzessin sein, leider war nur mehr der Part der bösen Hexe frei....

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