Ereignisreich, frustrierend, spannend, arbeitssam, mühsam und voll geil zugleich war das vergangene Jahr. Im Folgenden erfährt ihr mehr über FM5: Wie es dazu kam und vor allem, warum es das Freie Magazin immer noch gibt.
FM5 - Mehr als ein Magazin
Das Freie Magazin FM5 versucht neue mediale Räume zu erschließen. In diesem Sinne beschränkt sich die Arbeitsweise von FM5 nicht auf herkömmliche redaktionelle Tätigkeiten. In den drei Jahren ihres Bestehens entwickelte sich FM5 zu einer – von der Medienlandschaft nicht unbeachteten – innovativen Plattform für Kunst- und Jugendkultur. Neben den journalistischen Aktivitäten engagiert sich der Verein nicht nur im virtuellen Bereich, sondern konzipiert und organisiert vielfältige Kulturhappenings mit jungen, bekannten KünstlerInnen. Als Konsequenz daraus entwickelte der Verein die freie Musikinformations- und Vernetzungsplattform www.nolabel.at. Siemens Österreich zeichnete im Rahmen des „Spin-the-globe Imagineer-Wettberwerbs" dieses Projekt aus. Der Bogen von FM5 ist groß. Vom "Unplugged im Pornokino" bis hin zu unserem FM5-Geburtstagsfest.
Die Anfänge: Internetmagazin ohne Digitalkamera und Redaktionssystem gegründet
Vorbereitungszeit haben wir uns für unser Magazin nicht viel gegeben. Design, Journalismuscrashkurs, Konzeptionierung und Umsetzung wurden mehr oder weniger binnen eines Monats umgesetzt. Natürlich sind sich da gewisse Dinge nicht ausgegangen. Beispielsweise hatten wir damals noch kein Redaktionssystem und wir haben damals auch noch nicht genau gewusst, wie wir ein effizientes System für unsere Ansprüche realisieren könnten. Es war nur eines klar: Wir wollten anders sein. Wir wollten anders "arbeiten", als das Umfeld, das wir kennengelernt haben. Wir wollten ein Magazin gründen, das einen jungen Amstettner genauso interessiert wie einen Perger. (Das Freie Magazin wurden ursprünglich im Mühlviertel gegründet.) Also, an ganz Österreich hat wohl damals noch keiner gedacht. Frei sollte der Zugang sein, das war für uns das Wichtigste. Das Freie Magazin sollte ein Projekt sein, bei dem man voneinander lernt und profitiert. Fragen der Finanzierung standen anfangs nicht unbedingt im Vordergrund. Die Infrastruktur stand uns ja kostenlos zur Verfügung. Eine, für ein Magazin nötige, Infrastruktur wie eine Digitalkamera wurden in den Anfangsmonaten durch viel Engagement wett gemacht. Bald wurden aber doch eine erste hochwertige Digitalkamera privat finanziert. Seitdem hat sich vieles professionalisiert und verändert.
Plattform für Kunst und Jugendkultur
Nach etwa einem Jahr des Bestehens kam immer mehr der Wunsch auf, eine Plattform für Kunst und Jugendkultur werden zu wollen, was natürlich durch die reine Herausgabe eines Magazins nicht gewährleistet werden kann. Das erste FM5-Fest folgte. Der Social Club wurde etabliert, das Projekt "Unplugged im Pornokino" in Angriff genommen und dazwischen gabs dann noch kleinere Happenings wie das FM5-Zwischendurchfest. Die zunächst reinen journalistischen Aufgaben haben sich erweitert, nicht zuletzt dadurch, dass wir im vergangenen Jahr die freie Musikplattform NOLABEL online gebracht haben. (www.nolabel.at)
Was wir daraus gelernt haben
Erstens: Zwischen artikulierten Ansprüchen und gelebter Praxis besteht ein fast unüberbrückbarer Gegensatz. Natürlich ist uns dieses oder jenes wichtig, doch die artikulierte Wichtigkeit entspricht eben nicht der gelebten Praxis.
Zweitens: Professionalität kostet Geld. Und Professionalität kostet nebenbei auch ein enormes Arbeitspensum.
Drittens: Den Gästen einer Veranstaltung ist es vollkommen egal, ob sämtliche Einnahmen gespendet werden oder in die Taschen von Franky Stronach gehen. Das macht keinen Unterschied. Letztlich zählt nur eines: Der Preis. Manche mögen anderes behaupten, doch in der Realtät ist es doch so. Daraus resultierend werden einige Projekte in Zukunft auf Eis liegen. Auch wenn dies heißt, dass wir diverse karitative Hilfsprojekte nicht mehr unterstützen können. (FM5 hat im Vorjahr knapp 2.500 Euro gespendet.)
Viertens: So simpel das auch klingen wird, doch weniger ist wirklich meistens mehr.
Warum es uns immer noch gibt?
Sicher nicht, weil wir soviel Förderungen bekommen. Der reine Internetmagazin-Teil wurde mit einer Jahresförderung von 300 Euro unterstützt.
Es liegt wohl daran, dass einfach ein paar Personen nicht aufhören wollen.
Wie man mitmachen kann?
Mitmachen ist einfach. Schreibt einfach ein Mail an Martin Bartenberger (martin@fm5.at) und beschreibt, warum ihr bei uns mitmachen wollt.
FM5-Shirts ab sofort erhältlich

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Durch das Verteilen von unseren Flyern oder Sticker kannst du uns ebenfalls unterstützen. Einfach an redaktion@fm5.at schreiben. Betreff: Ich will mithelfen.
Ab in die Zukunft - doch zunächst wird nocheinmal gefeiert
Freitag 6. Jänner
Mono und Nikitamann
3 Feet Smaller
Echophonic
Francis International Airport
Die Killerpilze
Samstag 7. Jänner
Bauchklang
Binder und Krieglstein
Texta
Petsch Moser
Alalie Lilt
Five Seasons
Der FM5-Film-Film
Klar wurde noch nicht alles gesagt. Deswegen haben wir einen kurzen Film für euch gedreht, der alles Restliche erzählen wird.
Einfach downloaden unter http://alt.fm5.at/downloadbereich/infofilm.rm
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