2010-02-25 18:11:06
Wer kennt sie nicht? Wer hat noch keine Berichte über sie gesehen oder zumindest gelesen? Die diesjährige Berlinale erfreute Filmemacher genauso wie Besucher. Trotz überwältigender Unübersichtlichkeit konnte man sie doch genießen.
Sie ist nun also vorbei. Die 60. Berlinale, logischerweise stationiert in der deutschen Hauptstadt Berlin, ging über 10 Tage, vom 11. bis 21. Februar, und beinhaltete fast 400 Filme, die von morgens bis abends in unterschiedlichsten Locations gezeigt wurden. Da die Berlinale nun doch die runde 60 gefunden hat, dachten sich die Veranstalter, sie müssten etwas melancholisch werden und zeigten deshalb viele Klassiker vergangener Berlinalen. Unter anderem fanden sich Filme wie Magnolia oder The Deer Hunter im Programm. Den Hauptpart der Filmfestspiele formten aber natürlich aktuelle Produktionen verschiedenster Art. Von Kurzfilmen, Animationsfilmen, Hollywood-Babys, skurrilen Arthouse-Produktionen bis hin zu Dokumentarfilmen war alles vertreten. Das Angebot beinhaltete natürlich auch Fabrikationen aus verschiedensten Ländern der Welt: Deutsche, österreichische, iranische, japanische, amerikanische etc. Produktionen fanden bei der Berlinale 2010 ihr Publikum.
Mit einem lachenden Auge…
Die ganze Stadt ergab sich dem Berlinale-Fieber. Egal wohin das Auge fiel, überall hangen Plakate, liefen Radio- und Fernsehberichte und wurden seitenlange Artikel gedruckt. Man kann so einiges über Deutschland sagen, aber auf keinen Fall, dass sich unsere lieben Nachbarn nicht für etwas begeistern können. Ohne zu übertreiben, die Berlinale war in aller Munde. Es mag an der internationalen Aufmerksamkeit liegen, oder auch an dem doch recht repräsentativen Staraufgebot – Renée Zellweger (Mitglied der diesjährigen internationalen Jury), Leonardo DiCaprio, Sir Ben Kingsley, Martin Scorsese, Julianne Moore, Michelle Williams und und und. Die Berliner waren allesamt gut drauf!
Mit einem verstörten Auge…
Immer dieses Anstellen. Ja, denn überhaupt erst mal an Berlinale-Karten ranzukommen, musste man sich ordentlich in Geduld üben. Warteschlangen an allen Vorverkaufs- und Tageskassen. Meterlang und dicht gedrängt. Was allerdings im Vorfeld noch hinzukommt, ist die Programmübersicht. Bei knapp 400 Filmen, wird es doch recht schwer sich mal einen Überblick zu verschaffen. Meine Strategie war: Augen zu, Programmheft irgendwo aufschlagen, den magischen Zeigefinger auf die Seite klatschen und sich den durch Schicksal bestimmten Film ansehen. So ging es eigentlich ganz gut, aber ein bisschen wählerisch war ich dann doch, da man gerne auch viele internationale Filme sehen will. Falls man aber etwas informierter in das Festival eintauchen möchte, sollte man sich einige Stunden Zeit dafür nehmen. Bei so viel Programm, Unübersichtlichkeit – was Vorführstätten, Filmangebot und Filminhalte angeht – und Mangel an Infos darf man gerne mehrere Stunden mit seiner privaten Organisation des Festivals verbringen.
Mit einem weinenden Auge…
Immer wieder schade an solchen Filmfestspielen ist, dass man die meisten der Kunstwerke wohl nie wieder zu Gesicht bekommen wird. Einziges Trostpflaster bleibt hier nur: Filme, Filme und nochmal Filme gucken bis zum Umfallen. Bei der Berlinale zahlt sich das allemal aus.
das Herz aus Wien, der Körper in Berlin, der Kopf in den Wolken
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und Kinos die annähernd so groß sind wie die Wiener Stadthalle...
wirklich überwältigend und überhaupt nicht mit der viennale zu vergleichen, was menschenmassen und programm betrifft... und dein artikel fasst das wesentliche genau zusammen! gratuliere!
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well, thx :)
u ja, alles so viel größer... wahnsinn, aber zumindest passend zur stadt^^
dafür muss man aber wien lassen, dass es oftmals gemütlicher u gechillter is. teilweise geht einem in berlin die ruhe in den kleinen gässchen ab. *in erinnerungen schwelg*
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