2007-04-02 00:15:19
Wie Österreich einen innovativen Weg in der Ausbildung der „Besten“ gehen kann. Der Fußball als Beispiel für wahre Talenteförderung. Eine (Schreckens)Vision.
Wie Österreich einen innovativen Weg in der Ausbildung der „Besten“ gehen kann. Der Fußball als Beispiel für wahre Talenteförderung. Eine (Schreckens)Vision.
Eliteausbildung ist erfolgreich
In Österreich spricht derzeit alles von Aufnahmebeschränkungen und von Eliteuniversitäten. Eine Diskussion, die eigentlich getrennt betrachtet werden muss. Denn was die „normalen“ Unis machen, hat mit der Eliteuniversität nichts zu tun! In diesem Kommentar geht es nicht um die Massen, sondern nur um die wirklichen Eliten. Das Beispiel Ajax Amsterdam (ein Fußballklub) zeigt, Eliteausbildung ist erfolgreich, wenn sie richtig gemacht wird.
Bosman-Urteil
Ajax Amsterdam verfügte in den 1980er und Anfang der 1990er Jahre über die beste Fußballausbildung der Welt, dadurch gelang es ihnen, immer wieder im Konzert der Großen mitzuspielen. 1995 trat das Bosman-Urteil in Kraft, welches besagte, dass Spieler, deren Vertrag ausläuft, ohne Ablösesumme zu einem anderen Verein wechseln dürfen. Dies war vor allem für jene Klubs ein schwerer Schlag, die viel in die Ausbildung junger Talente investierten, deren Spieler aber ohne Ablöse von einem anderen, „reichen“ Verein gekauft werden konnten.
Perfekte Ausbildungsstruktur
Um in Österreich eine geistige Elite zu schaffen, brauchen wir eine perfekte Ausbildungsstruktur. Diese Struktur hat die höchste Effizienz, wenn sie vom Markt geregelt wird. Eine (noch nicht vorhandene) Eliteuniversität wird als Aktien verkauft, mit dem Erlös kann die Einrichtung aufgebaut werden. Anschließend können die Aktienbesitzer Studienplätze auf den Markt geben. Die Angst, dass dann die Reichsten und nicht die Talentiertesten einen Platz bekommen ist unbegründet.
Der Freie Markt
Als Besitzer der Eliteaktien kann ich dann nämlich die Käufer meiner Studienplätze unter einen Leistungsvertrag nehmen. Der Markt entwickelt die beste Logik: Je besser der Student ist, desto höher wird sein Wiederverkaufswert an ein Unternehmen und desto weniger muss er für seinen Studienplatz zahlen. Die Verträge können sehr individuell gehandhabt werden. Für die Unternehmen hat dieses System auch sehr große Vorteile, weil sie am Markt die Besten zu Konkurrenzpreisen kaufen können.
Das Beispiel Ajax zeigt uns, dass Elite funktioniert, es zeigt aber auch, dass entsprechende langfristige Verträge notwendig sind, die dem Besitzer der Studienplätze ein entsprechendes Einkommen sichern. Österreich sollte keine Zeit mehr verlieren und die perfekte Ausbildung dem Markt überlassen.
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