2007-04-02 00:10:53
Das Seewiesenfest 2006 ließ – trotz eines kleinen Regenschauers – Stimmung für die kommende Festivalsaison aufkommen und brachte nebenbei auch originelle Musik zwischen Pop und Disko unter das Publikum.
Zuallererst sei – quasi als Empfehlung für nächstes Jahr! – erwähnt: Der Besuch des in Kleinreifling abgehaltenen Seewiesenfests 2006 hat sich gelohnt und war in jedem Bereich gewinnbringend. Denn alle Bands – von einer Band konnte der Schreiber dieser Zeilen aufgrund privater Gründe leider nicht Zeuge sein: I AMX – geigten in ihrer überzeugenden Art und Weise groß auf und ließen bereits Ende Mai so etwas wie eine (kleine) Festivalstimmung aufkommen.

Eine auf Festivals übliche und oft gesehene Schlammsuppe, deren Konsistenz aber aufgrund maximaler Belastung deutlich in den Bereich des Flüssigen wanderte... Foto: Nina Hofer
Denn der Sommer kommt bestimmt…
So begann dieses kleine, aber feine Musikfestival also mit Mike and a Massive Illusion, deren Sänger mit seiner verrauchten und von den Lasten des Lebens getragenen Stimme sehr zu überzeugen wusste. Danach eröffnete die aus Salzburg stammende Gitarrenpop-Formation The Seesaw den rockigen Teil des Abends. Stootsie, der Sänger und Gitarrist schwang sich bei einer Nummer den Bass um die Hüften und präsentierte sich als abgeklärter Musiker mit (kleinem) Hang zum Exzessiven – alles seriös natürlich! The Seesaw veröffentlichen übrigens in Kürze ein neues Album namens „Couch Crisis“. Auch wenn der Regen immer wieder – mal heftig, mal fein – Bekanntschaft mit dem zahlreich erschienen Publikum machte, so tat das der Stimmung keinen Abbruch; der Sommer kommt bestimmt…

Eine Band, die gleichzeitig melancholisch und rockig sein kann: Ms. John Soda Foto: Nina Hofer
Nettes Betasten vs. Rüpelhafte Bewegungen
Die deutschen Bands Kate Mosh und Ms. John Soda boten einen gelungenen und ob ihrer Fähigkeit, melancholisch und rockig zugleich klingen zu können, wunderschönen Auftritt. Doch erst danach erfuhr das Wort Festival seine richtige Bedeutung. Nämlich abrocken im großen Stil: Das Projekt Fuzzman – mit Initiator und „Fuzzman“ persönlich: Herwig Zamernik und andere Größen österreichischer (Pop-) Musik, u. a. mit dem Gitarristen von Roter Stern Silberstern – brachten endlich Stimmung in das Festzelt. Was danach kam, ist mit Worten wohl nicht mehr zu beschreiben, sondern eher mit Bildern:

Achtung! Achtung! Macht NIE eine Party ohne Deichkind! Die müsst ihr in eure Bude lassen! Yippie Yippie Yeah Yippie Yeah, Krawall und Remmidemmi... Foto: Nina Hofer

So sehen Männer der Zukunft aus. Oder einfach nur Party-Männer. Bombastisch! Dance like a robot, baby! Foto: Nina Hofer
Nur einige Szenen: Ein riesengroßer gelber Fußball – Durchmesser: ca. 2 Meter – wurde dem Publikum überlassen. Die Couch, die nachher artgerecht entsorgt – d. h.: zertrümmert – wurde. Eine kleine Hüpfburg. Und Lärm machten die, unglaublich! Das Partyvolk nahm ihn dankbar an und hüpfte dazu – die Welt ist ja eine Disko!

Der Stilvollste unter den Dandies: I AMX alias Chris Corner. Foto: Nina Hofer
Den Abschluss machte ein Würdiger: I AMX alias Chris Corner. Aber, wie bereits geschrieben, konnte sein bestimmt grandioser Auftritt nicht begutachtet werden. Schade! Aber egal, weil: Der Sommer kommt bestimmt und mit ihm eine Hand voll Festivals; dieses war „nur“ der Vorgeschmack…
Vielen Dank an Nina Hofer (FM4) für die fototechnische Unterstützung!
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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